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NOTE
Podcast: CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft
Episode: CRE220 Sprechendes Denken
Publishing Date: 2019-12-21T11:00:24+01:00
Podcast URL: https://cre.fm
Episode URL: https://cre.fm/cre220-sprechendes-denken

00:01:21.020 --> 00:01:31.487
<v Tim Pritlove>Ihr hört technik kultur gesellschaft mein name ist tim und ich sag hallo nach einer längeren pause auf diesem kanal.

00:01:31.890 --> 00:01:46.282
<v Tim Pritlove>Den die nicht kleinkriegen kann das kann ich euch sagen es wird immer weitergehen mit aber manchmal muss man auch mal ein bisschen nachdenken worüber man denn eigentlich so sprechen möchte.

00:01:46.571 --> 00:01:49.148
<v Tim Pritlove>Und.

00:01:49.912 --> 00:02:01.815
<v Tim Pritlove>Genau darüber geht's heute eigentlich auch heute bin ich mal ein bisschen in ein thema einsteigen was ich vielleicht am anfang gar nicht so richtig fassen lässt.

00:02:02.224 --> 00:02:07.680
<v Tim Pritlove>Nämlich über das sprechen und das kommunizieren.

00:02:08.071 --> 00:02:19.650
<v Tim Pritlove>Und was man damit eigentlich so bezweckt und was man damit so erreichen kann und auf welche art und weise man das vielleicht am besten erreichen kann.

00:02:20.618 --> 00:02:28.507
<v Tim Pritlove>Man könnte sagen wir sprechen über entsprechendes denken vielleicht findet sich auch noch ein anderer untertitel.

00:02:29.493 --> 00:02:36.169
<v Tim Pritlove>Aber erstmal begrüße ich mein gesprächspartner heute nehme ich den moritz moritz klink hallo moritz.

00:02:36.043 --> 00:02:39.059
<v Moritz Klenk>Hallo freut mich hier zu sein.

00:02:39.378 --> 00:02:52.904
<v Tim Pritlove>Freut mich auch sehr wir haben das auch schon längere zeit für uns hergeschoben ja jetzt haben wir endlich mal die zeit gefunden das ist gut müssen wir natürlich erstmal rauskriegen wer du eigentlich so bist.

00:02:54.161 --> 00:02:58.541
<v Tim Pritlove>Du bist ja bist du eigentlich philosoph kann man sagen oder.

00:02:58.914 --> 00:03:10.409
<v Moritz Klenk>Also wenn man sich so fachforen spezifisch immer zuordnet und vorstellen muss dann würde ich sagen ich habe kulturwissenschaften studiert also kultur wissenschaft.

00:03:10.854 --> 00:03:13.515
<v Moritz Klenk>Dann noch religionswissenschaften.

00:03:13.948 --> 00:03:22.847
<v Moritz Klenk>Ich habe in bayreuth und in edinburgh studiert und dann habe ich fast sechs jahre in der soziologie gearbeitet dort eine promotion begonnen.

00:03:23.305 --> 00:03:37.834
<v Moritz Klenk>Die ich dann mit nach bern genommen habe um nur dann quasi über diesen umweg in berlin in der kulturwissenschaftler zu landen und dort eine arbeit zu schreiben das heißt ich würde sagen ich bin kulturwissenschaftler,

00:03:37.847 --> 00:03:41.626
<v Moritz Klenk>ja kulturwissenschaftler und mit.

00:03:41.914 --> 00:03:45.183
<v Moritz Klenk>Zumindest schwerpunktmäßig philosophischen interessen.

00:03:45.676 --> 00:03:47.455
<v Tim Pritlove>Und warum bist du das geworden.

00:03:48.176 --> 00:03:52.040
<v Moritz Klenk>Wieso vieles ist das.

00:03:52.653 --> 00:04:04.196
<v Moritz Klenk>Vermutlich zufall und dann aber auch so eine gewisse art von faszination die man oder die zumindest ich leicht entwickelt wenn ich mich intensiv mit themen beschäftigen und.

00:04:04.551 --> 00:04:07.351
<v Moritz Klenk>Und und dann gibt's eben so ganz oder gar nicht

00:04:07.303 --> 00:04:21.736
<v Moritz Klenk>so kam ich zu fächern also man liest texte und manche interessieren ein und man fasziniert sich für theorien für ansätze für fragen wie welt eigentlich beschrieben werden kann und warum das.

00:04:22.001 --> 00:04:28.707
<v Moritz Klenk>Kultur wissenschaftlich beschrieben werden müsste also warum das eine interessante perspektive ist.

00:04:29.176 --> 00:04:32.655
<v Moritz Klenk>Warum gesellschaft und kultur.

00:04:33.004 --> 00:04:40.641
<v Moritz Klenk>So referenzen sind die die alles nachdenken letztlich in irgendeiner form.

00:04:41.645 --> 00:04:52.593
<v Moritz Klenk>Prägen in einer form dass es lohnt das zu verstehen so genau es gibt noch sehr viele abwege die man jetzt noch diskutieren könnte und gründe warum man das so aber.

00:04:52.293 --> 00:04:53.056
<v Tim Pritlove>Aber.

00:04:53.381 --> 00:05:07.351
<v Tim Pritlove>Wann hast du denn damit angefangen also ich meine wann wann ist das hast du bist du schon so so eine so ein so ein so ein buch leser mit fünf jahren gewesen oder bist du da ja so ein spät entwickler.

00:05:07.051 --> 00:05:15.962
<v Moritz Klenk>Sozusagen das hängt dann immer erfolgreiche professorinnen und professoren erzählen dann wie sie dann mit fünf das erste mal schiller gelesen habe und so und ich habe ich nicht.

00:05:16.678 --> 00:05:24.711
<v Moritz Klenk>Ich wollte ursprünglich wollte ich mal musik studieren ich habe auch also ich habe mich viel für musik interessiert.

00:05:24.970 --> 00:05:35.083
<v Moritz Klenk>Und das wollte ich eigentlich studieren und ich kam durch zufall zu der kultur wissenschaft das ich habe nach einem studium gesucht und das schien interessante beschreibung zu sein und ich habe keine ahnung davon.

00:05:34.963 --> 00:05:36.651
<v Tim Pritlove>Bist du ein instrument.

00:05:36.844 --> 00:05:40.053
<v Moritz Klenk>Das ist natürlich gleich.

00:05:40.407 --> 00:05:44.245
<v Moritz Klenk>Also ich spiele ich habe konzerthaus studiert.

00:05:44.544 --> 00:05:53.140
<v Moritz Klenk>Quasi in der schule ja genau also ich habe das das habe ich gelernt das ist mein hauptinstrument damit habe ich auch abitur gemacht.

00:05:52.890 --> 00:05:56.325
<v Tim Pritlove>Damit damit war es auf jeden fall schon mal der in der klasse oder.

00:05:56.404 --> 00:06:00.802
<v Moritz Klenk>Also das gibt es gab nicht viele jungs die das gemacht haben ja.

00:06:00.874 --> 00:06:05.032
<v Tim Pritlove>Ja auch ein bisschen aufwärmen mit seiner konzert haben in der straßenbahn unterwegs ist.

00:06:04.732 --> 00:06:15.212
<v Moritz Klenk>Ja also mein papa damals gesagt ich sollte doch lieber flöte lernen er müsste sich jetzt wegen mir ein neues auto kaufen aber ich glaube das war nur ein vorwand.

00:06:10.273 --> 00:06:18.529
<v Tim Pritlove>Er müsste sich warum harfe.

00:06:18.331 --> 00:06:27.242
<v Moritz Klenk>Das waren wieder zufälle es gab eine ausschreibung meine eltern sind fans von irischer volksmusik.

00:06:27.525 --> 00:06:36.027
<v Moritz Klenk>Es gab eine ein aushang das hafenunternehmer angeboten wird mein vater fand das großartig ich war sechs jahre alt und leicht zu beeindrucken

00:06:35.937 --> 00:06:45.461
<v Moritz Klenk>ich bin einfach mit gegangen weil ich also mit sechs hat man keine wahl wo man hingeht oder nicht und ich musste also mit und dachte ah das ist ja ein interessantes gerät

00:06:45.360 --> 00:06:48.159
<v Moritz Klenk>das könnte ich doch auch mal ausprobieren und habe gesagt dass mich auch ausbau.

00:06:48.196 --> 00:06:50.978
<v Tim Pritlove>Sechsjährigen als ziemlich.

00:06:50.678 --> 00:06:54.653
<v Moritz Klenk>Es gibt auch kleine also es gibt kleine man fängt mit einer kleinen have an.

00:06:54.403 --> 00:06:55.514
<v Tim Pritlove>Und so einen stand da rum.

00:06:55.264 --> 00:06:59.330
<v Moritz Klenk>Und da standen ganz viele rum die haben das tatsächlich die hatten so viele die haben die verkauft.

00:07:00.034 --> 00:07:05.616
<v Moritz Klenk>Und dann habe ich angefangen mich damit zu beschäftigen und irgendwann.

00:07:06.259 --> 00:07:16.264
<v Moritz Klenk>Wurde das mehr also man kann da tolle sachen drauf machen jetzt sind momentan ist es leider schon längere zeit liegt da so ein bisschen.

00:07:18.301 --> 00:07:20.092
<v Tim Pritlove>Hast du deine hafen nicht dabei.

00:07:19.792 --> 00:07:31.329
<v Moritz Klenk>Ich habe sie nicht ständig dabei sowieso nicht aber momentan auch nicht also ich wohne jetzt in bern und da ist so eine räumlichkeiten sehr beschränkt,

00:07:31.425 --> 00:07:34.051
<v Moritz Klenk>die schweiz teuer und so sagt mir gerne.

00:07:34.346 --> 00:07:42.926
<v Moritz Klenk>Nehmen wir das mal als begründung und deswegen steht die momentan nicht darum ich habe eine reihe anderer instrumente also es soll ja nicht langweilig werden aber.

00:07:42.692 --> 00:07:52.498
<v Tim Pritlove>Verstehe aber trotzdem bist du dann irgendwann auf diesen wissenschaftlichen zug aufgesprungen.

00:07:52.908 --> 00:08:07.876
<v Moritz Klenk>Nein also ich habe schon gern gelesen und das irgendwann wieder zwischendrin verloren und dann mich für andere dinge interessiert und dann irgendwann wieder angefangen zu lesen und mit dem studium begann eigentlich wirklich erst so richtig mein interesse für.

00:08:07.978 --> 00:08:22.562
<v Moritz Klenk>Für all diese fragen führung philosophische fragen für wissenschafts- theoretische fragen für die frage wie kommen wir eigentlich zur erkenntnis was ist das überhaupt erkenntnis und diese faszination für theorie und methoden also für tatsächlich,

00:08:22.634 --> 00:08:29.274
<v Moritz Klenk>wissenschaftliche reflexion von wissenschaftlicher erkenntnis dass das war was mich interessiert hat.

00:08:29.515 --> 00:08:34.718
<v Moritz Klenk>Zusätzlich zu den verschiedenen gegenständen der einzelnen disziplin war das aber.

00:08:34.749 --> 00:08:37.885
<v Tim Pritlove>Das ist schon eine ziemliche meter frage eigentlich.

00:08:37.597 --> 00:08:43.161
<v Moritz Klenk>Ja das ist das ist dann die frage ob das eine meter frage ist oder ob nicht.

00:08:43.558 --> 00:08:50.961
<v Moritz Klenk>Ob nicht die frage nach der erkenntnis möglichkeit in jedem ganz konkreten gegenstand selbst mit verhandelt werden muss.

00:08:51.358 --> 00:09:03.850
<v Moritz Klenk>Also ich weiß dass die meisten disziplinen oder vertreterinnen und vertreter von disziplin in der regel interessiert sind an ihren jeweils ganz konkreten gegenständen und jetzt sagen die frage nach der möglichkeit von erkenntnis.

00:09:04.175 --> 00:09:07.438
<v Moritz Klenk>Einem gewissen grad zumindest für beantwortet halten.

00:09:08.051 --> 00:09:19.300
<v Moritz Klenk>Also man hat sich darüber verständigt wie man zur erkenntnis kommt und jetzt beschäftigen wir uns damit wie man zur erkenntnis von etwas kommt gegenständen irgendwelchen phänomen.

00:09:19.703 --> 00:09:26.102
<v Moritz Klenk>Meines erachtens ist das allerdings nur wechselseitig vermittelt überhaupt zu denken also man kann nicht.

00:09:26.240 --> 00:09:36.407
<v Moritz Klenk>Sowohl kann man nicht über erkenntnis ganz abstrakt und allgemein nachdenken wenn dann ist das auch eine konkrete frage oder es muss als eine ganz konkrete frage behandelt werden.

00:09:36.979 --> 00:09:46.376
<v Moritz Klenk>Noch kann man über zwangsläufig einfach so über irgendwelche gegenstände nachdenken und denken ja die frage mit der erkenntnis dass es was das machen die philosophen oder philosophie nen.

00:09:47.002 --> 00:09:47.716
<v Moritz Klenk>Hallo

00:09:47.645 --> 00:10:02.312
<v Moritz Klenk>kann man schon so behandeln und auch erfolgreiche karrieren in der wissenschaft dadurch verfolgen aber meines erachtens wird das falsch also es wird erkenntnistheoretisch tatsächlich falsch das bezugs problem von wissenschaftlicher erkenntnis ist immer die möglichkeit von erkenntnis.

00:10:05.672 --> 00:10:10.118
<v Tim Pritlove>Was jetzt war schon schon gleich.

00:10:12.030 --> 00:10:17.582
<v Tim Pritlove>Also punkt angekommen will ich nochmal kurz nochmal eine bremse einlegen weil da werden wir auf jeden fall hinkommen.

00:10:17.834 --> 00:10:24.119
<v Tim Pritlove>Wissenschaft ist wie würdest du das beschreiben was was dort erforscht wird.

00:10:24.228 --> 00:10:27.040
<v Moritz Klenk>Ja das ist,

00:10:27.082 --> 00:10:32.214
<v Moritz Klenk>das ist gar nicht so einfach zu beantworten die frage weil kulturwissenschaften

00:10:32.028 --> 00:10:45.536
<v Moritz Klenk>im singular als einzelne disziplin kann man sagen hat mehrere disziplinäre hintergründe beschäftigt sich mit kultur phänomen im weiteren sinne je nachdem was der kultur begriff ist also ist die wissenschaft von kultur so einfach gesagt

00:10:45.446 --> 00:10:54.760
<v Moritz Klenk>kulturwissenschaften im plural ist die mittlerweile fast gängiger bezeichnung für das was ehemals geisteswissenschaften hieß

00:10:54.610 --> 00:11:01.838
<v Moritz Klenk>und dann aber sagen mitte des zwanzigsten jahrhunderts so verschiedene sogenannte cultural turns na durchlaufen hat

00:11:01.640 --> 00:11:19.691
<v Moritz Klenk>also verschiedene wendungen selbstreflektive wendungen dann hatten das hat alle disziplinen betroffen also nicht nur die technologie von der viele impulse ausgängen sondern auch die sprachwissenschaftler die philosophie die soziologie alle möglichen anderen disziplinen die sich im weitesten sinne noch damit dazu gezählt haben

00:11:19.493 --> 00:11:24.300
<v Moritz Klenk>wenn sie sich nicht also unter dem label der sozialwissenschaften davon irgendwie distanzieren.

00:11:24.469 --> 00:11:28.290
<v Moritz Klenk>Oder distanziert wurden je nachdem das heißt,

00:11:28.297 --> 00:11:30.688
<v Moritz Klenk>kulturwissenschaften ist das

00:11:30.640 --> 00:11:41.678
<v Moritz Klenk>im plural ist das was man geisteswissenschaften nennen kann und beschäftigt sich dann sagen in dem ganzen spektrum von sprache über philosophie geschichte.

00:11:41.841 --> 00:11:54.778
<v Moritz Klenk>Kultur phänomene ethnologie also sozial und kultur logie heißt es im wesentlichen heute mit allen möglichen leben phänomen dass das sagen menschlichen der menschlichen gesellschaft

00:11:54.670 --> 00:11:58.900
<v Moritz Klenk>und kultur also so so.

00:11:59.123 --> 00:12:01.586
<v Tim Pritlove>Was menschen so treiben und denken.

00:12:01.317 --> 00:12:08.923
<v Moritz Klenk>Ja ja genau also so und der singular kulturwissenschaften im singular ist für mich deswegen,

00:12:08.984 --> 00:12:18.766
<v Moritz Klenk>auch nochmal ganz spezielle möglichkeit als sein als diskurs kontext sich spezifisch diesen fragen der der.

00:12:18.905 --> 00:12:24.126
<v Moritz Klenk>Der kultur der eben dieses dieser bedingungen des.

00:12:24.379 --> 00:12:36.457
<v Moritz Klenk>Sowohl des sozialen als auch eben der vielfalt der symbol systeme des der deutung systeme und so weiter der ganzen des ganzen reichtums der kulturellen produktion von menschen sich,

00:12:36.482 --> 00:12:44.071
<v Moritz Klenk>auseinanderzusetzen und dafür hat man sein einfach dass es so vielseitig wie weniger fächer.

00:12:44.504 --> 00:12:49.821
<v Tim Pritlove>Das heißt das da lag auch dein schwerpunkt.

00:12:50.302 --> 00:12:59.063
<v Moritz Klenk>Ja also schwerpunkt mein schwerpunkt ist würde ich sagen er theorie also kulturwissenschaftler theorie oder ja.

00:12:59.424 --> 00:13:11.394
<v Moritz Klenk>Mich haben immer schon theorien interessiert oder theorie fragen also wie beschreibe ich das sagen in so einem systematischen zusammenhang ich bin mit da einem

00:13:11.334 --> 00:13:18.490
<v Moritz Klenk>speziellen interesse das system theorie in dieser theorie fragen reingerutscht system theorie im anschluss an.

00:13:18.623 --> 00:13:23.148
<v Moritz Klenk>Den deutschen soziologen niklas lohmann der

00:13:23.076 --> 00:13:28.514
<v Moritz Klenk>die theorie ist verschrien für besonders komplexe differenzierte,

00:13:28.568 --> 00:13:32.528
<v Moritz Klenk>begrifflichkeiten sie gilt manchmal manchen als hermetisch

00:13:32.480 --> 00:13:34.925
<v Moritz Klenk>das ist so ein bisschen quatsch aber

00:13:34.890 --> 00:13:47.502
<v Moritz Klenk>ja also es ist auf jeden fall eine sehr laborierte theorie die nach wie vor von vielen für eine sehr anspruchsvolle theorie gehalten wird

00:13:47.407 --> 00:13:52.298
<v Moritz Klenk>und über diese theorie fragen bin ich quasi mit mit solchen

00:13:52.196 --> 00:13:59.496
<v Moritz Klenk>mit diesem phänomen konfrontiert worden oder mit ja genau mit kultur und kultur und auch die

00:13:59.413 --> 00:14:10.703
<v Moritz Klenk>treten natürlich tauchen im gegenstand bereich der kulturwissenschaften auf also kulturwissenschaften selber hat sich auch zum selbst zum gegenstand dieses selbstreflektive verwendung

00:14:10.674 --> 00:14:19.687
<v Moritz Klenk>ist er den kulturwissenschaften wie wenigen anderen disziplinen meines erachtens ganz besonders ein besonderes merkmal.

00:14:21.454 --> 00:14:34.619
<v Tim Pritlove>Weil man zwangsläufig so systemisch denken muss weil man sozusagen überhaupt das feld erstmal strukturiert bekommen muss bevor man anfangen kann darüber nachzudenken.

00:14:34.548 --> 00:14:44.516
<v Moritz Klenk>Die zugänge könnten ganz also unterschiedlich formuliert werden aber vielleicht meiner oder ein meinen zugang ist.

00:14:44.691 --> 00:14:52.965
<v Moritz Klenk>Das alles was wir über welt wissen wie wir über welt sprechen denken alles was wir wissenschaftliche erkenntnisse im.

00:14:53.296 --> 00:15:01.161
<v Moritz Klenk>Ganz konkreten aber auch im weitesten sinne nennen können ist immer gesellschaftlich und kulturell vermittelt,

00:15:01.162 --> 00:15:17.386
<v Moritz Klenk>wir haben nie einen anderen zugang wir sprechen immer mit sprache über dinge die wir wissenschaftlich erforschen und wir können noch die tollsten maschinen bauen wenn wir das hinterher nicht in wissenschaftliche sprache fassen können wenn wir darüber uns nicht verständigen können und diese sprache ist immer kulturell und

00:15:17.212 --> 00:15:22.632
<v Moritz Klenk>gesellschaftlich geprägt vermittelt die es nichts anderes oder umgekehrt auch,

00:15:22.656 --> 00:15:35.311
<v Moritz Klenk>gesellschaft und kultur ist in dieser form sinn förmig also hat im medium sinn und es sprachformen medium sprache verhandelt miteinander verhandelt,

00:15:35.354 --> 00:15:43.069
<v Moritz Klenk>man hat also immer nur diesen zugang und da mögen sich andere disziplinen sagen in bestimmten zugängen

00:15:42.979 --> 00:15:52.996
<v Moritz Klenk>das anders vorstellen oder meistens davon absehen wenn man maschinen geräte baut mit denen man die welt untersucht und mist etwa und dann.

00:15:53.140 --> 00:16:01.733
<v Moritz Klenk>Computer passiert modelle entwickelt die dann wieder etwas sagen dann kann man kurz für einen moment vergessen dass das alles sprachlich konstruiert ist,

00:16:01.757 --> 00:16:09.635
<v Moritz Klenk>aber eben halt nur für einen moment und im nächsten fällt das wieder auf und kulturwissenschaftlerin fällt das würde ich sagen immer auf.

00:16:10.254 --> 00:16:17.176
<v Tim Pritlove>Das heißt ihr ihr untersucht oder du und da hast du zumindest untersucht oder dir darüber gedanken gemacht.

00:16:17.868 --> 00:16:24.778
<v Tim Pritlove>Wie kommuniziere ich überhaupt und wie denke ich über die dinge nach und wie komme ich.

00:16:25.097 --> 00:16:33.749
<v Tim Pritlove>Überhaupt erst in die situation daraus ein schluss ziehen zu können und diesen auch als solchen vermitteln zu können.

00:16:33.690 --> 00:16:34.458
<v Moritz Klenk>Hallo.

00:16:34.711 --> 00:16:46.050
<v Moritz Klenk>Ja die frage nach der erkenntnis also das ist dass das tatsächlich die frage die da die du die du damit stellt die frage nach der erkenntnis möglichkeit ist eine die die philosophie also und damit eigentlich

00:16:45.918 --> 00:16:54.955
<v Moritz Klenk>die wissenschaften im ganzen schon immer interessiert hat die frage wie kommt man zu eigentlich zu einer erkenntnis von der welt

00:16:54.823 --> 00:16:58.717
<v Moritz Klenk>und dass das sprachlich vermittelt stattfindet.

00:16:59.306 --> 00:17:13.932
<v Moritz Klenk>Ist dann schon wieder so ein eher spezifischer zuschnitt oder kann auch als eine position als eine position innerhalb dieser wissenschaftlichen ansätze sich darüber auch selbst wieder zu verständigen verstanden werden

00:17:13.836 --> 00:17:21.816
<v Moritz Klenk>aber ja das ist das was mich interessiert also kommunikations passierte kommunikation passiert konstruktion von weltweit zugänge

00:17:21.690 --> 00:17:30.469
<v Moritz Klenk>symbolische zugänge sinnhafte zugänge welche formen entstehen dabei welche formen werden dabei konstruiert und so weiter und so fort also das sind.

00:17:30.680 --> 00:17:35.564
<v Moritz Klenk>Das ist das was mich interessiert und gerade im hinblick auf eben diese

00:17:35.499 --> 00:17:40.840
<v Moritz Klenk>konkrete vermittlung von allen gegenständen im ganz konkreten sei es jetzt ein protestmarsch.

00:17:40.973 --> 00:17:50.497
<v Moritz Klenk>Einer politischen bewegung sei es ein ein kunstwerk im kontext der aktuellen kunst debatten sei es sei es irgendein

00:17:50.317 --> 00:18:00.076
<v Moritz Klenk>und uns heißt ein ein kometen einschlag auf einem planeten fern von unserem von dem man jetzt irgendwas erfahren haben sollte oder so

00:17:59.920 --> 00:18:12.238
<v Moritz Klenk>all diese phänomene haben gemeinsam das darüber gesprochen und wird in einer form die die uns die frage nach der wie kommen wir zur erkenntnis diese frage einfach immer wieder aufdrängen.

00:18:12.587 --> 00:18:22.519
<v Tim Pritlove>Das heißt ja dann eigentlich auch dass man sich erstmal wenn man das wirklich versucht umfangreich zu analysieren sich darüber gedanken machen muss wie diese sprache an sich.

00:18:23.325 --> 00:18:29.628
<v Tim Pritlove>Entstanden ist und wenn man jetzt mal die erkenntnisse oder die

00:18:29.569 --> 00:18:37.284
<v Tim Pritlove>gemessenen daten zum beispiel aus der evolution theorie herbei nimmt so dann besagt es

00:18:37.176 --> 00:18:41.100
<v Tim Pritlove>ja wir waren mal so wie alle anderen tiere auch oder vielleicht die vier,

00:18:41.166 --> 00:18:48.076
<v Tim Pritlove>aber irgendwie kann man wenn man so immer mal wieder so zehntausend jahre weiter zurückgeht,

00:18:48.077 --> 00:18:51.387
<v Tim Pritlove>kommt man halt auf irgend so ein uhr menschen und man kann halt.

00:18:51.694 --> 00:19:02.534
<v Tim Pritlove>Vermuten dadurch dass man ja auch andere entwicklungs- die aus einem ähnlichen stamm hervorgegangen sind wenn man wenn man schaut wie es wie es denn so gegangen ist stellt man fest.

00:19:02.799 --> 00:19:12.383
<v Tim Pritlove>Sprache haben die nicht zumindest nicht in der form wie wir sie haben ja also wird jetzt nicht so weit gehen zu sagen gorillas haben keine sprache.

00:19:12.666 --> 00:19:21.144
<v Tim Pritlove>Ich weiß jetzt wenn ich über gorillas aber meine vermutung ist sie haben auf jeden fall auch ihre eigenen abstraktion.

00:19:22.112 --> 00:19:27.231
<v Tim Pritlove>Die kommunizieren auch abstrakt sind ja auch in der lage wenn man sich so.

00:19:27.676 --> 00:19:30.350
<v Tim Pritlove>Und so weiter all diese ganzen

00:19:30.248 --> 00:19:41.977
<v Tim Pritlove>affen forscher primaten forscher anschaut so die ja auch in der lage sind mit diesen tieren in eine kommunikation zu treten und gerade so in den letzten zehn zwanzig jahren,

00:19:42.074 --> 00:19:55.852
<v Tim Pritlove>so die erkenntnis gereift sogar tiere sind wahrscheinlich auch alle intelligenter als wir immer dachten so man kann irgendwie nicht nur mit papageien reden sondern man kann irgendwie auch so den raben dabei zuschauen wie sie komplexe lösungen finden und in der lage sind auf dinge zu reagieren.

00:19:56.189 --> 00:20:06.657
<v Tim Pritlove>Die wir vielleicht so vorher noch gar nicht gesehen haben nur eben diese konkrete form der sprache wie wir sie eben pflegen so ist verhältnismäßig selten.

00:20:07.540 --> 00:20:17.149
<v Tim Pritlove>Aber auch die muss ich ja alle muss ja auch erstmal entwickelt haben und wenn du darüber nachdenkst wie sich das entwickelt hat muss ja.

00:20:17.690 --> 00:20:22.497
<v Tim Pritlove>Ich muss ja erstmal einen anlass gegeben haben und das hat ja wahrscheinlich auch viel mit erkenntnis.

00:20:22.953 --> 00:20:26.919
<v Tim Pritlove>Die welt zu tun also die erstmal die die fähigkeit zur abstrahieren.

00:20:27.100 --> 00:20:39.196
<v Tim Pritlove>Dinge überhaupt erstmal zu unterscheiden ja klar zu sagen so das ist ein baum und die fängt er an und da hört er auf so und das ist etwas anderes als etwas als als das was ich jetzt hier habe.

00:20:39.449 --> 00:20:52.632
<v Tim Pritlove>Das ist ja das was dann im gehirn überhaupt erst auf dem bedarf schafft diese symbole und damit im worte dafür zu finden bezeichnung zu finden denn.

00:20:52.933 --> 00:20:57.812
<v Tim Pritlove>Wenn ich die nicht habe kann ich ja auch nicht darüber.

00:20:58.239 --> 00:21:12.991
<v Tim Pritlove>Kommunizieren sage ich jetzt mal reden es vielleicht schon der nächste schritt so auch wenn ich nur auf irgendwas zeige oder durch irgendeine körper berührung oder irgendein grund laut versuche auf irgendwas hinzuweisen muss es ja irgendwie sein was.

00:21:13.694 --> 00:21:18.327
<v Tim Pritlove>Ich weiß nicht ob sie sich aber überhaupt beschäftigt hat mir fällt das jetzt einfach gerade so ein.

00:21:18.790 --> 00:21:27.430
<v Tim Pritlove>Was sozusagen hier ursache und folge eigentlich ist also was kann der auslöser gewesen sein dafür.

00:21:27.149 --> 00:21:42.129
<v Moritz Klenk>Ja also zu zu theorie der entstehung von sprache oder sprach möglichkeit und dann notwendigkeit und so da gibt's natürlich umfangreiche radtour zu und disziplin die sich damit befassen auch jetzt

00:21:42.075 --> 00:21:49.159
<v Moritz Klenk>primaten forschung mag noch ein anderer zweig sein etwas mit dem man sich.

00:21:49.725 --> 00:22:03.142
<v Moritz Klenk>Auch noch also aktuell ganz neue erkenntnisse hier neulich eine podcast-folge gehört ich habe leider den namen vergessen den titel auch wo es genau um diese frage ging der der sprachfähigkeit auch wie

00:22:03.023 --> 00:22:13.141
<v Moritz Klenk>was für einen umfangreichen wortschatz beispielsweise können tiere entwickeln manche tiere und verstehen also tatsächlich verstehen und auch

00:22:13.034 --> 00:22:17.054
<v Moritz Klenk>darauf zeigen verwenden wörter auch wenn sie sie nicht aussprechen können aber.

00:22:17.426 --> 00:22:21.302
<v Moritz Klenk>Tatsächlich dann zumindest worte verwenden

00:22:21.194 --> 00:22:29.757
<v Moritz Klenk>bei menschen ist das natürlich sehr viel größer und umfangreicher als bei allen tieren die wir von denen wir das wissen.

00:22:30.370 --> 00:22:32.545
<v Moritz Klenk>Aber

00:22:32.503 --> 00:22:43.037
<v Moritz Klenk>das sind sehr interessante fragen keine kein zweifel aber für mich die in vielen interessantere beobachtung ist eigentlich die dass wir immer mittendrin anfangen

00:22:42.959 --> 00:22:46.822
<v Moritz Klenk>dass wir also nicht notwendig um jetzt uns.

00:22:46.997 --> 00:22:51.311
<v Moritz Klenk>Darüber verständigen zu können oder zu verstehen zu lernen wie wir uns,

00:22:51.366 --> 00:22:55.902
<v Moritz Klenk>mit der welt beschäftigen.

00:22:56.618 --> 00:22:57.831
<v Moritz Klenk>Wir menschen.

00:22:57.581 --> 00:22:59.417
<v Tim Pritlove>Okay nicht für kulturwissenschaftler.

00:22:59.226 --> 00:23:07.157
<v Moritz Klenk>Ja nicht genau wie wir menschen wie wir uns wieder ein welt zugang entwickeln.

00:23:06.905 --> 00:23:08.846
<v Tim Pritlove>Das was wir mittendrin.

00:23:08.546 --> 00:23:17.667
<v Moritz Klenk>Genau also da ist jetzt nicht notwendig um das zu verstehen es ist nicht notwendig zu verstehen wie kamen wir überhaupt zu sprache,

00:23:17.691 --> 00:23:18.983
<v Moritz Klenk>interessant auch

00:23:18.965 --> 00:23:30.364
<v Moritz Klenk>aber es ist meines erachtens nicht notwendig weil wir sagen in diese gesellschaft in diese welt die bereits sprache kennt die bereits sprache kennt und sich sprachlich auch die welt aneignet

00:23:30.244 --> 00:23:36.776
<v Moritz Klenk>die welt ist sagen selbst sprachlich verändert modifiziert und so weiter das heißt wir wir werden in dieses

00:23:36.674 --> 00:23:48.632
<v Moritz Klenk>in diese ganze welt die all das schon kennt hineingeboren wir müssen nicht mehr so tun als müssten wir noch einen anfangen zurückkämma genieren sondern wir beginnen bereits quasi mit sprache um uns herum.

00:23:48.374 --> 00:23:55.969
<v Tim Pritlove>Ja gut aber unser aktueller stand muss ja auch nicht das ende sein also wir haben jetzt nur eine gewisse vorstellung davon wie wir kommunizieren wie wir abstrahieren,

00:23:56.041 --> 00:24:08.984
<v Tim Pritlove>auch wenn man gerade so in der aktuellen politischen zeit so ein bisschen das gefühl hat dass wir in so einer rückentwicklung uns befinden oder zumindest in so einer entwicklungsphase so so sonst sonst und denk mittelalter was irgendwie auf einmal

00:24:08.835 --> 00:24:15.588
<v Tim Pritlove>einzieht ist es sicherlich jetzt keine zu gewagte these zu sagen das kann auch sein.

00:24:15.739 --> 00:24:24.554
<v Tim Pritlove>Dass wenn man sich jetzt die menschheit noch mal ein paar hundert jahre oder tausend jahre wenn sie's überhaupt noch schafft soweit vorstellt ja

00:24:24.422 --> 00:24:27.264
<v Tim Pritlove>dass auch unsere kommunikationsform.

00:24:27.559 --> 00:24:41.493
<v Tim Pritlove>Noch mehr effizienz haben als es jetzt schon haben im vergleich zu irgendeinem grunzen im walde zumindest ja dass dass ich daraus ja auch eine ganz andere art und weise der kommunikation vielleicht daraus eben auch eine ganz andere art und weise von logik

00:24:41.464 --> 00:24:47.671
<v Tim Pritlove>erkenntnisse etcetera entwickeln kann also kein also es ist natürlich richtig wenn du sagst ich

00:24:47.497 --> 00:24:59.202
<v Tim Pritlove>ich bin da jetzt rein geboren und das ist das womit ich jetzt arbeite aber das galt ja für die menschen vor zehntausend jahren im prinzip genauso nur dass sie da sozusagen mit weniger haben arbeiten müssen weil was weiß ich das hirn sich noch nicht so weit entwickelt hat

00:24:59.028 --> 00:25:08.318
<v Tim Pritlove>oder eben diese sprache sich auch kulturell noch nicht so weit entwickelt hat und sich ja permanent immer wieder ändert aber die anforderungen waren ja dann auch immer noch die.

00:25:08.493 --> 00:25:09.916
<v Tim Pritlove>Die gleichen dieses

00:25:09.845 --> 00:25:23.833
<v Tim Pritlove>diese suche nach symbolen nach bedeutungen nach einer abstraktion dann eben so dass ich ein ein passenden begriff verwende um irgendwo etwas korrekt beschreiben zu können

00:25:23.708 --> 00:25:30.455
<v Tim Pritlove>gepaart mit der notwendigkeit andere leute auch auf denselben auf dieselbe kommunikationsebene zu heben.

00:25:30.216 --> 00:25:35.172
<v Moritz Klenk>Ja ich meine soziologisch beispielsweise soziologisch medien

00:25:35.101 --> 00:25:49.180
<v Moritz Klenk>historisch und medien theoretisch kann man ja da unter anderem was jetzt gerade die entwicklung der kommunikationsmöglichkeiten angeht zumindest so ganz markante einschnitte

00:25:49.066 --> 00:25:55.796
<v Moritz Klenk>beobachten einmal natürlich die erfindung der sprache im unterschied zu kunst lauten und dem zeigen,

00:25:55.820 --> 00:25:59.768
<v Moritz Klenk>spielweise aber dann auch die erfindung der schrift.

00:25:59.846 --> 00:26:07.610
<v Moritz Klenk>Also die die das von dir das zu sagen aufzeichnen macht in einer weise wie es vorher nicht da war

00:26:07.466 --> 00:26:13.282
<v Moritz Klenk>und dann aber auch als nächste nächste einschnitt zu sagen der buchdruck mitbewegt

00:26:13.108 --> 00:26:23.473
<v Moritz Klenk>lettern also das einfache setzen und die massenhafte reproduktion von geschriebenen texten die dann sagen die reichweite extrem,

00:26:23.522 --> 00:26:36.495
<v Moritz Klenk>und also extrem erweitert und dadurch aber auch nicht nur die reichweite und verbreitung sondern ganz neue formate ermöglicht hat die dann entstehen konnten unter solchen bedingungen der verbreitung medien evolution

00:26:36.363 --> 00:26:38.905
<v Moritz Klenk>und dann letztlich heute die

00:26:38.695 --> 00:26:49.649
<v Moritz Klenk>entdeckungen und erfindung und entwicklung elektronischer kommunikation und computer passiert da kommunikation und das sozusagen also vier ganz ganz

00:26:49.463 --> 00:27:00.141
<v Moritz Klenk>markante einschnitte der der entwicklung von kommunikationsmöglichkeiten zu begreifen da ist da wird viel auch an gesellschafts- theoretischen annahmen daran herumgeschraubt.

00:27:00.544 --> 00:27:07.412
<v Moritz Klenk>Dirk becker beispielsweise ist einer der sich viel damit beschäftigt bei dem ich lange gearbeitet habe als assistent

00:27:07.376 --> 00:27:15.680
<v Moritz Klenk>der soziologe und beschäftigt sich unter anderem eben genau mit diesen medien revolution und diesen medien wechseln.

00:27:16.065 --> 00:27:21.118
<v Tim Pritlove>Ich würde ja noch noch ein fünftes modell reinschmeißen in den mix mathematik.

00:27:21.143 --> 00:27:23.089
<v Moritz Klenk>Ja

00:27:23.246 --> 00:27:38.178
<v Moritz Klenk>Ja also mathematik formalisieren in in so einer entwicklung fällt würde ich sagen ja deutlich vor dieser jüngste erfindung der elektronischen kommunikation ob man

00:27:38.107 --> 00:27:48.051
<v Moritz Klenk>hier von einer sprache in dem sinne sprechen kann oder von einem kommunikationsmedium in diesem sinne das ist allerdings.

00:27:47.985 --> 00:27:55.454
<v Tim Pritlove>Wenn man sprache als abstraktion als aktion abstraktion begreift spielt natürlich mathematik schon eine rolle.

00:27:55.154 --> 00:28:07.629
<v Moritz Klenk>Ist die frage ob man das ob man das kann also man kann sicherlich es sprache immer auch oder es kann immer auch abstraktion betreffen zugleich aber abstraktion also im sinne von dem

00:28:07.497 --> 00:28:15.542
<v Moritz Klenk>verallgemeindernden zugriff zu etwas bestimmungen kriterien kategorien bildung und sofort

00:28:15.525 --> 00:28:24.220
<v Moritz Klenk>und der der kommunikativen aus aushandlung eben dessen was wir unter bestimmten kategorien begriffen label und namen und so weiter verstehen.

00:28:24.394 --> 00:28:30.529
<v Moritz Klenk>Können zugleich aber ist ist das ja nicht immer nur notwendig.

00:28:30.734 --> 00:28:44.446
<v Moritz Klenk>Abstrakt sondern auch sehr konkret also die sprache erlaubt es ja auch sehr sehr konkrete beschreibungen von phänomenen dies ein die einzigartig sind anzufertigen inwiefern das dann immer notwendig quasi die,

00:28:44.483 --> 00:28:46.219
<v Moritz Klenk>die idee der abstraktion

00:28:46.135 --> 00:28:59.331
<v Moritz Klenk>hier maßgeblich ist das würde ich zumindest in frage stellen also es klar es gibt so einen abstraktion prozesse die auch eine rolle spielen bei der genese von wörtern wortbedeutung und sofort aber es geht nicht nur um abstraktion sondern es geht,

00:28:59.373 --> 00:29:08.723
<v Moritz Klenk>wenn es um erkenntnis geht oder um die frage nach der erkenntnis geht dann geht es um sehr ganz konkrete fragen also um ganz konkrete phänomene.

00:29:08.831 --> 00:29:17.298
<v Moritz Klenk>So und diese spannung zwischen dem allgemeinen und dem ganz konkreten oder eben auch im hinblick auf abstraktion aber auch wortneuschöpfung

00:29:17.178 --> 00:29:33.234
<v Moritz Klenk>mediale entwicklungen die es einmal lauben da ganz andere zugriffe zu stellen zu finden zu entwickeln zu experimentieren auch mit solchen anderen zugriffen dass es was was mich unter anderem sehr interessiert hat und auch in meinen letzten arbeiten interessiert hat also

00:29:33.036 --> 00:29:34.219
<v Moritz Klenk>wenn man sich anschaut.

00:29:34.640 --> 00:29:46.610
<v Moritz Klenk>Dass wir beispielsweise im alltag sprachlichen oft eben mündlich kommunizieren im wissenschafts sprachlichen allerdings als wissenschaftliche erkenntnis nur zählt was geschrieben ist

00:29:46.526 --> 00:29:55.071
<v Moritz Klenk>in vor allem hauptsächlich in journal beiträgen in peer-review journal beiträgen also den beiträgen die von kolleginnen und kollegen

00:29:54.909 --> 00:30:07.029
<v Moritz Klenk>blind ohne dass man weiß wer das geschrieben hat eben begutachtet werden und dann überarbeitet und so weiter und dann als wissenschaftliche erkenntnis zählen weil sie eben in einem solchen fach in einer solchen fachzeitschrift erscheinen können,

00:30:07.029 --> 00:30:14.402
<v Moritz Klenk>oder eben in monografisch wissenschaftlichen arbeiten oder in qualifikationen schriften und so weiter aber auf jeden fall in geschriebener form,

00:30:14.475 --> 00:30:20.075
<v Moritz Klenk>es gibt natürlich konferenzen es gibt formen wie wir uns über wissenschaftliche kommunikation noch,

00:30:20.123 --> 00:30:28.601
<v Moritz Klenk>machen auch in der mündlichen art und weise wir haben seminare und vorlesungen an universitäten wird viel gesprochen aber so richtig als wissenschaftliche erkenntnis zählt

00:30:28.548 --> 00:30:33.499
<v Moritz Klenk>fast nur was geschrieben steht und das ist nicht meines erachtens gar nicht.

00:30:33.613 --> 00:30:37.212
<v Moritz Klenk>Notwendig das hat sich entwickelt.

00:30:37.567 --> 00:30:46.232
<v Tim Pritlove>Bevor wir dann in dem bereich forschung noch mal ganz gerne so ein bisschen vielleicht bin ich da ein bisschen verbohrt aber mich mich fasziniert dieser

00:30:46.028 --> 00:30:54.741
<v Tim Pritlove>gedanke oder diese überlegung was sozusagen der der treibende faktor für diese weiterentwicklung der sprache auch ist jetzt hast du ja gesagt okay

00:30:54.519 --> 00:31:12.341
<v Tim Pritlove>abstraktion später auf jeden fall erstmal eine rolle oder ist in gewisser hinsicht vielleicht eher so eine voraussetzung sozusagen also das das hirn ist ausreichend erlagen dinge so komplex wahrzunehmen um daraus eben eine abstraktion zu machen sei es jetzt die abstraktion der bildlichen beschreibung ja hier ein baum hier ein strauch hier ein ufer etcetera

00:31:12.126 --> 00:31:17.149
<v Tim Pritlove>oder eben auch in mathematischer hinsicht und auch so die schrift weil am anfang auch oft

00:31:17.143 --> 00:31:26.751
<v Tim Pritlove>mathematik insofern als dass man einfach erstmal strich rechnung gemacht hat dinge gezählt hat und daran ja quasi aus einer abstraktion weiterentwickelt hat.

00:31:26.968 --> 00:31:31.546
<v Tim Pritlove>Ich frage mich nur was ist jetzt der treibende faktor für die weiterentwicklung der sprache.

00:31:32.046 --> 00:31:41.473
<v Tim Pritlove>Ist das zimmer da schon sozusagen bei erkenntnis erlangung so es ist einfach etwas was zwangsläufig passiert wenn man es viel.

00:31:41.967 --> 00:31:50.721
<v Tim Pritlove>Benutzt was denkst du ist der antrieb in der weiterentwicklung unserer kommunikation ist das.

00:31:51.287 --> 00:31:53.864
<v Tim Pritlove>Was man so versteht von der welt.

00:31:54.622 --> 00:32:05.660
<v Moritz Klenk>Also ich ich will sagen dass auf einen einzigen faktor zu bringen es vollkommen unmöglich aber auch gar nicht so notwendig weil weil sprache entwickelt sich in,

00:32:05.757 --> 00:32:10.810
<v Moritz Klenk>wie du sagst in der verwendung in der benutzung von sprache verändert sich sprache,

00:32:10.876 --> 00:32:14.914
<v Moritz Klenk>das ist einmal zu lang auch schon auf was

00:32:14.746 --> 00:32:27.197
<v Moritz Klenk>grammatik angeht oder die erfindung neuer wörter die die regeln des mündlichen schriftlich und so weiter kommunizieren ist das alles entwickelt sich aber auch natürlich der reichtum von sprache die die konkrete,

00:32:27.245 --> 00:32:43.223
<v Moritz Klenk>verwendungszweck zusammenhänge was heute verständlich ist muss nicht immer so verstanden worden sein oder überhaupt verstanden werden können und umgekehrt was einmal verständlich war und vollkommen normaler satz ist heute wenig anschlussfähigen und es

00:32:43.025 --> 00:32:49.448
<v Moritz Klenk>entwickelt sich ständig fort aufgrund einfach der sein dass das vollkommen,

00:32:49.497 --> 00:32:59.225
<v Moritz Klenk>unberechenbaren unvorhersehbaren varianten reichtums von gesellschaftliche entwicklung von kultureller entwicklung das ist einfach

00:32:59.141 --> 00:33:07.211
<v Moritz Klenk>ein nie aufhörenden zu stellen der entwicklung die so in in ganz unvorhersehbarer art.

00:33:08.095 --> 00:33:11.640
<v Moritz Klenk>Sich evolutionär entwickelt sein und.

00:33:12.132 --> 00:33:17.757
<v Moritz Klenk>Dann fragen zu stellen wie das ganz konkret sich vollzieht an einzelnen fällen beispielsweise so studien unternehmen,

00:33:17.847 --> 00:33:24.920
<v Moritz Klenk>das wären dann mögliche sehr interessante forschungsfragen die auch unternommen werden sich,

00:33:25.004 --> 00:33:35.478
<v Moritz Klenk>an ganz konkreten fällen das anzusehen wie sich da sprache sprach veränderungen sprach benutzung verändert und sowas aufzuzeigen an konkreten phänomen aber eben

00:33:35.364 --> 00:33:36.788
<v Moritz Klenk>einen konkreten phänomen.

00:33:37.719 --> 00:33:51.408
<v Tim Pritlove>Jetzt hat der das sprechen auch besonders angetan ist ja auch irgendwann mal mit dem podcasting zusammengestoßen wie lange ist das jetzt schon her ist auch schon eine weile unterwegs in dem feld ne.

00:33:51.306 --> 00:34:00.325
<v Moritz Klenk>Ein paar jahre sind's schon ich weiß nicht mehr ganz genau ich glaube also gehört habe ich schon ewig und angefangen glaube ich habe ich weiß ich nicht.

00:34:00.542 --> 00:34:08.443
<v Moritz Klenk>Zweitausendvierzehn oder ich weiß nicht mehr genau sind noch nicht so unendlich lange her aber es ist schon sind schon ein paar jahre genau.

00:34:08.804 --> 00:34:21.285
<v Moritz Klenk>Ja also zum podcasten kam ich mit dem mit dem hören letztlich also der erste zugang zu podcast es war für mich wie für die meisten einhören da oder weiß ich nicht nicht für die meisten aber,

00:34:21.375 --> 00:34:23.905
<v Moritz Klenk>für viele dann doch ein hören dazu gang,

00:34:23.905 --> 00:34:32.816
<v Moritz Klenk>und dann aber sofort die faszination für ständig reden die davon das sei so einfach das kann jeder machen und so dass mich das will ich mal wissen.

00:34:33.441 --> 00:34:47.526
<v Moritz Klenk>Wir wissen heißt in dem fall eben machen können also so ganz konkret das war sofort dieser diese notwendige zugang das das muss ich ausprobieren muss ich basteln können muss ich muss ich selber mal ausprobieren,

00:34:47.605 --> 00:34:51.702
<v Moritz Klenk>von anfang bis ende also wie wie wie nehme ich das auf.

00:34:53.500 --> 00:35:00.800
<v Moritz Klenk>Und wie so oft ist es auch also ich kenne das jetzt von vielen diese geschichte dass wie so oft an.

00:35:01.270 --> 00:35:10.175
<v Moritz Klenk>Die die technischen fragen zu anfang standen und die frage worüber ich eigentlich sprechen will die kam halt irgendwann also was kümmere ich mich dann jetzt.

00:35:10.986 --> 00:35:22.914
<v Moritz Klenk>Nehmen wir erst mal ein aufnahme-gerät und dann schaue ich mal wie das mit der aufnahme funktioniert und dann fällt mir schon was ein worüber ich sprechen kann so und so waren meine ersten podcast auch also ich hatte natürlich auch ideen worüber ich sprechen könnte.

00:35:23.040 --> 00:35:27.697
<v Moritz Klenk>Aber die stellen sich meistens als irrtümer heraus oder man spricht dann doch immer was ganz anderes.

00:35:28.274 --> 00:35:35.437
<v Moritz Klenk>Und so auch mit den ersten podcast projekten die ich dann unternommen hatte und dann hatte ich hauptsächlich podcasts mit

00:35:35.431 --> 00:35:44.402
<v Moritz Klenk>mit freunden und kollegen in der schweiz ich habe damals noch in deutschland gewohnt aber das ist ja kein hindernis mehr wo man ist.

00:35:45.682 --> 00:35:49.029
<v Tim Pritlove>War das war das dann diese radio-show mit der du angefangen hast.

00:35:48.873 --> 00:35:52.719
<v Moritz Klenk>Ja genau also es hieß früher neunzehnachtundsechzig kritik,

00:35:52.809 --> 00:36:02.111
<v Moritz Klenk>weil es ging um so eine kritik der altachtundsechziger praktisch die versagt haben politisch und überhaupt also die die revolution zum greifen nah hatten und dann

00:36:01.901 --> 00:36:10.049
<v Moritz Klenk>versagt hatten so zumindest war mal die ursprüngliche idee und wir haben dann über alles mögliche gerettet vor allem nur zum beispiel medien wechsel die veränderung

00:36:09.899 --> 00:36:15.523
<v Moritz Klenk>politischer kommunikation wissenschaftlicher kommunikation künstlerischer kontexte sozialer

00:36:15.373 --> 00:36:23.690
<v Moritz Klenk>kontexte im weiteren sinne und so weiter durch die erfindung von computern und vernetzten rechnern insbesondere und dann

00:36:23.588 --> 00:36:27.025
<v Moritz Klenk>die themen bandbreite ist also demnach unendlich.

00:36:27.643 --> 00:36:31.411
<v Moritz Klenk>Genau aber mit diesen podcast habe ich dann begonnen und.

00:36:31.141 --> 00:36:33.076
<v Tim Pritlove>Warum hier ist es dann radio-show.

00:36:33.407 --> 00:36:41.512
<v Moritz Klenk>Später ist es nur radioshow weil es ist eben nicht radio sondern podcast und die unterscheidung war mir die leuchtete mir immer ein

00:36:41.417 --> 00:36:44.240
<v Moritz Klenk>dass man keine sendezeit hat

00:36:44.109 --> 00:37:02.634
<v Moritz Klenk>dass man keine redaktion hat dass man das alles selber ist dass man das dass es technisch weniger aufwendig ist dass ich diese professionalisierung in einer gewissen weise auch auf distanz halten kann und mir dieses schmutzige einfache diesen sofort improvisierten und experimentelle zugang einfach dadurch

00:37:02.497 --> 00:37:11.690
<v Moritz Klenk>erhalte indem ich dieses dieses diesen radio begriff der ja doch.

00:37:11.900 --> 00:37:14.442
<v Moritz Klenk>Schon mit gewisse vorbelastung hat

00:37:14.395 --> 00:37:23.912
<v Moritz Klenk>nicht nur historisch politische vorbelastung sondern auch so eine professionelle vorbelastung hat auf distanz halten kann und aber auch weil es nicht notwendig ums händen geht

00:37:23.804 --> 00:37:24.898
<v Moritz Klenk>also ich weiß es gibt

00:37:24.808 --> 00:37:39.236
<v Moritz Klenk>auch sendung sein als als begriff in der podcast szene aber es muss nicht nur um senden gehen sondern es kann auch einfach nur um sagen sprechen und hören im gespräch bleiben und das wird dann eben offen zugänglich abgelegt

00:37:39.092 --> 00:37:40.197
<v Moritz Klenk>aber nicht gesendet

00:37:40.065 --> 00:37:51.368
<v Moritz Klenk>es wird nicht ausgestrahlt da gibt's nicht einen sender und dann ganz viele empfänger sowie das eben klassisch beim radio der fall ist weshalb sich dann auch so sehr genaue gedanken gemacht werden.

00:37:51.584 --> 00:37:58.663
<v Moritz Klenk>Was man wirklich senden will kann man das sehen das muss dann durch die redaktion durch weil eben es erreicht die massen,

00:37:58.699 --> 00:38:04.696
<v Moritz Klenk>beim podcasten ist doch gar nicht notwendig der fall vielleicht erreicht auch niemand aber ich mach's halt trotzdem kann ich auch,

00:38:04.738 --> 00:38:13.361
<v Moritz Klenk>ich muss gar nicht auf so einem publikum achten ich muss gar nicht schauen ob das irgendwie ankommt ob das sich gut verkauft und die sendezeit ist nie knapp im internet ist immer platz.

00:38:13.386 --> 00:38:15.326
<v Tim Pritlove>Man kann auch sein eigenes publikum sein.

00:38:15.357 --> 00:38:20.193
<v Moritz Klenk>Auch das man kann genauso ein einziges publikum sein man kann nur für sich selbst das machen.

00:38:21.336 --> 00:38:33.653
<v Tim Pritlove>Was soll das diktiergerät so von früher was ja eigentlich ein konkreten sinn hat hältst du nehmen so ich will es jetzt nicht selber schreiben also sage ich's mal sagen ist ja einfacher

00:38:33.576 --> 00:38:40.288
<v Tim Pritlove>geht ja schneller auch und dann hält mich die technik des schreibens nicht dabei ab

00:38:40.222 --> 00:38:48.051
<v Tim Pritlove>den gedanken korrekt zu formulieren wenn man sich anschaut wie so ein fünfziger jahren schreibmaschinen funktioniert haben bisschen

00:38:47.836 --> 00:38:59.655
<v Tim Pritlove>aufwand man treiben musste um dort korrekt dinge zu notieren und zu kommunizieren war natürlich das diktiergerät insofern eine vereinfachung weil es dann eben auch wieder diesen ursprünglichen

00:38:59.505 --> 00:39:05.183
<v Tim Pritlove>zugang macht und ich werde auch oft gefragt sowas ich.

00:39:06.500 --> 00:39:16.498
<v Tim Pritlove>Was ich sozusagen für das besondere halte bei podcast uns wirklich ein weites feld aber das sprechen.

00:39:17.791 --> 00:39:19.196
<v Tim Pritlove>Finde ich es schon auch ein.

00:39:19.461 --> 00:39:33.780
<v Tim Pritlove>Ganz wichtiger faktor schlicht und ergreifend daraus dass es halt einfach auch jetzt jetzt bin ich wieder bei der evolution lange lange zeit ja auch das primäre medium war mit dem wissen kommuniziert und auch erhalten wurde.

00:39:34.051 --> 00:39:41.953
<v Tim Pritlove>Es war ja auch ein aufzeichnungs medium nur das halt des aufzeichnungs.

00:39:43.221 --> 00:39:49.037
<v Tim Pritlove>Der speicher selber war halt sehr flüchtig man konnte ja eigentlich immer nur in andere hirne hineinschreiben.

00:39:49.609 --> 00:39:54.842
<v Tim Pritlove>Durch das reden so und da war es dann sozusagen hattest du so eine gewisse halbwertszeit gehabt und waren,

00:39:54.902 --> 00:40:02.167
<v Tim Pritlove>an einem bestimmten mutationen ausgesetzt was wir heute im internet auch wiedersehen durch diese finanzierung,

00:40:02.210 --> 00:40:11.349
<v Tim Pritlove>aber man kann ja auch nicht sagen dass es jetzt schlecht funktioniert hätte weil der mensch hat ja dann auch tatsächlich geschafft dann eben bis zur entwicklung weiterer techniken durch solange durchzuhalten

00:40:11.211 --> 00:40:20.903
<v Tim Pritlove>eben dann auch andere aufzeichnungs methoden existiert bis hin zu man kann eben die sprache als solche aufnehmen was ja ein gewisser hinsicht dann auch wieder

00:40:20.838 --> 00:40:22.394
<v Tim Pritlove>ein.

00:40:22.700 --> 00:40:36.335
<v Tim Pritlove>Also kulturtechnik revolution darstellt weil vorher die schrift ja im prinzip auch nur die abwesenheit von ich kann nicht direkt das aufnehmen was sie sein dann hätte man von vornherein tonbänder gehabt

00:40:36.221 --> 00:40:42.470
<v Tim Pritlove>was weiß ich ob die schrift überhaupt überhaupt so populär geworden wäre.

00:40:42.170 --> 00:40:53.635
<v Moritz Klenk>Ja klar dann es berührt natürlich auch wieder die frage von vorhin mit der abstraktion also die schrift hat sich sagen schon unmittelbar deswegen bewährt weil man unter bedingungen von abwesenden

00:40:53.503 --> 00:41:00.335
<v Moritz Klenk>miteinander hat kommunizieren können man muss sie nicht ständig da sein wir können mal aufschreiben liegen lassen weggehen jemand anders liest.

00:41:00.443 --> 00:41:10.058
<v Moritz Klenk>Wenn er oder sie lesen konnte und konnte wieder was schreiben und so ist bei asynchrone kommunikation möglich die vorher einfach in der in der form nicht möglich war oder nicht so,

00:41:10.148 --> 00:41:22.983
<v Moritz Klenk>und so weiter also es gab so ganze reihe von entgrenzt phänomen von über diese vermittlungsfähig zugleich aber eben auch eine form von,

00:41:22.996 --> 00:41:28.446
<v Moritz Klenk>die man möglicherweise im sprechen nicht notwendig entwickelt,

00:41:28.500 --> 00:41:31.799
<v Moritz Klenk>nämlich die notwendigkeit sich.

00:41:32.148 --> 00:41:35.103
<v Moritz Klenk>Sich sehr präzise auszudrücken.

00:41:35.248 --> 00:41:44.892
<v Moritz Klenk>Die möglichkeit über jedes wort nachzudenken ganz konkret über jedes wort nachzudenken und in jedem einzelnen wort zu viel gewicht zu geben sowohl überlegt zu schreiben dass man.

00:41:45.860 --> 00:41:49.844
<v Moritz Klenk>Sich viel ballast der sprache des mündlichen,

00:41:49.862 --> 00:42:04.686
<v Moritz Klenk>sparen kann also man schreibt dann verdichteter also poesie ist so ein extremer fall von extrem verdichteter sprache wo jedes wort an jeder stelle wichtig ist es kommt dann auf ferse und und und und rhythmus und klang und so weiter an,

00:42:04.699 --> 00:42:09.271
<v Moritz Klenk>aber auch eben wissenschaftliche texte.

00:42:09.421 --> 00:42:14.367
<v Moritz Klenk>Zeichnet sich ja ja manchmal auch durch gelaber aus also keine frage aber,

00:42:14.391 --> 00:42:23.134
<v Moritz Klenk>oder floskeln und chargon aber sie zeichnet sich eben dann auch im optimalfall dadurch aus dass sie sehr präzise über dinge schreiben,

00:42:23.164 --> 00:42:30.657
<v Moritz Klenk>die die eben wenn sie mündlich verhandelt würden sehr viel aufwendiger sind zu produzieren oder so kann man sich vorstellen

00:42:30.652 --> 00:42:35.633
<v Moritz Klenk>und dann kommt dieser die frage wie du die du jetzt gerade gestellt hast hätten wir überhaupt

00:42:35.531 --> 00:42:48.684
<v Moritz Klenk>schrift entwickelt wenn wir schon vornherein von vornherein sprache aufzeichnen hätten können also mündlich gesprochene sprache aufzeichnen können und dann stellt sich jetzt heute die frage jetzt unter bedingungen dass wir das aufzeichnen können,

00:42:48.697 --> 00:42:51.280
<v Moritz Klenk>lässt sich nicht mit den mit den.

00:42:51.395 --> 00:43:00.162
<v Moritz Klenk>Errungenschaften der schrift also sehr präzise sein zu können sehr sparsam in der verwendung von wörtern und so weiter,

00:43:00.168 --> 00:43:06.766
<v Moritz Klenk>und zugleich dann noch der gewinn der der unabhängigkeit von ort und zeit in einer gewissen weise,

00:43:06.790 --> 00:43:17.648
<v Moritz Klenk>durch diese aufzeichnung möglichkeiten heute eine neue art von sprechen zu entwickeln eine ein ein sprechen dass diese reflexion auch von schrift aufzugreifen vermag.

00:43:17.799 --> 00:43:19.818
<v Moritz Klenk>Selber weiterzuentwickeln.

00:43:20.311 --> 00:43:28.525
<v Moritz Klenk>Also gegebenenfalls also das würde ich sagen ist nämlich meistens so ein gewisser irrtum wenn man übers mündliche sprechen spricht.

00:43:28.808 --> 00:43:32.455
<v Moritz Klenk>Vermeintlich immer so eine ursprünglichkeit darin entdeckt

00:43:32.323 --> 00:43:41.330
<v Moritz Klenk>also das ist sehr viel ursprünglicher als die schrift oder das ist sehr viel menschlicher schon als die als die schrift und so es ist weniger entfremdet oder so

00:43:41.324 --> 00:43:50.368
<v Moritz Klenk>es liegt uns sehr viel näher es ist sehr viel persönlicher oft heißt auch podcast in so ein persönliches medium das möchte ich nicht immer in abrede stellen aber.

00:43:50.759 --> 00:44:01.719
<v Moritz Klenk>Die die die entwicklung vom eines sprechens hin zu einem solchen menschlichen sprechen einem solchen.

00:44:01.941 --> 00:44:13.707
<v Moritz Klenk>Muss in rechnung stellen dass es all diese anderen formen der kommunikationsmöglichkeiten heute auch gibt und dann lassen sie sich ganz neue arten des sprechens auch denken ja so zumindest.

00:44:13.455 --> 00:44:14.770
<v Tim Pritlove>Ja die.

00:44:15.348 --> 00:44:24.740
<v Tim Pritlove>Ja ich denke die medien schließen sich auch nicht gegenseitig außer befruchten sich halt eher also gerade gesagt hast wissenschaftliche schreiben drückt sich halt dadurch aus dass es ja so eine extrem.

00:44:25.130 --> 00:44:28.934
<v Tim Pritlove>Bis hin zu so einer formalen.

00:44:29.042 --> 00:44:33.795
<v Tim Pritlove>Charakter hat ja dass man sozusagen dem dem text schon unmittelbar

00:44:33.753 --> 00:44:42.526
<v Tim Pritlove>genaue regeln wie dann etwas zu sein hat und zu funktionieren und abzulaufen hat entnehmen kann filme noch ein.

00:44:43.026 --> 00:44:51.822
<v Tim Pritlove>Das gipfelt ja im prinzip heutzutage in der programmierung die ja auch ein schreiben ist ja wo man eben versucht.

00:44:52.778 --> 00:44:57.687
<v Tim Pritlove>Brief freundschaft mit einer maschine herzustellen um ihr.

00:44:58.000 --> 00:45:11.538
<v Tim Pritlove>Extrem formal und extrem genau bis hin zur fehlerfrei heit zu vermitteln was sind jetzt zu tun ist das im prinzip so das maximum was ich jetzt gerade sehe aber.

00:45:12.230 --> 00:45:20.401
<v Tim Pritlove>Dann stellt sich eben die frage welche rolle hat jetzt das sprechen du hast ja dann ein projekt aufgenommen.

00:45:21.393 --> 00:45:22.679
<v Tim Pritlove>Mit dem schönen namen.

00:45:23.082 --> 00:45:33.231
<v Tim Pritlove>Pottler was quasi so die idee des logbuch oder des des tagebuchs aufgegriffen hat und das.

00:45:33.664 --> 00:45:38.387
<v Tim Pritlove>Hat es ja schon immer gegeben dass leute so verdickte tier gerät genommen haben

00:45:38.345 --> 00:45:48.218
<v Tim Pritlove>und da so für die nachwelt dokumentiert haben gerade im zuge dieser ganzen impeachment geschichte um donald trump wurde viel auch watergate,

00:45:48.290 --> 00:45:56.534
<v Tim Pritlove>beleuchtet und da gab es ja dann auch so ein mitarbeiter der ängste mitarbeiter von nixen der tatsächlich über seine

00:45:56.390 --> 00:46:05.680
<v Tim Pritlove>komplette zeit immer so ein audio tagebuch mitgeführt hat was dann später auch ausgewertet wurde und wunderbaren einblick in die denkweise und

00:46:05.536 --> 00:46:12.873
<v Tim Pritlove>die gefühlswelt gegeben hat die so schriftlich wahrscheinlich kaum reproduzierbar gewesen wäre.

00:46:13.504 --> 00:46:20.582
<v Tim Pritlove>Warum hast du das pott lack angefangen und was hast du dir dabei gedacht.

00:46:20.481 --> 00:46:27.685
<v Moritz Klenk>Gedacht ja also das war das war ende zweitausendsechzehn da lief noch dino radio-show,

00:46:27.721 --> 00:46:36.699
<v Moritz Klenk>so ein paar andere podcast projekte so onlineseite sozusagen und und nebenher habe ich ja an meiner

00:46:36.567 --> 00:46:38.015
<v Moritz Klenk>promotion gearbeitet

00:46:37.907 --> 00:46:42.203
<v Moritz Klenk>eine wissenschaftliche arbeit die sich mit der also in soziologisch,

00:46:42.257 --> 00:46:47.863
<v Moritz Klenk>wissenschaftliche arbeit die sich mit der frage nach dem begriff von medien

00:46:47.720 --> 00:46:58.608
<v Moritz Klenk>beschäftigt ganz konkret der frage nach wissenschaftlicher und religiöser wahrheit unter bedingungen des internets das war so die arbeit an der ich wissenschaftlich an der universität gearbeitet habe.

00:46:58.909 --> 00:47:03.397
<v Moritz Klenk>Also wie entsteht und konstruiert man wahrheiten unter bedingungen dieser,

00:47:03.439 --> 00:47:07.297
<v Moritz Klenk>vernetzten rechner beispielsweise genau die fragen die wir jetzt schon die ganze zeit.

00:47:07.514 --> 00:47:21.232
<v Moritz Klenk>Wenig überraschend aber die wir die ganze zeit verhandeln das ist der gegenstand diese arbeit und an dem habe ich arbeiten müssen nebenher natürlich noch lehre und so weiter was an universitäten ebenso in im rahmen so einer stelle

00:47:21.148 --> 00:47:26.256
<v Moritz Klenk>die produktionsstelle an der universität so anfällt und dann dachte ich mir dass,

00:47:26.352 --> 00:47:32.313
<v Moritz Klenk>diese podcast leidenschaft ist groß und umfangreich aber sie hält mich in einer gewissen weise ab,

00:47:32.385 --> 00:47:39.506
<v Moritz Klenk>vom wissenschaftlichen arbeiten das kommt mir ständig in die quere ich habe nicht zeit für beides ich muss irgendwie irgendwas muss ich da

00:47:39.428 --> 00:47:42.240
<v Moritz Klenk>ändern ich muss ich ich kann nicht mehr so viel podcast.

00:47:41.940 --> 00:47:53.927
<v Tim Pritlove>Also man muss dazu sagen pott log war ein projekt bei dem du dir vorgenommen hast über die zeitraum eines kompletten jahres an jedem einzelnen kalendertag eine sendung aufzunehmen.

00:47:54.288 --> 00:48:04.726
<v Tim Pritlove>Die dann wenn ich das richtig überblicke irgendwo sowas in einer länge von zehn minuten bis zu auch über eine stunde pro tag war.

00:48:05.417 --> 00:48:16.419
<v Tim Pritlove>Und immer nur du selber mit dir quasi so in einem selbstgespräche es war glaube ich auch der untertitel des.

00:48:17.988 --> 00:48:19.057
<v Tim Pritlove>Also dann.

00:48:18.781 --> 00:48:20.013
<v Moritz Klenk>Ja

00:48:20.187 --> 00:48:30.120
<v Tim Pritlove>Gab es einen offiziellen untertitel am anfang gab's nichts hier ist einfach nur podcast oder du hast ja ich weiß noch ich muss jetzt noch was verraten womit du wahrscheinlich nicht gerechnet hast so.

00:48:31.052 --> 00:48:37.427
<v Tim Pritlove>Ich hatte mitte dieses jahres eine längere.

00:48:37.608 --> 00:48:49.007
<v Tim Pritlove>Autofahrt vor mir wo ich irgendwie zwei tage unterwegs war und ich habe dann wirklich angefangen die vollständige fahrt über zwei tage lang mehr oder weniger.

00:48:49.181 --> 00:48:53.201
<v Tim Pritlove>Hintereinander weg mir anzuhören,

00:48:53.249 --> 00:48:56.854
<v Tim Pritlove>ich bin jetzt nicht bis zum dezember gekommen so.

00:48:57.065 --> 00:49:01.523
<v Tim Pritlove>Obwohl ich in so einem wilden modus war und mir dachte so dass,

00:49:01.571 --> 00:49:07.196
<v Tim Pritlove>das ist jetzt irgendwie durch und das ist irgendwie alles an habe ich natürlich nicht geschafft aber ich

00:49:07.190 --> 00:49:12.466
<v Tim Pritlove>ich bin glaube ich so zumindest durch die ersten drei monate durchgegangen die mich natürlich

00:49:12.430 --> 00:49:17.339
<v Tim Pritlove>besonders interessiert haben weil so ein bisschen verstehen wollte.

00:49:17.959 --> 00:49:30.890
<v Tim Pritlove>Durch welche untiefen du sozusagen dort erstmal marschiert bist weil wir ja wieder jetzt eben schon angedeutet hast im prinzip die ausrichtung dieses podcast dann auch während du es gemacht hast geändert hast.

00:49:31.906 --> 00:49:41.195
<v Tim Pritlove>Wie war das so für dich wie womit hast du angefangen und was was kam dir so in den sinn.

00:49:41.220 --> 00:49:45.420
<v Moritz Klenk>Ja also wie gesagt der der ursprung war eben ich,

00:49:45.474 --> 00:49:48.893
<v Moritz Klenk>nicht mehr so viel podcasten jetzt jeden tag.

00:49:48.659 --> 00:49:50.449
<v Tim Pritlove>Ja gut aber da hast du es ja schon gemacht.

00:49:50.239 --> 00:49:59.072
<v Moritz Klenk>Ja genau aber nein nein nein das war tatsächlich der die vor überlegung war dass ich jetzt nicht mehr so viel podcasten kann weil es mir in meiner arbeit ja genau

00:49:59.060 --> 00:50:06.878
<v Moritz Klenk>das war die überlegung und und und dann war die konsequenz entweder nicht mehr so wie podcast oder halt jeden tag dafür aber,

00:50:06.950 --> 00:50:12.166
<v Moritz Klenk>das für meine arbeit nutzen und das war die ausrichtung also ich wollte es ich

00:50:12.124 --> 00:50:18.842
<v Moritz Klenk>konnte nicht aufhören mit dem podcasten da ich war irgendwie hockt und da wollte ich da wollte ich dran dran bleiben ich wollte auch,

00:50:18.884 --> 00:50:24.550
<v Moritz Klenk>hatte auch das den eindruck da kann man noch sehr viel mehr experimentieren da kann man noch sehr viel mehr machen mit ich habe noch

00:50:24.509 --> 00:50:32.831
<v Moritz Klenk>gar nicht dass alles hören wollen können was ich hören wollte also vielleicht gibt es noch nicht vielleicht muss ich das selber machen ich möchte damit irgendwie weiter arbeiten.

00:50:33.462 --> 00:50:38.059
<v Moritz Klenk>Und es wäre doch gelacht wenn ich das nicht wissenschaftlich nutzen könnte also muss ich das irgendwie

00:50:37.903 --> 00:50:56.453
<v Moritz Klenk>für meine wissenschaftliche arbeit nutzen können und so entstand dann die idee eines denk tagebuchs was wirklich sich sehr konkret mit meiner arbeit beschäftigt also mit dem mit der mit dem schreiben einer dissertation mit dem lernen an universitäten mit dem besuch von konferenzen und den ganzen prozessen die das in irgendeiner form vermitteln jeden tag.

00:50:56.724 --> 00:51:06.085
<v Moritz Klenk>Diese tagesform bot sich an weil sie eine gewisse verpflichtung bereithält also das war so lang der vorsatz fürs neue jahr

00:51:06.050 --> 00:51:09.685
<v Moritz Klenk>ende zweitausendsechzehn nahm ich mir vor das mache ich jetzt jeden tag und

00:51:09.463 --> 00:51:21.697
<v Moritz Klenk>wenn man sich das vornimmt dann muss man das eben durchziehen und da gibt's halt auch keine männer und arme und in dem fall gab's wirklich kein wenn und aber also wenn man dann so ein bisschen reingerutscht ist dann denkt man sich so jetzt gebe ich auch nicht auf das denkt man sich zwar schon mitte januar.

00:51:21.811 --> 00:51:31.618
<v Moritz Klenk>Und dann kommen halt noch so ein paar monate aber ja man kann das halt trotzdem durchziehen und heißt dass es an manchen tagen eben nur fünf minuten sind wo ich sage ich habe heute wirklich keine zeit,

00:51:31.697 --> 00:51:40.511
<v Moritz Klenk>nichts zu sagen und dann an anderen tagen eben eineinhalb stunden oder so und im schnitt sind jetzt glaube ich sowas wie vierundzwanzig minuten pro tag.

00:51:40.836 --> 00:51:46.923
<v Moritz Klenk>Wenn man es jetzt oder hundertvierundvierzig stunden genau und.

00:51:47.260 --> 00:51:56.429
<v Moritz Klenk>Das hinterher das nur fun fact also ich habe das transkribieren lassen von google sind so dreitausendsechshundert zeiten.

00:51:56.875 --> 00:51:57.763
<v Moritz Klenk>Also kann man.

00:51:57.914 --> 00:52:10.232
<v Moritz Klenk>Eine menge mitmachen also es ist eine menge an material und aber wichtig war mir tatsächlich dass das für meine arbeit genutzt ist also dass ich das dass ich das als werkzeug sofort verwenden kann

00:52:10.209 --> 00:52:20.147
<v Moritz Klenk>und dann muss man sehen was dabei passiert ja also ich wusste nur die themen die kommen durch meine arbeit ja da muss ich nicht suchen

00:52:20.136 --> 00:52:23.434
<v Moritz Klenk>ich habe jeden tag muss ich arbeiten und jeden tag kann ich darüber sprechen

00:52:23.375 --> 00:52:31.336
<v Moritz Klenk>ich lese texte ich spreche darüber ich schreibe darüber und darüber kann ich nochmal nachdenken für für mich mit mir selber zu beginn dachte ich auch.

00:52:31.559 --> 00:52:43.955
<v Moritz Klenk>Die formatvielfalt noch sehr viel bunter vielleicht kann ich auch mal schnipsel bauen vielleicht kann ich mal mit jemandem ein interview aufnehmen ich war da gar nicht festgelegt aber innerhalb von den ersten wochen tatsächlich

00:52:43.823 --> 00:52:47.819
<v Moritz Klenk>begann das für mich schon so ein ganz interessante eigendynamik zu entwickeln

00:52:47.741 --> 00:52:55.799
<v Moritz Klenk>dass man plötzlich feststellt man ist mit sich in einem gesprächs zusammenhang aus dem man so leicht nicht mehr rauskommt und auch gar nicht will weil das fasziniert

00:52:55.691 --> 00:52:58.058
<v Moritz Klenk>also man spricht mit sich jeden tag

00:52:57.957 --> 00:53:06.159
<v Moritz Klenk>und man verspricht so wie wir jetzt sprechen miteinander aber mit sich selbst nämlich vermittelt über ein mikrofon und und kopfhörer

00:53:06.069 --> 00:53:11.549
<v Moritz Klenk>man hört seine eigene stimme man spricht mit sich auf eine art und weise wie man normalerweise nur mit anderen spricht,

00:53:11.651 --> 00:53:16.867
<v Moritz Klenk>nur noch sehr viel besser man hört sich sehr viel klarer man spricht sehr viel ruhiger man hat sehr viel mehr zeit.

00:53:17.036 --> 00:53:30.754
<v Moritz Klenk>Und so weiter und so fort also man spricht in einer art und weise mit sich die einen selber irritiert als als gesprächs zusammenhang so eine gewisse eigene logik entwickelt und das ist unendlich faszinierend gewesen also gleich am anfang.

00:53:30.490 --> 00:53:34.870
<v Tim Pritlove>Es gibt ja viele leute auch wenn ich.

00:53:35.423 --> 00:53:45.253
<v Tim Pritlove>Ich denke dass immer nur so ein vorübergehendes phänomen aber das wirst du auch schon gehört haben sollten wenn man die versucht so ein bisschen podcasting heranzubringen oder nur an den gedanken zu gewöhnen sie könnten mal in einem podcast mitmachen.

00:53:46.444 --> 00:53:49.887
<v Tim Pritlove>Dann kommen so sätze wie ich habe probleme meine eigene stimme zu hören.

00:53:51.083 --> 00:54:06.063
<v Tim Pritlove>Und ich hab mich mal gefragt warum denn das eigentlich so ist weil es mir persönlich eigentlich so noch nie ging vielleicht hat das damit zu tun dass ich so ein egozentrische typ bin aber.

00:54:06.364 --> 00:54:15.239
<v Tim Pritlove>Es ist wahrscheinlich auch ein bisschen angst sich selbst an sich ranzulassen sondern eine eine fell vergegenwärtigen des.

00:54:15.378 --> 00:54:22.318
<v Tim Pritlove>Das selbst die durch die stimme irgendwie nochmal sehr viel intensiver ist als wenn man was was ich sein eigenes geschriebenes lesen würde oder so.

00:54:22.174 --> 00:54:32.599
<v Moritz Klenk>Ja ich würde sagen das sind also mindestens zwei phänomene die da interessant sind das eine ist natürlich dass man mit sich selbst in einen kontakt tritt der einem möglichst,

00:54:32.683 --> 00:54:41.084
<v Moritz Klenk>möglicherweise sehr viel näher ist als einem lieb ist man möchte mit sich gar nicht so viel zu tun haben dass man möglicherweise aber auch

00:54:40.952 --> 00:54:44.359
<v Moritz Klenk>ist es natürlich diese dieser fremdheit effekt

00:54:44.161 --> 00:54:57.909
<v Moritz Klenk>die eigene stimme so zu hören wie man sie nun sonst nicht hört über kopfhörer hört man sie ja eben nicht über die knochen und den schädel vermittelt und deswegen sehr viel basslastige und so weiter also das kennt man ja alles mittlerweile aber also man hört sich,

00:54:57.928 --> 00:55:06.184
<v Moritz Klenk>in einer art und weise die sehr viel ähnlicher dem es wie andere menschen einhören müssen weiß man auch nicht genau weil jedes hoher ist anders und und so weiter.

00:55:06.587 --> 00:55:15.822
<v Moritz Klenk>Dass man davon einmal abgesehen hört man sich aber in einer gewissen form verfremdet man hört sich als wäre man nicht man selbst

00:55:15.744 --> 00:55:27.324
<v Moritz Klenk>man hört sich eben nicht wie man sich beim sprechen hört sondern man hat sich anders man gerät so eine minimale distanz die man gar nicht so richtig in worte fassen kann die man aber sehr gut hört

00:55:27.234 --> 00:55:31.645
<v Moritz Klenk>plötzlich zwischen sich und sich und dann wird man sich selbst zu sagen,

00:55:31.722 --> 00:55:35.610
<v Moritz Klenk>technisch vermittelt in diesem sinnlichen

00:55:35.562 --> 00:55:44.798
<v Moritz Klenk>erfahrungsgemäß zusammenhang wird man sich plötzlich fremd und dieses fremdheit moment damit glaube ich haben sehr viele probleme,

00:55:44.852 --> 00:55:48.139
<v Moritz Klenk>ganz einfach gesagt drückt das sich dann immer da durchaus ich,

00:55:48.205 --> 00:55:52.772
<v Moritz Klenk>ich mag meine stimme nicht wie die klingt ich höre die nicht gern oder was du halt auch gerade gesagt hast,

00:55:52.802 --> 00:56:02.309
<v Moritz Klenk>aber ich glaube was dahinter so ein bisschen lauert ist auch diese diese plötzliche unruhe die entsteht wenn man sich selbst in dieser form fremd ist,

00:56:02.399 --> 00:56:08.973
<v Moritz Klenk>wenn man sich so fremd wahrnimmt und diese wahrnehmung dimension ist aber wirklich sehr wichtig für die frage nach der.

00:56:09.081 --> 00:56:12.957
<v Moritz Klenk>Nach der gesprächspartner oder nach der dynamik überhaupt in einem solchen gespräch.

00:56:13.209 --> 00:56:19.627
<v Tim Pritlove>Auch weil man sich ja auch dann so hört wie andere einhören hier moment der wahrheit in gewisser hinsicht auch.

00:56:19.615 --> 00:56:31.218
<v Moritz Klenk>Genau und ja also in in meiner beschäftigung mit dem mit diesem täglichen selbstgesprächen dann entstehen natürlich ganz viele fragen die sich daran anschließen etwa,

00:56:31.224 --> 00:56:37.041
<v Moritz Klenk>etwas fragen nach nach dem nach der form eines gesprächs

00:56:36.963 --> 00:56:46.355
<v Moritz Klenk>nach der nach der geschichte von gespräch zusammenhängen über viele tage hinweg wie wir vorhin schon gesagt haben also es lässt sich zwar aufzeichnen jetzt.

00:56:46.493 --> 00:56:54.064
<v Moritz Klenk>Aber das heißt doch nicht dass ich das alles noch mal alles mir hundertmal anhöre sondern was ich vor tagen gesprochen habe,

00:56:54.065 --> 00:56:57.255
<v Moritz Klenk>das mag noch mehr in erinnerung sein oder auch nicht

00:56:57.148 --> 00:57:05.512
<v Moritz Klenk>halt schon längst wieder irgendwie rausgefallen durch anderes ersetzt durch andere aktualitätsgrad irgendwelche anderen relevanten und so verdrängt worden sein aber wie

00:57:05.386 --> 00:57:17.211
<v Moritz Klenk>wie schaffe ich da so einen zusammenhang herzustellen und wie wie wie erzeuge ich den im gespräch wie greife ich immer wieder fäden auf und so weiter also das zu entwickeln als format als gesprächs zusammenhang

00:57:17.182 --> 00:57:19.513
<v Moritz Klenk>und als format das war so

00:57:19.369 --> 00:57:29.789
<v Moritz Klenk>dass man dann so die fragen die dabei entstanden sind in der reflexion dieser methode dessen was mache ich da eigentlich ja also in diesem darüber nachdenken was mache ich da eigentlich

00:57:29.651 --> 00:57:32.643
<v Moritz Klenk>und das fällt mir jetzt deswegen ein weil,

00:57:32.691 --> 00:57:37.066
<v Moritz Klenk>weil das so als als reflexionsfrage bewegung dieses tuns

00:57:36.934 --> 00:57:50.135
<v Moritz Klenk>als dieses werkzeug ja so wie jeder bastler und jede bastler drin das auch sieht man baut sich irgendetwas und man denkt darüber nach wie baue ich das warum baue ich das wozu eigentlich manchmal weiß man's gar nicht vorher so genau.

00:57:50.280 --> 00:57:51.608
<v Moritz Klenk>Man baut das trotzdem.

00:57:52.209 --> 00:58:05.476
<v Moritz Klenk>Und dann entsteht dabei etwas daraus genau und eine solche logik entsteht eben auch ganz besonders in diesem format des sprechens in dem format nicht nur des sprechens sondern auch das gespräch

00:58:05.435 --> 00:58:12.543
<v Moritz Klenk>und man hört sich wie wie man einen anderen hört und das führt dann zu sofern momenten wie dass man sich auch irritiert.

00:58:12.916 --> 00:58:17.549
<v Moritz Klenk>An der eigenen stimme man stolpert über worte die man jetzt das erste mal,

00:58:17.573 --> 00:58:31.423
<v Moritz Klenk>hört man hört sich immer auch wenn man also sagen ohne kopfhörer vermittelt mit sich selbst sprechen würde aber man hört sich nochmal ganz anders so ein bisschen verfremdet eben und dann stolpert man über begriffe die man gewohnt ist zu verwenden,

00:58:31.514 --> 00:58:35.360
<v Moritz Klenk>und plötzlich gerät man ins zweifeln und man stockt und man zögert

00:58:35.264 --> 00:58:49.090
<v Moritz Klenk>man stottert oder stammbild und so weiter und all das verändert tatsächlich dann diese form des nachdenkens und und und schaltet sozusagen so verschiedene reflexion momente ein die wissenschaftlich jetzt

00:58:49.055 --> 00:58:56.523
<v Moritz Klenk>wieder bedacht wünschenswerte effekte sind man denkt darüber anders nach und und

00:58:56.410 --> 00:59:00.820
<v Moritz Klenk>über solche phänomene im sprechen selber mit nachzudenken die mitzuführen,

00:59:00.862 --> 00:59:09.641
<v Moritz Klenk>in der täglichen arbeit in dieser auseinandersetzung mit dem medium mit dem podcasten mit dem sprechen aber eben mit den ganz konkreten an den ganz konkreten fragen

00:59:09.521 --> 00:59:12.453
<v Moritz Klenk>meiner wissenschaftlichen arbeit und so das war's.

00:59:12.171 --> 00:59:18.427
<v Tim Pritlove>Dass mir beim zuhören auch aufgefallen und und und ich muss sagen auch dass das zuhören bei einem,

00:59:18.517 --> 00:59:24.928
<v Tim Pritlove>offensichtlich ein selbstgespräche hat nochmal so eine ganz andere dimension aufgemacht weil

00:59:24.749 --> 00:59:37.511
<v Tim Pritlove>weil man ja sozusagen also podcast ja nun schon gedacht hast und wie ich auch schon eine trommel die seit seit jahren auch trommler so dieser persönliche oder persönlichste form der kommunikation

00:59:37.296 --> 00:59:47.192
<v Tim Pritlove>die podcast meiner meinung nach halt nach wie vor sind das hat er dann im prinzip auf die spitze getrieben dadurch weil persönlicher als mit sich selber zu reden geht's ja dann irgendwie auch fast gar nicht mehr.

00:59:47.926 --> 00:59:53.520
<v Tim Pritlove>Und jetzt hast du das wort reflexion benutzt.

00:59:54.415 --> 01:00:02.209
<v Tim Pritlove>Mir würde auch noch rückkopplung einfallen so im positiven sinne ja also man hört sich selber.

01:00:02.882 --> 01:00:08.735
<v Tim Pritlove>Zu also man hört sich dir sonst immer aber man hört sich halt nicht immer zu.

01:00:09.047 --> 01:00:23.156
<v Tim Pritlove>Und und die form gewählt hast war sozusagen ein ein aktives selbst zuhören man das dass man jedes wort oder jeden satz eine formulierung während man sie spricht im prinzip auch zwangshaft.

01:00:23.541 --> 01:00:27.531
<v Tim Pritlove>Zwangsweise zuhört.

01:00:28.523 --> 01:00:32.530
<v Tim Pritlove>Wahrnimmt nochmal auseinander konstruiert also das was das hirn,

01:00:32.572 --> 01:00:37.338
<v Tim Pritlove>mal so aus dem affekt heraus zusammengebaut hat

01:00:37.194 --> 01:00:41.346
<v Tim Pritlove>wird sofort wieder dis assembliert wird auseinander genommen.

01:00:41.496 --> 01:00:44.747
<v Tim Pritlove>Man versucht sich selbst zu verstehen stellt fest.

01:00:45.174 --> 01:00:55.780
<v Tim Pritlove>Das macht überhaupt gar keinen sinn was ja jetzt gerade sagt er oder das trifft es nicht so genau das war eigentlich gar nicht das was ich sagen wollte was ja auch nochmal schön klar macht dass.

01:00:56.429 --> 01:01:05.953
<v Tim Pritlove>Auch das reden jetzt auch nur der versuch ist erst mal was ganz anderes abzubilden was irgendwie noch tiefer in einem drin ist also der gedanke.

01:01:06.735 --> 01:01:15.693
<v Tim Pritlove>Ist da aber man muss ihn erstmal zu fassen kriegen so versucht den gedanken wirklich zu fassen.

01:01:16.150 --> 01:01:21.342
<v Tim Pritlove>Durch sprache spricht es aus ließ diese sprache wieder ein.

01:01:22.388 --> 01:01:26.246
<v Tim Pritlove>Dadurch vergleicht es sich mit dem was man im kopf hat man stellt fest.

01:01:27.039 --> 01:01:34.544
<v Tim Pritlove>Da ist jetzt eine gewisse dissonanz auch schönes wort in dem zusammenhang auch der ton ja mit drin steckt.

01:01:34.947 --> 01:01:38.847
<v Tim Pritlove>Das kriegt man mit und man korrigiert sich um ein verfeinert sich.

01:01:39.562 --> 01:01:46.334
<v Tim Pritlove>Das war die eine ebene und die unmittelbare ebene die andere ebene die bei dir da der reflexion noch mit drin war war dass du dann.

01:01:46.815 --> 01:01:53.527
<v Tim Pritlove>Angefangen hat das war am an also wie gesagt ich habe nur die ersten drei monate gehört ich habe dann streckenweise hier und da auch später nochmal reingehört.

01:01:56.580 --> 01:02:07.023
<v Tim Pritlove>Dass du am anfang die ganze zeit über ja auch kommentare bekommen hast weil leute zugehört haben was kennst du überhaupt jemand der das ganze gehört hat gab es menschen die wirklich alles gehört haben.

01:02:04.440 --> 01:02:09.511
<v Moritz Klenk>Ja es gibt so ein paar ja genau.

01:02:09.211 --> 01:02:15.424
<v Tim Pritlove>So und die haben dann vermutlich auch viel kommentiert und das war am anfang auch versucht diese kommentare

01:02:15.382 --> 01:02:28.163
<v Tim Pritlove>und die kritik an dem was du gesagt hast was du dir eigentlich nur zu dir gesagt hast ja aber was natürlich für alle dann quasi so eine aussage war auch noch wieder mit einzubauen wie du dann damit gehadert hast und dass du dieses kann ja so nicht sehen und es.

01:02:28.524 --> 01:02:36.882
<v Tim Pritlove>Geht es mir auch irgendwie gar nicht geht ja sowieso was ganz anderes also man musste die ganze zeit über verschiedene ebenen und metaebene hin und her hangeln.

01:02:37.002 --> 01:02:41.960
<v Tim Pritlove>Allein um dem gespräch und dem gedanken dann noch folgen zu fand ich irgendwie.

01:02:42.116 --> 01:02:43.180
<v Tim Pritlove>Faszinierend.

01:02:43.264 --> 01:02:48.840
<v Moritz Klenk>Ja also die die frage wie das wie das ganz praktisch geht das ist,

01:02:48.925 --> 01:02:54.867
<v Moritz Klenk>war für mich auch die faszinierende frage weil eben ich habe mir die,

01:02:54.874 --> 01:03:02.613
<v Moritz Klenk>also experimentell sondern wenn man das als ich hab das hinterher dann experimental system genannt.

01:03:03.100 --> 01:03:13.808
<v Moritz Klenk>Wenn man das also als experimental system als experimentelle anordnung in so einem ganz streng wissenschaftlichen sinne begreift dieses dieses selbstgespräche format dieses projekt im ganzen

01:03:13.586 --> 01:03:20.466
<v Moritz Klenk>dann kann man das ja nochmal auf verschiedenen ebenen beschreiben also meine meine routine zu sagen meine tägliche

01:03:20.322 --> 01:03:29.666
<v Moritz Klenk>routine der des des selbstgespräche die begann ja tatsächlich also ohne vorbereitung ja ich habe mich einfach hingesetzt rechner war an

01:03:29.546 --> 01:03:36.480
<v Moritz Klenk>er ist immer an und dann und dann aufgenommen und im im nächsten moment.

01:03:37.922 --> 01:03:41.564
<v Moritz Klenk>Mich selbst dabei überrascht jetzt über etwas sprechen zu müssen

01:03:41.558 --> 01:03:53.191
<v Moritz Klenk>ich wusste natürlich woran ich den ganzen tag schon rum denke und was was mich beschäftigt und so weiter also wie du sagst es sind so gedanken mit denen man sich herumschlägt aber

01:03:53.041 --> 01:04:02.403
<v Moritz Klenk>im im sprechen selber entwickelt sich eine gewisse notwendigkeit etwas auszudrücken die vorher in der form vielleicht gar nicht bestanden hatte und da würde ich auch.

01:04:02.950 --> 01:04:12.649
<v Moritz Klenk>Ein haken und so ein bisschen widersprechen nicht alles ist notwendig als gedanke schon vor formuliert irgendwo tief drin und noch viel weniger im gehirn aber.

01:04:12.349 --> 01:04:15.671
<v Tim Pritlove>Ich habe nicht gesagt dass es vor formuliert ich habe nur gesagt er ist da.

01:04:15.419 --> 01:04:21.542
<v Moritz Klenk>Genau aber solange die vorstellung dass etwas sehr viel tiefer und da ist also da ist irgendwas da sein.

01:04:21.242 --> 01:04:27.010
<v Tim Pritlove>Es wird vielleicht auch erst in dem moment wo man versucht drüber zu sprechen so aber es,

01:04:27.047 --> 01:04:33.290
<v Tim Pritlove>es ist schon irgendein ist es ist es so ein so ein bisschen so schrödingers katze mäßig ja also es ist es lebt,

01:04:33.392 --> 01:04:35.387
<v Tim Pritlove>noch nicht es ist aber auch nicht tot

01:04:35.249 --> 01:04:40.387
<v Tim Pritlove>und es wird irgendwie erst in dem moment wo ich versuche es zu beschreiben wo ich versuche den ganzen natur zu geben,

01:04:40.477 --> 01:04:45.398
<v Tim Pritlove>dessen fassbar zu werden in dem moment entscheidet sich sozusagen was es wirklich ist.

01:04:45.284 --> 01:04:51.605
<v Moritz Klenk>Und man kann das hören ja also genau was da auch immer vorher da war.

01:04:51.864 --> 01:04:59.087
<v Moritz Klenk>In dem moment indem ich darüber spreche wird es ein gesprochener gedanke oder entstehen diese gespräche gesprochenen gedanken

01:04:59.015 --> 01:05:05.991
<v Moritz Klenk>und und sie entstehen im sprechen selber diese diese erkenntnis formuliert sich im sprechen selber aber sie

01:05:05.829 --> 01:05:19.319
<v Moritz Klenk>man muss das eben durchführen also man kann das nicht man kann es nicht hinterher nur zusammenfassen sozusagen jetzt gebe ich noch kurz zu protokoll was ich die ganze zeit gedacht habe sondern es entwickelt sich eben im gespräch also in diesem ringen um das.

01:05:19.422 --> 01:05:22.462
<v Moritz Klenk>Darstellen in sprache und zwar gesprochene sprache

01:05:22.457 --> 01:05:30.436
<v Moritz Klenk>das heißt also in der sprache die ein klang hat die irritiert weil sie so klingt und nicht anders und weil sie deutsch ist und nicht englisch oder

01:05:30.352 --> 01:05:37.527
<v Moritz Klenk>ich habe auch an einigen stellen über englische sprache nachgedacht beispielsweise es gab so ein paar momente in denen,

01:05:37.593 --> 01:05:44.533
<v Moritz Klenk>englische sprache ein auch irritiert hat ich war zu der zeit auch einmal zwei wochen in new york und ab da so ein paar sachen.

01:05:44.822 --> 01:05:54.562
<v Moritz Klenk>Das heißt auf der straße aufgegriffen oder sonst wie gehört und es gibt so ein paar momente formulierungen die einen plötzlich irritieren und so weiter aber wie man dann ganz praktisch den zusammenhang,

01:05:54.581 --> 01:06:00.788
<v Moritz Klenk>hält in einem solchen gespräch über ein ganzes jahr lang wie sich themen entwickeln aber wie man daran

01:06:00.698 --> 01:06:05.187
<v Moritz Klenk>auch diese methode selber entwickelt ohne ständig immer wieder von neuem mann zu fangen

01:06:05.037 --> 01:06:15.864
<v Moritz Klenk>das ist das entscheidende und die routine und das war das was ich gerade noch hab einführen wollen die routine ist was mir so ein bisschen diese struktur gegeben hat an diesen fragen arbeiten zu können.

01:06:16.478 --> 01:06:20.401
<v Moritz Klenk>Ich habe mich hingesetzt ohne vorbereitung angefangen zu sprechen ich habe das aufgenommen

01:06:20.348 --> 01:06:30.304
<v Moritz Klenk>und hinterher nur ganz ganz sporadisch nach sagen störgeräusche wenn irgendwas gekippt hat oder so nachbearbeitet und die rausgeschnitten,

01:06:30.395 --> 01:06:41.199
<v Moritz Klenk>wenn ich gewusst habe oder sowas das rausgeschnitten sonst das ganze bearbeitet gelassen aber beim durchhören nochmal sagen mich gehört daraufhin.

01:06:41.301 --> 01:06:43.615
<v Moritz Klenk>Nach der postproduktion

01:06:43.579 --> 01:06:58.144
<v Moritz Klenk>eine kleine beschreibung geschrieben für die website damit ich so eine folgenbeschreibung hab die nochmal so eine ganz eigene art von zugang darstellt zu so einem gespräch dass man gerade eben hatte das ist wie wenn man eben ein gespräch mit irgendjemandem hätte und

01:06:58.019 --> 01:07:02.087
<v Moritz Klenk>immer kurz hinterher ein kleiner wie so ein kleines.

01:07:02.339 --> 01:07:06.244
<v Moritz Klenk>Episoden cover beschreiben müsste und schreiben sie

01:07:06.155 --> 01:07:11.707
<v Moritz Klenk>worum ging es eigentlich gerade und dann findet man formulierungen die man möglicherweise gerade entdeckt hatte

01:07:11.701 --> 01:07:24.061
<v Moritz Klenk>greift die auf und schreibt darüber und dieses jahr kleine text hat so eine so ein eigenen charme auch der hat so eine ganz eigene form die ist irgendwie geschlossener und zugleich steht sie für etwas was er überhaupt nicht ausdrücken vermag und so

01:07:23.924 --> 01:07:36.194
<v Moritz Klenk>es sind doch noch eine andere zugang zu diesem gespräch gerade und dann habe ich noch immer ein ein bild ausgewählt was ich an dem tag fotografiert hatte oder also mit meinem smartphone oder einen screenshot oder sonstwas als episoden cover

01:07:36.182 --> 01:07:43.002
<v Moritz Klenk>das dann hochgeladen und in diesen schlaufen er also in diesen in diesen bewegung von dem von der aufnahme.

01:07:43.117 --> 01:07:47.912
<v Moritz Klenk>Postproduktion beschreibung bild hochladen fertig abgelegt.

01:07:48.482 --> 01:07:52.689
<v Moritz Klenk>Nimmt dieses gespräch nochmal so wendungen auf,

01:07:52.737 --> 01:08:00.633
<v Moritz Klenk>die die das ja die so eine eigene routinen noch darstellen die dann sich in dieses gespräch mit einklinkt.

01:08:01.661 --> 01:08:08.565
<v Tim Pritlove>Das heißt du hast jede folge nicht nur eingesprochen sondern auch nochmal abgehört komplett vollständig.

01:08:08.565 --> 01:08:14.574
<v Moritz Klenk>Also ich habe so störgeräusche kann man ja dann an der spur sehen wo es wo es clip.

01:08:14.274 --> 01:08:16.539
<v Tim Pritlove>Du hast nicht konsequent nochmal alles gehört.

01:08:16.239 --> 01:08:20.198
<v Moritz Klenk>Aber schon fast also ja schon fast durchgehört

01:08:20.042 --> 01:08:23.786
<v Moritz Klenk>also manches habe ich auch mit kapiteln versehen beispielsweise manche folgen,

01:08:23.882 --> 01:08:37.156
<v Moritz Klenk>immer wenn ich zum beispiel texte gelesen habe an manchen tagen ist mir nicht wahnsinnig viel eingefallen oder aber mir ist ein text in meiner wissenschaftlichen arbeit irgendwo begegnet wie das einem ja manchmal passiert wenn man so kulturwissenschaftler ist

01:08:36.988 --> 01:08:42.095
<v Moritz Klenk>beginnt am texte und findet man interessant und dann habe ich die vorgelesen also dann hab ich habe

01:08:42.000 --> 01:08:50.130
<v Moritz Klenk>oft texte vorgelesen und dann darüber gleich im anschluss über diesen ausschnitt mit mir ins gespräch gekommen

01:08:49.986 --> 01:09:00.267
<v Moritz Klenk>ja ich hab den text eingelesen und bin dann ins gespräch gekommen über diesen text und habe darüber nachgedacht und das nochmal eine ganz andere form auch des lesens wenn man also direkt.

01:09:00.664 --> 01:09:09.713
<v Moritz Klenk>Zu einem direkt im anschluss mit sich selbst darüber nochmal ins gespräch gerät und das mit kapitel marken zu versehen dazu ist es halt wichtig dass du,

01:09:09.738 --> 01:09:10.999
<v Moritz Klenk>dass du jetzt nochmal anhörst.

01:09:10.867 --> 01:09:13.222
<v Tim Pritlove>Was wir in allen folgen alleine komplett.

01:09:13.679 --> 01:09:18.150
<v Tim Pritlove>Es ist nicht irgendwie noch variiert mit irgendwelchen gästen oder sowas.

01:09:17.850 --> 01:09:24.057
<v Moritz Klenk>Nee ich habe nie variiert das war tatsächlich ich war ich war nicht immer alleine ich habe oft auch zum beispiel

01:09:23.919 --> 01:09:28.287
<v Moritz Klenk>unter menschen mein selbstgespräche geführt aber dann zumindest geschützt

01:09:28.221 --> 01:09:41.357
<v Moritz Klenk>durch kopfhörer und mikrofon also auf konferenzen im zug toiletten und so weiter also unmöglichsten situationen aber es musste ja passieren irgendwann an diesem tag musste das passieren und das ging halt an manchmal nicht anders.

01:09:41.465 --> 01:09:47.979
<v Moritz Klenk>Und ich habe es nicht immer vor zwölf uhr nachts hochladen können es gab manchmal technische probleme dann

01:09:47.775 --> 01:09:52.738
<v Moritz Klenk>habe ich es zwölf uhr nachts war so ohnehin nicht die deadline sondern die deadline bevor ich ins bett gehe.

01:09:53.093 --> 01:10:07.520
<v Moritz Klenk>Also wenn ich um ein uhr ins bett gegangen bin dann ist der tag endete halt um ein uhr dann am nächsten tag aber das egal der der tageszusammenfassung ist dadurch gewährleistet weil der tag ist eben die zeit in der ich wach bin zumindest mein verständnis dafür mein arbeitssuche.

01:10:07.250 --> 01:10:11.642
<v Tim Pritlove>Was hat dich denn am meisten überrascht jetzt.

01:10:12.364 --> 01:10:26.461
<v Tim Pritlove>Während du das gemacht hast und während du so über die zeit dein format gefunden hast dein modus gefunden hast und vielleicht auch herausgefunden hast was nicht machen willst.

01:10:26.810 --> 01:10:30.139
<v Tim Pritlove>Was gut funktioniert was was waren denn so deine.

01:10:31.082 --> 01:10:35.415
<v Tim Pritlove>Erkenntnisse entdeckung du gemacht hast.

01:10:35.685 --> 01:10:40.606
<v Tim Pritlove>Man könnte ja sagen okay wisst ihr dann selber zu hören bis darüber nachdenken das kann man,

01:10:40.619 --> 01:10:54.301
<v Tim Pritlove>war vorher irgendwie klar irgendwie aber wenn man's dann tut ist es ja dann doch meistens noch mal was anderes und manches wirkt vielleicht stärker und hat andere auswirkungen als das was man so erwartet hat.

01:10:54.301 --> 01:11:00.292
<v Moritz Klenk>Also es gibt natürlich sehr sehr viele entdeckungen die ich

01:11:00.190 --> 01:11:13.884
<v Moritz Klenk>in diesem sprechen mir über meinen tage erarbeitet habe also über die dinge an denen ich an den fragen an denen ich gearbeitet habe dinge die ich zum beispiel über den medienbegriff gelernt hatte über die ich,

01:11:13.915 --> 01:11:21.829
<v Moritz Klenk>in diesem sprechen hab nachdenken können also dinge die dann eingeflossen sind in texte die ich geschrieben habe in vorträge die ich gehalten,

01:11:21.889 --> 01:11:35.090
<v Moritz Klenk>und so weiter also so ganz konkrete erzeugnisse des wissenschaftlichen arbeitens wie sie ebenso anfallen wenn man an fragen arbeitet etwa zu metaphern theoretischen überlegungen im anschuss anhand blumenberg

01:11:35.007 --> 01:11:44.026
<v Moritz Klenk>medien begriffliche fragen und so weiter an denen ich gearbeitet habe so das sind so eigentlich ernstzunehmender wissenschaftlichen gegenstände,

01:11:44.087 --> 01:11:45.233
<v Moritz Klenk>zugleich aber habe ich,

01:11:45.330 --> 01:11:54.776
<v Moritz Klenk>endlich viel über diese arbeitsform selber gelernt also über dieses experimentelle setting indem diese arbeit dann sich hat vollziehen können.

01:11:54.890 --> 01:11:55.611
<v Moritz Klenk>Das ist,

01:11:55.648 --> 01:12:07.641
<v Moritz Klenk>das setting des gesprächs also das sprechens mit sich selbst dieses selbst gespräch und zwar nicht als selbstgespräche im sinne von ich weiß sonst nichts zu tun oder so als zeitvertreib oder es ist eine gängige menschliche praxis.

01:12:07.942 --> 01:12:16.415
<v Moritz Klenk>Man spricht miteinander und auch eben mit sich selbst sondern als strenges wissenschaftliches instrument für erkenntnis für

01:12:16.391 --> 01:12:26.060
<v Moritz Klenk>für wissenschaftlich strenge erkenntnis also gerade dieses strenge was vermeintlich sonst immer dem text ganz spezifisch zukommt als kriterium

01:12:26.030 --> 01:12:37.110
<v Moritz Klenk>nur der text ist streng deswegen wir sprechen auf konferenzen miteinander weil das zählt jetzt nicht so viel wie den aufsatz worüber man so gebrütet hat indem man umformuliert hat und geschraubt und so weiter

01:12:37.032 --> 01:12:45.619
<v Moritz Klenk>zugleich aber diese stränge auch im sprechen selber zu entwickeln weil eben das sprechen beispielsweise anders als das schreiben ein ständig mit dem.

01:12:45.763 --> 01:12:47.770
<v Moritz Klenk>Mit dem gesprochenen,

01:12:47.789 --> 01:12:54.993
<v Moritz Klenk>wieder konfrontiert und man stolpert man irritiert sich man entwickelt mein ring um diese worte und dieses ringen diese auseinandersetzung.

01:12:55.168 --> 01:12:59.361
<v Moritz Klenk>Das ist etwas was zu vielem experimenteller.

01:13:00.035 --> 01:13:07.984
<v Moritz Klenk>Wissenschaftlichen arbeiten dann in den texten in den sogenannten produkten erzeugnissen wissenschaftliche arbeit vollkommen fehlt

01:13:07.949 --> 01:13:21.998
<v Moritz Klenk>und dann heißt es aber zugleich wissenschaftliche erkenntnis muss transparent sein also wie komme ich zu den dass es die aufgabe schlechthin von wissenschaftlerinnen und wissenschaftlern dass sie transparent darstellen können wie sie zu diesen erkenntnissen gelangt sind,

01:13:22.010 --> 01:13:25.633
<v Moritz Klenk>und das fehlt aber vielen texten völlig,

01:13:25.718 --> 01:13:29.155
<v Moritz Klenk>da steht nicht drin ich habe mit meiner kollegin gesprochen und,

01:13:29.221 --> 01:13:36.516
<v Moritz Klenk>beim mittagessen kamen wir auf die idee das ist ja großartig und jetzt schreibe ich das auf das steht da nicht drin sondern da steht folgende erkenntnis,

01:13:36.589 --> 01:13:45.908
<v Moritz Klenk>doppelpunkt und dann oder lehrer tour hinweis xy dass die kollegin einem gesagt hat schau mal in dem buch nach.

01:13:46.756 --> 01:13:49.874
<v Moritz Klenk>Geht natürlich auch davon aus es tut nichts zur sache.

01:13:49.736 --> 01:13:51.346
<v Tim Pritlove>Ja ja ist nicht relevant.

01:13:51.052 --> 01:13:55.409
<v Moritz Klenk>Ist nicht relevant aber das halt quatsch das ist quatsch und das lässt sich zeigen.

01:13:55.799 --> 01:14:00.990
<v Moritz Klenk>Das quatsch ist weil weil wie diese erkenntnis zustande kommt.

01:14:01.340 --> 01:14:15.479
<v Moritz Klenk>Nicht beliebig für die erkenntnis selber die form der erkenntnis selber ist in dieser durchführung selbst vermittelt und diese transparenz ist nicht einfach nur nette idee die wir wissenschaftlerinnen und wissenschaftler von uns selber fordern.

01:14:15.599 --> 01:14:22.100
<v Moritz Klenk>Sondern die ist bedingungen dafür dass wir das als verlässliche wissenschaftliche erkenntnis begreifen können,

01:14:22.179 --> 01:14:30.357
<v Moritz Klenk>diese transparenz wie man dahin gekommen ist und ich würde sagen also so von von so 'ner ganz einfachen transparenz forderung aus lässt sich schon.

01:14:31.037 --> 01:14:44.208
<v Moritz Klenk>Lässt sich schon diese notwendigkeit zeigen warum man warum man da möglicherweise den den prozess hin zu dieser erkenntnis selber transparenter gestalten kann wie das eben sich in einem solchen gespräch anbietet.

01:14:45.416 --> 01:14:51.695
<v Moritz Klenk>Es spricht natürlich auch viel dafür hinterher einfach nur die abkürzung zu zeigen hier das ist der kürzeste mögliche weg

01:14:51.623 --> 01:14:57.698
<v Moritz Klenk>ihr müsst ja jetzt nicht hundertvierundvierzig stundenlang mir zuhören wie ich zu dieser erkenntnis kam sondern also

01:14:57.615 --> 01:15:11.104
<v Moritz Klenk>folgende stationen sind die notwendigen und die könnte abgehen dann kommt ihr auch zu dieser erkenntnis und dank dieser verlässlichkeit oder diese dankbarkeit des wegs oder oder die reproduzierbarkeit wissenschaftlicher erkenntnis und so weiter und so fort all diese kriterien

01:15:11.069 --> 01:15:12.673
<v Moritz Klenk>sind ja dadurch auch gewährleistet.

01:15:12.421 --> 01:15:22.498
<v Tim Pritlove>Isak newton hat das aber gemacht so also der hat ja umfangreich beschrieben wie er da im apfel garten saß und das fallen des apfels hat ihn erkenntnisse zur gravitation gebracht.

01:15:22.240 --> 01:15:24.595
<v Moritz Klenk>Ich bin mir sicher der hat einen podcast gemacht hätte das.

01:15:26.699 --> 01:15:31.914
<v Moritz Klenk>Nee also genau und und die frage ist eben wie wie man so mit den mit den mitteln.

01:15:32.190 --> 01:15:41.264
<v Moritz Klenk>Seiner zeit auch den technologischen mitteln umgeht und solche formen findet und zugleich eben ist es aber auch eine riesenmaschine gewesen für mich,

01:15:41.355 --> 01:15:42.520
<v Moritz Klenk>produktiv zu bleiben,

01:15:42.532 --> 01:15:55.776
<v Moritz Klenk>in der zeit ist viel passiert auch in meinem leben ja ich habe eine stelle in witten verloren ich bin in die schweiz ausgewandert ich habe eine neue stelle dort angefangen ich war dazwischen monat arbeitslos ich war auf fast zwanzig konferenzen und workshops in dem jahr und habe

01:15:55.656 --> 01:16:00.860
<v Moritz Klenk>wirklich viele vorträge halten viel mehr als ich mir hätte jemals zumuten wollen aber

01:16:00.740 --> 01:16:10.312
<v Moritz Klenk>passiert bei all diesen dingen damit das nicht vollkommen auseinanderfällt war das wie so eine maschine die das alles zusammengehalten hat der gespräch zusammenhang,

01:16:10.337 --> 01:16:14.680
<v Moritz Klenk>jeden tag mit mir selber nochmal darüber sprechen zu können hat es mir ermöglicht,

01:16:14.747 --> 01:16:22.660
<v Moritz Klenk>auch in den unmöglichsten unter den unmöglichsten umständen noch produktiv zu bleiben noch an den eigenen fragen dran zu bleiben weil man weiß

01:16:22.631 --> 01:16:30.286
<v Moritz Klenk>da gibt's dieses gespräch das läuft so mit und und und man verhandelt diese erkenntnis zu der man kommt,

01:16:30.370 --> 01:16:34.426
<v Moritz Klenk>transparent offen legt das offen ab und um.

01:16:34.800 --> 01:16:41.571
<v Moritz Klenk>Und gestaltet diesen prozess selber die erkenntnis selber ist dann diese durchführung dieses experiments das ist nicht nur einfach das fazit

01:16:41.511 --> 01:16:53.992
<v Moritz Klenk>die erkenntnis ist nicht nur das fazit ist nicht nur einfach die zusammenfassung am ende dieser hundertvierundvierzig stunden am ende des jahres so jetzt nochmal das factsheet sozusagen das sind die facts die habe ich herausgefunden sondern der weg

01:16:53.854 --> 01:16:59.598
<v Moritz Klenk>ist sozusagen die erkenntnis es ist diese diese erkenntnis ist quasi ihre ihre.

01:16:59.767 --> 01:17:06.857
<v Moritz Klenk>Der der prozess der herstellung dieser dieser erkenntnis und wer das wär das unter schlägt.

01:17:07.435 --> 01:17:18.040
<v Moritz Klenk>Ist meines erachtens wissenschaftlich fahrlässig ja also es gibt disziplin gerade zum beispiel technologische also ingenieurs und technische

01:17:17.915 --> 01:17:25.131
<v Moritz Klenk>disziplinen die die sprechen über andere dinge die sprechen aber dann nicht unbedingt

01:17:25.023 --> 01:17:29.428
<v Moritz Klenk>immer um erkenntnis da geht es dann darum zum beispiel dass die maschine funktioniert

01:17:29.278 --> 01:17:36.176
<v Moritz Klenk>da muss ich nicht wissen wie ich dazu kam herauszufinden wie das funktioniert da reicht zu beschreiben wie das funktioniert

01:17:36.056 --> 01:17:45.363
<v Moritz Klenk>und dann kann ich das reproduzieren dann kann ich es bauen aber die frage ist ob das dann erkenntnis ist oder ob man funktionierende maschinen baut also ob's

01:17:45.256 --> 01:17:48.777
<v Moritz Klenk>ob sie sozusagen die frage nach der der wahrheit

01:17:48.627 --> 01:18:02.164
<v Moritz Klenk>also der der der wahrheit als als eine einer qualität von setzen über die welt ob wir dann über wahrheit sprechen oder ob ihr über das funktionieren sprechen funktioniert funktioniert nicht maschine geht maschine ist kaputt

01:18:02.081 --> 01:18:09.802
<v Moritz Klenk>ob das identisch ist mit einem wahrheitsbewegung dass es dann eine frage die die philosophie.

01:18:09.502 --> 01:18:13.210
<v Tim Pritlove>Aber wenn man wenn man jetzt zur erkenntnissen kommt und.

01:18:13.432 --> 01:18:17.855
<v Tim Pritlove>Und diese gut darlegen kann dann muss man ja dann in diesem prozess auch.

01:18:19.129 --> 01:18:25.396
<v Tim Pritlove>Kürzer zusammenzufassen den weg auch finden können um zu sagen hier.

01:18:26.556 --> 01:18:31.495
<v Tim Pritlove>Meiner auffassung nach ist das so unser strukturiert ist vielleicht ein sophie musischen fragen

01:18:31.387 --> 01:18:41.927
<v Tim Pritlove>nochmal anders sein als wenn man das jetzt mit naturwissenschaft vergleichen weil da hat man wie so eine messung und zahlen rein daran kann man das irgendwie belegen ist ja mal die eine rente logik dann irgendwie relativ klar

01:18:41.843 --> 01:18:48.951
<v Tim Pritlove>also philosophischen kulturwissenschaftler menschlichen gedanken auseinander setzung

01:18:48.873 --> 01:18:57.322
<v Tim Pritlove>wo man sich irgendwie so ein symbol raum auch erstmal zurechtlegen muss um darüber dann überhaupt irgendwelche aussagen treffen zu können.

01:18:57.941 --> 01:19:02.929
<v Tim Pritlove>Sehe ich schon dass dass dieser prozess dann teil des muss aber.

01:19:03.391 --> 01:19:15.728
<v Tim Pritlove>Heißt es dass der schriftlichen arbeiten so nicht auch vorhanden ist also man kann auch nur sagen das jetzt hier so meine erkenntnis und fertig und da wird ja eine gewisse herleitung auch enthalten sein inwiefern.

01:19:16.167 --> 01:19:22.236
<v Tim Pritlove>Ist jetzt in deinem gesprochenen weg mehr informationen drin.

01:19:22.200 --> 01:19:23.004
<v Moritz Klenk>Hallo

01:19:22.921 --> 01:19:27.860
<v Moritz Klenk>also das betrifft das berührt jetzt gleich unterschiedliche ich hoffe ich krieg,

01:19:27.902 --> 01:19:34.614
<v Moritz Klenk>ich behalte das jetzt sozusagen in unserem gespräch wach das eine ist

01:19:34.524 --> 01:19:39.205
<v Moritz Klenk>die unterscheidung zwischen naturwissenschaftlichen disziplin wo das möglicherweise anders ist.

01:19:40.005 --> 01:19:44.613
<v Moritz Klenk>Und den geistes oder kulturwissenschaftler disziplinen wo das der fall sein könnte,

01:19:44.680 --> 01:19:50.971
<v Moritz Klenk>also eben dass die herleitung wichtiger ist für das ergebnis selbst als eben in anderen fällen

01:19:50.918 --> 01:20:05.284
<v Moritz Klenk>das wage ich mal zu bezweifeln und unter anderem auch mit naturwissenschaftlern ich habe vorhin den begriff des experimental systems gebracht dass ein begriff der den denn hat hans-jörg rheinberger entwickelt er ist wissenschaft historiker aber auch

01:20:05.171 --> 01:20:13.324
<v Moritz Klenk>molekularbiologin promovierte harmonisierter molekularbiologie soweit ich weiß und probiert da ambitionierter

01:20:13.307 --> 01:20:20.668
<v Moritz Klenk>historiker wissenschaft historiker und der schreibt über experimental systeme unter anderem in der biologie.

01:20:20.807 --> 01:20:23.630
<v Moritz Klenk>Und er sagt eben genau die reflexion die selbst

01:20:23.444 --> 01:20:36.268
<v Moritz Klenk>das selbstverständnis von wissenschaftlerinnen und wissenschaftler in der naturwissenschaftlichen disziplin ist genau das man man forscht man baut irgendeine maschine ein experiment man steht in seinem labor und so weiter und am schluss kommt zack fertig das ergebnis und das schreibt man dann auf unser labor bericht

01:20:36.153 --> 01:20:46.134
<v Moritz Klenk>praktisch der bericht am schluss das vor allem das ergebnis das ist worum es geht das ist die wissenschaft die erkenntnis und retrospektive ist das dann immer so zu beschreiben

01:20:46.015 --> 01:20:49.728
<v Moritz Klenk>ich habe das gemacht damit ich rausfinde das und das

01:20:49.638 --> 01:21:04.420
<v Moritz Klenk>das ist aber nicht was passiert in diesem labors sondern da werden dinge gemacht von dem er überhaupt nicht weiß warum man die macht den ganzen tag macht man dinge von denen man keine ahnung hat warum man sie macht und wie man sie macht und so weiter und man reflektiert das auch nicht weiter und am schluss passiert irgendwas ist,

01:21:04.517 --> 01:21:08.025
<v Moritz Klenk>es knallt es zischt es stinkt und es war erkenntnis sozusagen.

01:21:07.725 --> 01:21:09.918
<v Tim Pritlove>Eureka und dann hat man diesen moment.

01:21:09.618 --> 01:21:20.879
<v Moritz Klenk>Zack und hinterher wird dann irgendwas gebastelt in diesem bericht was dann irgendwie sowas wie ein fazit darstellt das muss nicht immer der fall sein und manchmal kann man das auch rekonstruieren die schritte die man so aber man kann nicht wirklich behaupten

01:21:20.783 --> 01:21:22.459
<v Moritz Klenk>das experiment

01:21:22.346 --> 01:21:33.461
<v Moritz Klenk>ist von vornherein geplant und durchgeführt worden zur austreten zum zum tüv a reaktion dass man irgendwie auf diese antworten kommt die man als antworten haben wollte also man hat nicht immer am anfang die frage

01:21:33.444 --> 01:21:41.460
<v Moritz Klenk>um dies dann geht sondern oft ist die frage selbst abwesend und das ist was rein berger das systemische ding nennt,

01:21:41.478 --> 01:21:46.345
<v Moritz Klenk>und die ganze apparaturen die wir bauen das systemische ding.

01:21:46.736 --> 01:21:57.895
<v Moritz Klenk>Also das wissenschafts ding die noch unbekannte frage dass der gegenstand worum es geht von dem man aber noch nicht weiß dass es darum geht und wir bauen uns komplexe maschinen und apparaturen nur um uns auch diesen fragen,

01:21:57.895 --> 01:22:12.851
<v Moritz Klenk>zuwenden zu können um diese fragen zu bekommen nicht nur um antworten zu bekommen es gibt natürlich auch hypothesen testen die experimente aber es gibt auch eben experimente bei denen es selbst die frage noch nicht klar und das macht es umso spannender darüber nachzudenken

01:22:12.803 --> 01:22:19.551
<v Moritz Klenk>das lässt sich daran zeigen an diesen wissenschaftssystem untersuchung dass eben die naturwissenschaften oft auch genauso wenig

01:22:19.510 --> 01:22:27.039
<v Moritz Klenk>wissen worum es ihnen eigentlich geht was was sie da tun und dass die durchführung.

01:22:27.273 --> 01:22:33.871
<v Moritz Klenk>Also die herleitung des wissens sehr viel mehr an der an dem wissen selber an der erkenntnis selber beteiligt ist.

01:22:34.190 --> 01:22:38.870
<v Moritz Klenk>Als man das gemeinhin annimmt wenn man davon ausgeht dass das erkennt dass die erkenntnis ist eben,

01:22:38.925 --> 01:22:48.082
<v Moritz Klenk>am schluss da herauskommt das ist das eine und das andere ist dass die.

01:22:48.197 --> 01:22:55.726
<v Moritz Klenk>Dass die herleitung im im kulturwissenschaftler kontext im sprechen.

01:22:56.213 --> 01:23:01.435
<v Moritz Klenk>Möglicherweise nochmal transparenter gemacht werden kann als im schreiben,

01:23:01.507 --> 01:23:06.920
<v Moritz Klenk>weil sie weil sie einen eigenen modus der vermittlung darstellt

01:23:06.915 --> 01:23:15.069
<v Moritz Klenk>im schreiben kann man das auch man kann das auch aufschreiben es gibt auch texte die sich so lesen lassen also wenn man beispielsweise an grafische untersuchungen denkt

01:23:14.919 --> 01:23:24.503
<v Moritz Klenk>studien von sozial- und kultur die da so rausgehen in die welt und feldforschung treiben beispielsweise bei irgendwelchen.

01:23:24.798 --> 01:23:31.492
<v Moritz Klenk>Bei irgendwelchen zu irgendwelchen früher fremden völkern ja also die die volks.

01:23:31.192 --> 01:23:32.910
<v Tim Pritlove>Gehen ja.

01:23:32.610 --> 01:23:38.204
<v Moritz Klenk>Die erfahren dann zu den fremden und untersuchen die und leben damit und so weiter und die führen dann beispielsweise auch tagebuch

01:23:38.175 --> 01:23:49.801
<v Moritz Klenk>also fällt tagebuch so in dieser form und die fotografien sind dann text geworden auseinandersetzungen genau mit dieser erzeugten erzeugung von von von wissenschaftliche erkenntnis.

01:23:50.469 --> 01:23:58.671
<v Moritz Klenk>Ich würde nicht in abrede stellen dass das schriftlich gar nicht geht es ist nur nicht beliebig ob man das schriftlich macht oder mündlich,

01:23:58.750 --> 01:24:04.296
<v Moritz Klenk>wieder diese diese vorstellung dass das beliebig ist welches medium ich wähle

01:24:04.296 --> 01:24:18.573
<v Moritz Klenk>um zu meiner erkenntnis zu kommen geht davon aus dass es erkenntnis als irgendwas vollkommen abstraktes gibt abstrakt unabhängig von mir der diese erkenntnis begreift oder anderen die das nachvollziehen müssen oder der welt

01:24:18.483 --> 01:24:22.437
<v Moritz Klenk>selbst der welt mit all ihren gegenständen und der zeit,

01:24:22.437 --> 01:24:31.432
<v Moritz Klenk>historisch gewordene gegenstände und so weiter dagegen muss man meines erachtens philosophisch immer wieder darauf hinweisen und das zeigen

01:24:31.372 --> 01:24:33.193
<v Moritz Klenk>das erkenntnis immer

01:24:33.115 --> 01:24:45.974
<v Moritz Klenk>in ihrer gesellschaft in ihrer zeit die erkenntnis von konkreten subjekten zu konkreten gegenständen ist also das ist immer diese vermittlungsfähig aktion zwischen gegenstand und beobachterin

01:24:45.879 --> 01:24:55.300
<v Moritz Klenk>hat und diese vermittlung von selber bedient sich dann eben medien der vermittlung sprache schrift und so weiter und die selber.

01:24:55.601 --> 01:25:02.072
<v Moritz Klenk>Gestalten aber diese vermittlung mit erkenntnis ist nichts anderes als dieses gesamte vermittlungsgutschein dann

01:25:02.049 --> 01:25:09.260
<v Moritz Klenk>und zwar im hinblick auf bestimmte wissenschaftliche verfahren verlässlichkeiten und so weiter aber das mitzudenken

01:25:09.206 --> 01:25:15.460
<v Moritz Klenk>und mit transparent zu gestalten darum muss es wissenschaft gehen und auch naturwissenschaften das

01:25:15.377 --> 01:25:21.343
<v Moritz Klenk>machen viele naturwissenschaftler naturwissenschaftler auch auch die vorstellung dass das so ganz unabhängig von den,

01:25:21.434 --> 01:25:28.482
<v Moritz Klenk>stattfindet was da so ferne planeten und so weiter betrifft oder so ist es nicht mal in der physik,

01:25:28.542 --> 01:25:34.461
<v Moritz Klenk>so klar der der beobachter oder die beobachterin die taucht da plötzlich auch auf in ganz anderen formen

01:25:34.390 --> 01:25:41.474
<v Moritz Klenk>also dass das irgendwie so eine ungenauigkeit beispielsweise unschärfe oder das ist das ist

01:25:41.415 --> 01:25:51.618
<v Moritz Klenk>von irgendwelchen messverfahren abhängt und dass die eben nicht beliebig sind zu welchen ergebnissen ich komme also ich phänomen erkennt man auch in der naturwissenschaften in.

01:25:51.774 --> 01:26:01.093
<v Moritz Klenk>Allen wissenschaften die sich ganz konkret in ihren gegenständen schon mit sprachlichen sinnhaften formen beschäftigen ist das natürlich nochmal sehr viel

01:26:01.088 --> 01:26:03.720
<v Moritz Klenk>sehr viel prominenter

01:26:03.666 --> 01:26:12.462
<v Moritz Klenk>ist das sehr viel prominenter weil der gegenstand selber ist eindeutig sinnhaft sprachlich und so weiter symbolisch formatiert

01:26:12.379 --> 01:26:16.080
<v Moritz Klenk>und das macht es zugleich aber spannend also das macht auch diese diese.

01:26:16.195 --> 01:26:20.322
<v Moritz Klenk>Transparenz nochmal sehr viel meines erachtens sehr viel notwendiger.

01:26:20.822 --> 01:26:23.550
<v Tim Pritlove>Jetzt bist du ja.

01:26:25.167 --> 01:26:28.988
<v Tim Pritlove>Selber dann irgendwann auf die idee gekommen dass dein pott log.

01:26:29.138 --> 01:26:32.395
<v Tim Pritlove>Ein tagebuch deine,

01:26:32.480 --> 01:26:41.319
<v Tim Pritlove>auseinandersetzung mit dir selbst und mit deinen mit den fragen die du dir dann täglich und auch langfristig ja gestellt hast.

01:26:42.064 --> 01:26:44.095
<v Tim Pritlove>Mehr sein kann als nur.

01:26:44.287 --> 01:26:56.720
<v Tim Pritlove>Ein eigenes diskurs system in dem man die sinne schärft und dann vielleicht zu antworten kommt die man beim normalen unausgesprochenen denken so nicht kommen würde.

01:26:58.577 --> 01:27:06.292
<v Tim Pritlove>Und dann ist letzten endes der podcast zu deiner dissertation geworden.

01:27:06.215 --> 01:27:15.624
<v Moritz Klenk>Ja ja genau also ich hatte das nicht auf dem schirm ich hatte das ja nie als ein solches als eine dissertation oder so intendiert.

01:27:15.679 --> 01:27:17.721
<v Tim Pritlove>Aber die stand auf dem programm sozusagen.

01:27:17.421 --> 01:27:23.273
<v Moritz Klenk>Genau aber die destillation war die arbeit die ich an der ich schrieb sondern dass diese andere arbeit.

01:27:23.023 --> 01:27:24.205
<v Tim Pritlove>Man ja genau.

01:27:23.905 --> 01:27:32.528
<v Moritz Klenk>Und die situation schreibt man klar steht sogar in den provisionsabrechnung in dieser welt drin dass die geschriebene texte sind die müssen gebunden abgegeben werden in so und so viel exemplaren

01:27:32.492 --> 01:27:41.457
<v Moritz Klenk>das steht da alles sehr genau drin auch das ist im übrigen natürlich aufgeschrieben also das erzählt dir niemand es erzählt ja auch jemand aber da musst du schon mal nachfragen.

01:27:41.896 --> 01:27:50.375
<v Moritz Klenk>Ja genau so dann das war diese arbeit eigentlich so und dann irgendwann so einer der

01:27:50.255 --> 01:28:04.370
<v Moritz Klenk>aufmerksamer hörer des selber an der universität professor in bonn sagte zu mir mal auf so einer konferenz wo ich höre immer deinen podcast ich finde das ist doch schon wissenschaftlich warum gibt es denn nicht das als dekoration ab

01:28:04.292 --> 01:28:10.788
<v Moritz Klenk>das war schon so fortgeschrittenen september oder glaube ich september zweitausendsiebzehn da war ich schon also.

01:28:10.974 --> 01:28:17.980
<v Moritz Klenk>Da war ich sehr tief drin genau ne genau absolut ich hatte das überhaupt nicht geplant ich wusste zwar dass das was ich da mache.

01:28:18.197 --> 01:28:24.470
<v Moritz Klenk>Ist für mich ist es ist wissenschaft das ist dieser anspruch an dem ich das gemessen haben will und selber messe

01:28:24.332 --> 01:28:34.535
<v Moritz Klenk>es ist nicht irgendwas einfach nur zum spaß oder so es ist nicht nur ich spreche nicht einfach so wie ich alles mögliche andere auch machen könnte sondern ich habe das als wissenschaftliche arbeit begriffen,

01:28:34.571 --> 01:28:46.848
<v Moritz Klenk>und auch als wissenschaftliche darstellungsform ich habe das so entwickelt und so so verstanden und auch so also sagen so herausgefunden dass das in dieser bedeutung hat aber als,

01:28:46.939 --> 01:28:55.122
<v Moritz Klenk>qualifikationslauf arbeit das ist ja nochmal was anderes sagt er ja reicht es doch ein hab ich gesagt du spinnst ja völlig wo.

01:28:55.249 --> 01:29:05.331
<v Moritz Klenk>Wo denkst du hin wer wer nimmt sowas an und das war tatsächlich auch eine gewisse frage bis ich dann aber kannte ich schon früher auf

01:29:05.218 --> 01:29:11.227
<v Moritz Klenk>also ich war vorher schon auch sagen in kontakt mit stefan bronko

01:29:11.197 --> 01:29:20.612
<v Moritz Klenk>noch ins gespräch kam und stefan professor hier für text theorie und gestaltung an der universität der künste in berlin

01:29:20.577 --> 01:29:26.892
<v Moritz Klenk>arbeitet auch unter anderem mit sprachnotizen mit whatsapp-nachrichten mit,

01:29:26.959 --> 01:29:34.236
<v Moritz Klenk>zu seinen vorlesungen beispielsweise und ich kannte das diese art der arbeit und ich dachte das würde ihn interessieren dass professor,

01:29:34.260 --> 01:29:41.807
<v Moritz Klenk>theorie und gestaltung das ist doch kern seiner beschäftigung unter anderem das schlag ich doch mal vor und ja.

01:29:42.143 --> 01:29:51.530
<v Moritz Klenk>Fand das plausibel und so hat sich das dann entwickelt dass das als promotions projekt weiterentwickelt wurde.

01:29:52.858 --> 01:30:02.028
<v Moritz Klenk>Die promotions ordnung sah dann tatsächlich vor dass man einen geschriebenen text abgibt das war mir erstmal natürlich.

01:30:02.292 --> 01:30:02.922
<v Moritz Klenk>Ja

01:30:03.223 --> 01:30:07.490
<v Moritz Klenk>Das lag mir jetzt erstmal nicht nahe der text ist gesprochen.

01:30:07.845 --> 01:30:14.466
<v Moritz Klenk>Ich wollte ohnehin experimentell so ein bisschen damit arbeiten was passiert eigentlich wenn ich kann ich das transkribieren lassen

01:30:14.442 --> 01:30:15.001
<v Moritz Klenk>ja

01:30:14.983 --> 01:30:26.214
<v Moritz Klenk>ich will das nicht selber also menschlich will ich das nicht transkribieren lassen und so aber wie mache ich wie schließe ich mir so wie wie entsteht auch so ein ein zugang,

01:30:26.280 --> 01:30:34.584
<v Moritz Klenk>zu dem material zu den gesprochenen texten wie mache ich die durchsucht wie finde ich worüber ich da gesprochen habe ich habe ein paar schlagworte ich habe das ab

01:30:34.549 --> 01:30:43.418
<v Moritz Klenk>monat drei oder so habe ich begonnen das zu verschlagwortet die folgen aber das ist natürlich nur so lose aus dem gedächtnis im anschluss an die folge

01:30:43.352 --> 01:30:58.001
<v Moritz Klenk>die kleinen episodenbeschreibungen haben auch nicht viel hergegeben also wie finde ich worüber ich jemals gesprochen habe wie finde ich das wieder wie arbeite ich damit also habe ich mir auch darüber gedanken gemacht und dann habe ich mich für technische lösungen interessiert ich habe dann eine gewisse zeit

01:30:57.906 --> 01:31:05.230
<v Moritz Klenk>also sehr viel zeit viel zu viel zeit mit dragon diktiere software mich herum geärgert

01:31:05.183 --> 01:31:14.046
<v Moritz Klenk>die es für grau in haft niemanden zu empfehlen und die hat aber die funktion theoretisch zumindest dass man da eine datei

01:31:13.914 --> 01:31:22.357
<v Moritz Klenk>einlädt die liest das in ich glaube vierfacher oder achtfacher geschwindigkeit aus und transkribiert den text ohne punkt und komma als blogs hat.

01:31:22.766 --> 01:31:24.346
<v Tim Pritlove>Macht aber keine zeit marken.

01:31:24.058 --> 01:31:30.890
<v Moritz Klenk>Macht keine zeit marken erkennt nicht alles nicht fehlerfrei und stürzt bei jeder zweiten folge ab.

01:31:30.656 --> 01:31:31.928
<v Tim Pritlove>Auch noch okay.

01:31:31.828 --> 01:31:35.991
<v Moritz Klenk>Also ich habe das ich habe das für vierzig folgen gemacht.

01:31:36.467 --> 01:31:39.843
<v Moritz Klenk>Und immer mal wieder versucht auch zu überarbeiten aber das war einfach,

01:31:39.891 --> 01:31:44.308
<v Moritz Klenk>eine gängige lösung ich wollte eine lösung die sagen schmerzfrei funktioniert.

01:31:44.417 --> 01:31:53.340
<v Moritz Klenk>Musste nicht absolut hundert prozent korrekt sein das musste nicht jedes einzelne wort und jede aussprache und so genau sein weil man im sprechen man schluckt,

01:31:53.351 --> 01:31:57.113
<v Moritz Klenk>vorteile und so weiter das war aber egal es muss ja ungefähr,

01:31:57.143 --> 01:32:11.379
<v Moritz Klenk>durchsucht bar sein und da gab's über auf honig die lösung dass sich das über google hab transkribieren können auf honig macht die ja die verhackt stückelung also die streckensicherung in einzelnen abschnitte und sequenzielle wird das dann an,

01:32:11.379 --> 01:32:17.250
<v Moritz Klenk>so die google geschickt die wiederum dann ein fertiges transkript zurückgibt.

01:32:17.400 --> 01:32:23.986
<v Moritz Klenk>Das kann man auch mit anderen services machen als mit google aber ich wählte google und witt.

01:32:25.248 --> 01:32:31.605
<v Moritz Klenk>Ich habe beide services ausgewählt und beides quasi machen lassen die

01:32:31.480 --> 01:32:40.342
<v Moritz Klenk>manche ergebnisse waren besser ich fand das von google in der regel ein bisschen verlässlicher zwar nicht wirklich verlässlich aber es hat mir einen text mit dem ich hab arbeiten können gebracht,

01:32:40.367 --> 01:32:44.375
<v Moritz Klenk>und dann dachte ich vielleicht reicht ja das wenn ich das abgebe als die situation.

01:32:44.512 --> 01:32:47.493
<v Moritz Klenk>Immerhin text jetzt.

01:32:47.211 --> 01:32:49.993
<v Tim Pritlove>Sagt ja keiner dass man das selber geschrieben haben.

01:32:49.693 --> 01:32:57.684
<v Moritz Klenk>Sagte er keiner ja in den verhandlungen stellte sich dann raus dass es dass es möglicherweise schon eine arge zumutung wäre.

01:32:58.058 --> 01:33:10.057
<v Moritz Klenk>Und wenn ich jetzt nicht das verfahren komplett ändern sollte dann zeigt doch zumindest einen kleinen text schreiben das lag mir nahe weil ich wollte über dieses sprechen da denken tatsächlich auch nochmal den versuch machen so als weitere drehung.

01:33:10.304 --> 01:33:18.698
<v Moritz Klenk>Ein zu schreiben weil die die die eben wenn man der these glaubt wenn man seinen eigenen experiment traut und sagt,

01:33:18.795 --> 01:33:22.333
<v Moritz Klenk>die darstellungsform ist nicht beliebig

01:33:22.322 --> 01:33:27.430
<v Moritz Klenk>die verändert die macht etwas mit der erkenntnis dann lohnt es sich das nochmal zu drehen,

01:33:27.501 --> 01:33:32.771
<v Moritz Klenk>zu fragen wenn ich jetzt im sprechenden denken eine form des denkens entwickeln

01:33:32.718 --> 01:33:45.919
<v Moritz Klenk>konnte die ein eigenen eine eigene darstellungsform eine eigene durchführung eine erkenntnis eigener art und so weiter betrifft gestaltet wie kann ich das aufgreifen für ein wissenschaftliches schreiben

01:33:45.913 --> 01:33:52.451
<v Moritz Klenk>ein schreiben das nicht so tut als gäbe es dieses sprechen nicht sondern ein schreiben dass das in rechnung stellt

01:33:52.278 --> 01:34:03.430
<v Moritz Klenk>das also mit reflektiert und so weiter und darüber nachdenken und dann habe ich mir drei begriffe rausgenommen zu denen ich schreiben wollte das einmal bei den begriff des selbstgespräche

01:34:03.346 --> 01:34:08.988
<v Moritz Klenk>einmal den begriff des experimentalfilm systems und dann die unterscheidung von sprechenden denken und schreiben dem denken.

01:34:09.120 --> 01:34:15.088
<v Moritz Klenk>Und in dieser dann sind da drei aufsätze entstanden ursprünglich dachte ich schreibe so ein kleines.

01:34:15.725 --> 01:34:23.740
<v Moritz Klenk>Vierzig seiten oder so aber dann habe ich den sommer durchgeschrieben und es mir sind noch dinge eingefallen und so und dann wurde es eben.

01:34:24.276 --> 01:34:25.122
<v Moritz Klenk>Zweihundert seiten.

01:34:25.406 --> 01:34:33.385
<v Tim Pritlove>Damit jetzt hier keine konfusion entsteht wo es nicht angemessen ist also deine dissertation die du ja von anfang an.

01:34:34.347 --> 01:34:44.243
<v Tim Pritlove>Also das thema war stand auch schon fest eigentlich und das war aber jetzt was anderes eigentlich das war was genau das war diese mit über religion und.

01:34:43.943 --> 01:34:56.940
<v Moritz Klenk>Genau religiöse und wissenschaftliche wahrheit unter bedingungen des internets ein genau soziologische medien theoretische arbeit die sich mit eben solchen medien veränderungen in ganz konkreten gegenständen befasst nicht mit dem sprechenden denken.

01:34:56.652 --> 01:35:11.290
<v Tim Pritlove>Und das neben vielen anderen sachen ist das was du quasi so über dieses jahr hinweg täglich in diesem podcast ausgerollt hast und den prozess sozusagen sichtbar gemacht hast wie du dir darüber gedanken gemacht hast und dann.

01:35:11.813 --> 01:35:14.595
<v Tim Pritlove>Dann dieses gesprochene denken.

01:35:15.250 --> 01:35:23.320
<v Tim Pritlove>In einer automatisiert verschriftlichen form also in diesen transkript die dann automatisch erstellt wurden und

01:35:23.284 --> 01:35:31.901
<v Tim Pritlove>wo du wahrscheinlich zu viel energie reingesteckt hat die noch groß zu korrigieren und was meine theoretisch auch noch machen könnte sozusagen also wie auch immer.

01:35:32.437 --> 01:35:36.228
<v Tim Pritlove>Wurde dann quasi als doktorarbeit anerkannt.

01:35:36.000 --> 01:35:43.890
<v Moritz Klenk>Um um genau zu sein nicht mal nur in dieser verschriftlichen form sondern eingereicht habe ich quasi diese drei.

01:35:44.184 --> 01:35:53.594
<v Moritz Klenk>Aber der das erste kapitel also ich man muss es in buchform einreichen also und das ist für podcaster natürlich schon ein bisschen herausforderung mach mal ein buch draus.

01:35:53.810 --> 01:35:54.952
<v Moritz Klenk>So wie macht man das.

01:35:54.702 --> 01:35:56.484
<v Tim Pritlove>Wie macht man das mit der bindung und.

01:35:56.184 --> 01:36:06.123
<v Moritz Klenk>Ja genau also ich habe halt diese geschrieben und dann kapitel also der einleitung vorwort schießmichtot die ganzen sachen und dann kapitel eins

01:36:06.106 --> 01:36:16.861
<v Moritz Klenk>selbstgespräche da habe ich geschrieben selbstgespräche wurden kontinuierlich veröffentlicht unter podcast punkt radio punkt eu da war mein dir war der podcast zu finden sie sind alle online.

01:36:17.066 --> 01:36:25.466
<v Moritz Klenk>Guckt hier dass es die referenz dass es was ich hier als ersten hauptteil einreiche und dann habe ich halt eine sd-karte eingeklebt.

01:36:26.193 --> 01:36:27.705
<v Tim Pritlove>Wo die ganzen transkript drauf war.

01:36:27.456 --> 01:36:29.744
<v Moritz Klenk>Nee wo die audiofiles drauf waren.

01:36:30.346 --> 01:36:37.659
<v Moritz Klenk>Ich habe die audiofiles für den fall dass man nicht weiß wie man podcast bedienen kann man die sich halt anhören ja so und das war das war der hauptteil.

01:36:36.139 --> 01:36:40.264
<v Tim Pritlove>Eine url und eine sd karte.

01:36:40.015 --> 01:36:47.706
<v Moritz Klenk>So genau so und und dann kam 's halt noch ein zweiter teil das waren diese drei aufsätze die ich geschrieben hatte.

01:36:47.880 --> 01:36:50.542
<v Moritz Klenk>Und dann war noch und dann habe ich noch einen anhang geschrieben.

01:36:50.752 --> 01:36:58.300
<v Moritz Klenk>Der anfang war so eine kleine dokumentation aber das war jetzt wirklich nur so sprach wie kam ich zu den transkript was habe ich mir da überlegt und so weiter und so fort.

01:36:58.841 --> 01:37:07.470
<v Moritz Klenk>Und dann habe ich ebenfalls auf den auf der sd-karte als anhang zum anhang zum anfang sozusagen noch die transkript mit mitgegeben,

01:37:07.506 --> 01:37:14.920
<v Moritz Klenk>diese dreitausendsechshundert zeiten transkript die allerdings auch schon auf der website sind also die sind ja schon über

01:37:14.885 --> 01:37:21.080
<v Moritz Klenk>publisher eingebunden und verlinkt sodass man in den.

01:37:21.333 --> 01:37:36.307
<v Moritz Klenk>Auf der webseite im player selber sagen suchen kann nach bestimmten begriffen und man findet die stelle dann und klickt da drauf und dann geht's da los an der stelle wo ich darüber gesprochen hatte also diese ganze magie das pottler publisher muss ich dir nicht erzählen aber.

01:37:36.770 --> 01:37:43.620
<v Moritz Klenk>Kann ich mal wieder an der stelle erwähnen also großartige funktionen und wir waren auch wir wir waren auch in kontakt

01:37:43.560 --> 01:37:55.500
<v Moritz Klenk>als ich das vorbereitet hatte dass ich das so ein paar funktionen das war damals noch in der version diese transkript version und so wie das funktionieren mir war das einbindet und so ein paar technische probleme noch zu lösen

01:37:55.417 --> 01:38:02.369
<v Moritz Klenk>gewesen aber das ging und jetzt ist das also ohnehin schon die transkripts sind schon da ja genau und man kann das durchsuchen,

01:38:02.399 --> 01:38:07.609
<v Moritz Klenk>man kann auch ganz viele andere dinge damit machen also es schließen sich noch ganz viel andere experimente an,

01:38:07.662 --> 01:38:11.850
<v Moritz Klenk>soziologe und freund hier der wohnt in berlin arbeitet in bonn an der universität,

01:38:11.911 --> 01:38:20.606
<v Moritz Klenk>der beschäftigt sich unter anderem mit topic modeling also so computerbasierter auswertungsverfahren von großer texte und so weiter.

01:38:21.009 --> 01:38:28.904
<v Moritz Klenk>Und der bat mich eines tages mal um das transkript archiv meiner podcast folgen und dann habe ich ihm gegeben und dann hat der so mit peißen so

01:38:28.707 --> 01:38:38.705
<v Moritz Klenk>topic model links also erstmal so eine matrix wort matrix und so daraus erstellt und dann verschiedene verschiedene

01:38:38.561 --> 01:38:43.843
<v Moritz Klenk>eben ein ein so ein bestimmtes topic modeling verfahren drüber an anwenden können

01:38:43.717 --> 01:38:51.907
<v Moritz Klenk>und dieses topic modeling nur ganz kurz ich verstehe auch nicht alles aber unter anderem erzeugt das so computer generierte themen

01:38:51.758 --> 01:39:01.215
<v Moritz Klenk>cluster also wort cluster eigentlich die da die da computer selber also diese diese algorithmen selber als thema modellieren

01:39:01.156 --> 01:39:10.763
<v Moritz Klenk>die nennen das topic null bis neunzehn im fall hier war es so ein topic modeling von zwanzig topics und sagte ich so

01:39:10.734 --> 01:39:22.536
<v Moritz Klenk>hier ist eine ein errechnete zusammenhang zwischen diesen worten die tauchen besonders häufig zusammen auf und dann war es interessant zu sehen welche themen der computer so als themen vorschlägt ohne.

01:39:22.236 --> 01:39:25.960
<v Tim Pritlove>Also was was er meint worüber gesprochen wurde zwar.

01:39:25.660 --> 01:39:27.991
<v Moritz Klenk>Und das war tatsächlich

01:39:27.793 --> 01:39:33.917
<v Moritz Klenk>unglaublich faszinierend also es waren zwanzig zwanzig verschiedene themen und ich habe mir das angeguckt,

01:39:33.983 --> 01:39:40.449
<v Moritz Klenk>diese blöcke und manche davon waren wirklich sehr präzise herausfinden ware themen die sich

01:39:40.292 --> 01:39:52.520
<v Moritz Klenk>die sich da herauskristallisiert haben im verlauf der der folgen also dieses topic modeling sieht vor dass die themen quasi zu einem gewissen prozentsatz in allen folgen auftreten müssen und in manchen zu bei sehr

01:39:52.389 --> 01:39:53.932
<v Moritz Klenk>dominant sind.

01:39:53.632 --> 01:40:02.664
<v Tim Pritlove>Immer ein beispiel für so einen topic was dann dabei benannt wurde also benennt die software das vollständig oder sagte nur hier ist ein toppic und jetzt gib mir mal eine bezeichnung dafür also.

01:40:02.364 --> 01:40:08.655
<v Moritz Klenk>Also es gibt zum beispiel eines des hat er eben keinen titel sondern das nennt topic null bis neunzehn,

01:40:08.721 --> 01:40:17.013
<v Moritz Klenk>aber es gibt dann wort cluster in worte an in bestimmter häufigkeit in bestimmter wichtigkeit für dieses top,

01:40:17.086 --> 01:40:26.069
<v Moritz Klenk>und eines beispielsweise wäre als habe ich jetzt hier beispielsweise topic zwölf das hab ich arbeit genannt.

01:40:26.364 --> 01:40:35.089
<v Moritz Klenk>Da ist das erste wort arbeit das zweite stelle geld arbeiten konferenz universität sachen möglicherweise.

01:40:35.757 --> 01:40:44.890
<v Moritz Klenk>Jahre praktisch bekommen sogar handarbeiten nochmal klein geschrieben computer uni institut konferenzen und so weiter.

01:40:44.661 --> 01:40:55.346
<v Tim Pritlove>Also arbeiten an der uni da kann ich mich auch erinnern gab es ein paar folgen wo du das intensiv thematisiert hast die reise nach witten und wieder zurück und wie viel zeit das kostet und also nur sachen.

01:40:55.046 --> 01:41:08.301
<v Moritz Klenk>Ein anderes thema das habe ich sprechen das denken eins genannt es gibt zwei themen zum sprechenden denken das ist besteht aus den worten sprache sprechen denken denken großgeschrieben gespräch spricht darüber sprechen.

01:41:08.403 --> 01:41:16.311
<v Moritz Klenk>Schrift hören selbst gespräch geht satz selber publikum beispielsweise stimme gedanken.

01:41:16.420 --> 01:41:24.988
<v Moritz Klenk>Und das ist so ein cluster es bietet das mir an es gibt natürlich auch andere die habe ich zum beispiel ballaststoffe genannt.

01:41:25.157 --> 01:41:32.271
<v Moritz Klenk>Ballaststoffe etwa thema es besteht aus den worten ja mal einfach.

01:41:32.759 --> 01:41:42.745
<v Moritz Klenk>Podcast bisschen heute vielleicht tag wirklich sagen gut weil warum dinge glaube morgen interessiert möchte darüber gesagt.

01:41:43.971 --> 01:41:47.000
<v Moritz Klenk>Und und das sind ballaststoffe

01:41:46.994 --> 01:41:56.548
<v Moritz Klenk>die sind notwendig ganz offensichtlich notwendig um vollständige sätze bilden zu können und manchmal fällt einem nichts ein dann ist diese folge voll von ballaststoffen sozusagen

01:41:56.464 --> 01:41:58.092
<v Moritz Klenk>ausscheidungsprodukte

01:41:58.050 --> 01:42:10.327
<v Moritz Klenk>sprachlich ein so das interessante jetzt aber an diesem topic modelling ist ja unter anderem nicht nur einfach dass er lustige wörter zusammenstellen und denkt das ist ein thema sondern ist dass du dann verlauf

01:42:10.195 --> 01:42:23.672
<v Moritz Klenk>entwicklungen dieser themen nachzeichnen kannst und bei einer so großen menge und über so ein ganzes jahr von hundertvierundvierzig stunden ist es ja schon interessant wie haben sich diese themen eigentlich entwickelt und dann lässt sich zum beispiel zeigen dass was ich

01:42:23.559 --> 01:42:29.273
<v Moritz Klenk>ballaststoffe genannt habe was so eine sprechen über dieses ich podcaste hier.

01:42:29.442 --> 01:42:37.326
<v Moritz Klenk>Tendenziell von anfang des jahres bis zum ende des jahres abgenommen hat also ich habe immer weniger darüber gesprochen dass ich hier ein podcast mache und so.

01:42:37.181 --> 01:42:38.641
<v Tim Pritlove>Hm

01:42:37.717 --> 01:42:47.781
<v Moritz Klenk>Weil es wurde immer weniger wichtig wichtiger wurden die themen und das sprechende denken ist sondern kontinuierlich wichtiger geworden also die reflexion über das diesen begriff des sprechens.

01:42:48.340 --> 01:42:50.768
<v Moritz Klenk>Selbst so das entwickelt er sich dann

01:42:50.714 --> 01:42:56.296
<v Moritz Klenk>es gibt dann andere ein ein thema das mir zum beispiel sehr unangenehm ist oder mit dem ich mich,

01:42:56.369 --> 01:43:02.070
<v Moritz Klenk>anfreunden kann aber das natürlich gleichwohl wichtig ist das nenne ich heiße luft oder chargon der eigentlichkeit,

01:43:02.101 --> 01:43:06.770
<v Moritz Klenk>das ist ein thema null in dem fall und es besteht aus wörtern wie

01:43:06.698 --> 01:43:18.493
<v Moritz Klenk>eigentlich eben immer schon ganz einfach ja mal mehr überhaupt frage gar form weil heute geht irgendwie sagen natürlich gerade,

01:43:18.536 --> 01:43:33.414
<v Moritz Klenk>und dieses eigentlich und das allerwichtigste ist gar nicht erkannt weil das ist in der transformation fast immer nicht erkannt worden ist sozusagen ich sage viel zu oft sozusagen und das sind so floskeln zu kleine partikel sprachliche partikel die eingebunden sind.

01:43:33.577 --> 01:43:39.273
<v Moritz Klenk>Immer in den momenten in denen ich darüber nachdenke aber mir nicht sicher bin so eine verzögerung einbauen möchte.

01:43:39.021 --> 01:43:41.670
<v Tim Pritlove>Na so ein wort sondern so ein platzhalter eigentlich ne.

01:43:41.749 --> 01:43:51.129
<v Moritz Klenk>Und so eine eigentlichkeit einbaut also eigentlich will ich ja das sagen aber ich weiß nicht eigentlich geht's mir darum ich mir geht's jetzt gar nicht darum ich denke also laut nach

01:43:51.057 --> 01:43:56.651
<v Moritz Klenk>ich spreche mit mir und ich entwickelt in dem moment warum das da geht und ständig

01:43:56.621 --> 01:44:04.102
<v Moritz Klenk>unterbreche ich mich und sage nein eigentlich geht's mir um was anderes und ständig kommt dieses eigentlich sozusagen quasi und so weiter und das sind so markierungen von.

01:44:03.802 --> 01:44:05.051
<v Tim Pritlove>Oder auch.

01:44:04.848 --> 01:44:08.910
<v Moritz Klenk>Oder auch ja oder auch.

01:44:08.610 --> 01:44:13.975
<v Tim Pritlove>Das finde ich sowieso ich hatte irgendwann mal ich hatte irgendwann mal so ein.

01:44:15.183 --> 01:44:29.455
<v Tim Pritlove>Ein podcast indem man gesprächspartner wirklich viel das bemüht hat oder überhaupt generell so verschleppung hatte und da fehlt es mir dann irgendwie selber auch mal auf ich habe da so eine gewisse grund toleranz.

01:44:29.906 --> 01:44:32.838
<v Tim Pritlove>Und dann dachte ich mir so jetzt guckst du mal.

01:44:33.457 --> 01:44:40.830
<v Tim Pritlove>Was kannst du diesen podcast jetzt im schneidprozess gutes tun ist vielleicht ist er vielleicht besser.

01:44:41.263 --> 01:44:48.437
<v Tim Pritlove>Wenn ich jetzt hier das messer nehme und da mal dran rum schneide und da ist mir dann.

01:44:48.822 --> 01:44:51.917
<v Tim Pritlove>In diesem prozess auch schon mal was klar geworden nämlich.

01:44:52.638 --> 01:44:56.093
<v Tim Pritlove>Das er ist nicht gleich dass er ja also es gab.

01:44:56.261 --> 01:45:00.185
<v Tim Pritlove>Mindestens drei verschiedene arten von s.

01:45:01.044 --> 01:45:09.139
<v Tim Pritlove>Es gab so reine zeit schaffer ja die so ein bisschen so ein.

01:45:09.758 --> 01:45:17.485
<v Tim Pritlove>Nachdenken in gewisser hinsicht auch machen es gab müssen korrigieren des wo man nicht so genau.

01:45:18.050 --> 01:45:27.592
<v Tim Pritlove>Wo man eher ausdrückt sodass man noch nicht so ganz an dem punkt angekommen bist wo man hin will und gab auch so weiß ich nicht mehr so ganz genau also so bindende.

01:45:28.236 --> 01:45:38.926
<v Tim Pritlove>Die den wort fluss und die die melodie des des der gedanken vollkommen zerstört haben wenn wenn ich die rausgenommen habe also es gab sie kann man killen.

01:45:39.347 --> 01:45:46.581
<v Tim Pritlove>Rein zeitlichen strecker irgendwie die mache ich auch heute noch teilweise mal raus mir denkst,

01:45:46.600 --> 01:46:01.309
<v Tim Pritlove>muss jetzt nicht immer noch mal eine sekunde gestreckt werden hier alles aber hätte ich jetzt konsequent so eine anti-faschistinnen die alle einfach nimmt und sagt er sind doof weg zack bumm dann entfremdet sich auf einmal.

01:46:01.454 --> 01:46:09.518
<v Tim Pritlove>Das ergebnis und das ist auch so ein ding was ich bei so radio beiträgen auch oft merke.

01:46:10.233 --> 01:46:13.183
<v Tim Pritlove>Der keller ist ja irgendwie richtig

01:46:13.171 --> 01:46:20.292
<v Tim Pritlove>krass am start und dann hat man so ein schwerer hechelnd atmende.

01:46:20.395 --> 01:46:26.914
<v Tim Pritlove>Wo leute einem irgendwie mit einer dichte auch entgegenschlagen die dann das hirn irgendwie gar nicht mehr so richtig.

01:46:27.251 --> 01:46:30.730
<v Tim Pritlove>Einsortiert bekommen weil ihm einfach die eigene rhythmik

01:46:30.682 --> 01:46:43.469
<v Tim Pritlove>und eigene zeitlich zeit irgendwie komplett genommen wurde und man hat sozusagen auf dem auf dem altar der verständlichkeit eigentlich genau diese verständlichkeit wieder geopfert.

01:46:43.824 --> 01:46:55.295
<v Tim Pritlove>Das ist ganz interessante erkenntnis gewesen wie sehr sozusagen das sprechen in dem moment auch mit dem gedanken und mit dem was man vermitteln möchte eigentlich auch zusammenhängt.

01:46:56.017 --> 01:47:04.158
<v Moritz Klenk>Es gibt eine ganz schöne folge von fünf minuten gmbh ist ein podcast der gesellschaft wirtschaftskr,

01:47:04.189 --> 01:47:14.608
<v Moritz Klenk>kommunikations instituts an der universität der künste da stellt sich das vor und in fünf minuten beiträgen werden da eben wissenschaftlerinnen und wissenschaftler am gehweg interviewt.

01:47:15.131 --> 01:47:18.947
<v Moritz Klenk>Und die fragen sind rausgeschnitten und sogar gelegentlich

01:47:18.790 --> 01:47:34.480
<v Moritz Klenk>das atmen und man hat dann zum beispiel die folge von thomas düller der zweit gutachter war bei meinem bei meiner arbeit die habe ich mir angehört interesse interesse halbe man hört fünf minuten ihn sprechen und er atmet nicht ein einziges mal und man hört keinen schnitt,

01:47:34.564 --> 01:47:36.595
<v Moritz Klenk>und man wird wahnsinnig man wird.

01:47:36.872 --> 01:47:50.662
<v Moritz Klenk>Man wird schlicht wahnsinnig man denkt sich immer fällt vom stuhl man kriegt selber schon atem probleme man denkt sich so ich kriege keine luft mehr kriege dabei bin ich nur am hören ich könnte ja mal nicht will aber beim zuhören ich kriege schon keine luft mehr da nur durch diese zuhören es ist so.

01:47:50.813 --> 01:48:01.900
<v Moritz Klenk>Das ist natürlich jetzt nur so ein extremer fall aber bei radio beiträgen das stimme ich dir völlig zu da ist das oft so geglättet die sprache so verdichtet und so viel nachbearbeitet oder es wird

01:48:01.726 --> 01:48:07.433
<v Moritz Klenk>gesprochen wie gedruckt weil der text vorher geschrieben war also man liest den ab ja und so weiter also.

01:48:07.542 --> 01:48:15.383
<v Moritz Klenk>All diese formen gibt es ja auch von konstruktion von radio beiträgen und manchmal geschieht das in einer,

01:48:15.480 --> 01:48:21.519
<v Moritz Klenk>manchmal geschieht das in einer in einer brauchbaren vorm,

01:48:21.586 --> 01:48:34.282
<v Moritz Klenk>manchmal allerdings nicht und dann wird werden so verdichtete verdichtete beiträge produziert die die es einem sehr schwer machen mit so einem gespräch modus zuzuhören.

01:48:34.367 --> 01:48:41.721
<v Tim Pritlove>Weil man nicht mehr mitdenken kann und das ist wenn es ist ja auch so eine so eine viel kolportierte kritik.

01:48:42.756 --> 01:48:48.950
<v Tim Pritlove>An podcast ich meine an uns prallt das so ein bisschen ab aber die diskussion kommt ja immer wieder absolut ja,

01:48:49.005 --> 01:49:02.080
<v Tim Pritlove>das gelaber oder dass dass die länge und da ist ja viel drin was eigentlich gar keine information trägt und ne also so eine kritik an dieser länge und darreichungsform wo ich dann.

01:49:02.429 --> 01:49:04.123
<v Tim Pritlove>Eigentlich mal sagen muss naja.

01:49:04.659 --> 01:49:19.495
<v Tim Pritlove>Es wird halt nicht also man kann kosmetische maßnahmen machen klar und da irgendwie so einen lippenstift drauf ziehen aber eigentlich gewinnt man nicht so sehr viel davon weil mit jeder sekunde die man killt.

01:49:20.655 --> 01:49:29.380
<v Tim Pritlove>Nimmt man ja auch so ein sub signal aus dieser botschaft heraus was irgendwie immer so so eine träger frequenz.

01:49:29.680 --> 01:49:33.171
<v Tim Pritlove>Auf die man sich denke ich relativ unbewusst.

01:49:33.411 --> 01:49:36.777
<v Tim Pritlove>Rauf synchronisiert und wo man.

01:49:37.036 --> 01:49:51.607
<v Tim Pritlove>Die geschwindigkeit des gegenübers auch einfach über eine wenn man wenn man es richtig macht und kann manche leute haben ja schwierigkeiten und können sehr viel besser informationen über text aufnehmen die hadern dann generell so mit mit podcast aber ich denke dass viele leute die podcast hören entdeckt haben ist.

01:49:52.058 --> 01:49:54.142
<v Tim Pritlove>Dass ein.

01:49:55.519 --> 01:50:06.936
<v Tim Pritlove>Die geschwindigkeit des podcast in gewisser hinsicht auch runter getaktet so in so einen so einen so einen ruhepuls moment bringt und ich selber habe das zuhören.

01:50:07.279 --> 01:50:20.066
<v Tim Pritlove>War früher auch so so ein quatsch dampfer die ganze zeit sich daran erfreut hat sich selber hin zu hören und und und an anderen leuten so aufzudrängen und in dieser illusion gelebt dass jede sekunde

01:50:19.958 --> 01:50:28.821
<v Tim Pritlove>akustischer raum den den ich jetzt belege zu meiner eigenen wichtigkeit beiträgt typisches jugend problem sicherlich und.

01:50:29.344 --> 01:50:38.286
<v Tim Pritlove>Das vergeht einerseits so ein bisschen mit der zeit aber es verging dann auch als ich dann freund viele interessante diskussionen hatte.

01:50:38.617 --> 01:50:51.842
<v Tim Pritlove>Der unfassbar langsam spricht und mich hat es ist wahnsinnig gemacht dachte man so ich muss jetzt aber wieder drückt schon wieder in mir heraus so ich muss muss jetzt irgendwas liefern.

01:50:54.564 --> 01:51:09.124
<v Tim Pritlove>Es war eine gnade dass dass er sich wiederum von meiner hektik niemals aus der ruhe bringen lassen sondern einfach seinen takt einfach gnadenlos durchgezogen hat was irgendwann sich dann so sehr auf mich niedergelegt hat es mir dachte so ok scheiß drauf ist.

01:51:09.262 --> 01:51:12.903
<v Tim Pritlove>Einfach mal schon auszuhalten ist jetzt nutzt du mal die zeit.

01:51:13.583 --> 01:51:23.606
<v Tim Pritlove>Die die eigentlich quasi kostenfrei angeboten wird durch das langsame sprechen und diese pausen und bist nicht der meinung müsste es jetzt das wäre eine qualität diese lücke zu füllen.

01:51:24.021 --> 01:51:24.826
<v Tim Pritlove>Dann.

01:51:25.583 --> 01:51:38.046
<v Tim Pritlove>Ich höre es einfach besser zu einerseits und nutzt die zeit dann einfach auch ganz praktisch um schon mal darüber nachzudenken was man denn dann vielleicht sagt wenn's dann dann an der zeit ist und das hat mir dann sozusagen auch das zuhören.

01:51:39.644 --> 01:51:41.970
<v Tim Pritlove>Erleichtert oder überhaupt

01:51:41.813 --> 01:51:56.433
<v Tim Pritlove>reporting moment so dass ihr das gefühl hat so ich fange jetzt langsam an überhaupt mal zuzuhören und gutes zuhören denke ich wiederum ist dann wiederum auch die basis um überhaupt ordentlich reden zu können weil wenn man einfach nur so daher schwafel dann.

01:51:56.837 --> 01:52:03.013
<v Tim Pritlove>Ist ja für andere leute auch einfach total uninteressant also abgesehen davon fühlt sich ja leute auch nicht ernst genommen wenn man.

01:52:03.470 --> 01:52:09.287
<v Tim Pritlove>Ihnen zuhört et cetera also hängt eine ganze menge dran also das ist sozusagen alles was.

01:52:10.069 --> 01:52:13.355
<v Tim Pritlove>Mir jetzt gerade dazu noch einfällt.

01:52:14.918 --> 01:52:24.694
<v Tim Pritlove>Ich wollte nur mal ganz kurz auf diese vielleicht ein bisschen zurückrollen weil wir waren ja jetzt gerade dabei sozusagen deine dissertation und wie sie aufgebaut war.

01:52:25.451 --> 01:52:32.241
<v Tim Pritlove>Und diese darreichungsform in so einer ton schrift kombination die halt.

01:52:32.584 --> 01:52:37.475
<v Tim Pritlove>Anders ausgelegt war als man das erste mal gemeinhin kennt also erstmal gab's halt ton.

01:52:37.650 --> 01:52:45.167
<v Tim Pritlove>Gut vielleicht hat es schon mal jemand gemacht das haben wir nochmal so einen podcast oder so eine audioaufnahmen noch zusätzlich geliefert hat aber hier dreht sich ja quasi.

01:52:45.450 --> 01:52:51.206
<v Tim Pritlove>Sozusagen genau in die andere richtung erst war der ton dann kam der text.

01:52:51.831 --> 01:53:01.566
<v Tim Pritlove>Und der ton nimmt ja dann in form der eingeklebt karte auch so primär was auf dadurch dass man das dann aber das das das originaldokument ist und man dann eben.

01:53:02.125 --> 01:53:10.297
<v Tim Pritlove>Diese gedanken zeitlich genau injizieren kann und jetzt eben diese text wüste hat auch wenn die vielleicht nur zu fünfundneunzig prozent gut ist und

01:53:10.207 --> 01:53:20.110
<v Tim Pritlove>da könnte man ja dann auch noch mal schauen ob es nochmal was bringt überhaupt das auch nochmal zu bearbeiten das würde man es crowd mäßig oder vielleicht in fünf jahren mit noch besseren transkriptionen,

01:53:20.200 --> 01:53:30.289
<v Tim Pritlove>kann ja auch noch mal besser werden ne sich das nochmal neu anschaut so aber man gewinnt jetzt auch für die wissenschaft an der stelle eine komplett neue achse der auswertung.

01:53:30.782 --> 01:53:36.467
<v Tim Pritlove>Ich hätte das jetzt eh schon gefragt wenn du nicht damit angekommen bist in dieser klasse auswählen ich habe das ich habe ja auch so einen podcast wo,

01:53:36.562 --> 01:53:42.950
<v Tim Pritlove>transkribiert ist da kam auch schon mal jemand anderes eine klasse auswertung gemacht das war nur so ein bisschen so pi mal daumen mal zu gucken was denn so.

01:53:43.233 --> 01:53:56.897
<v Tim Pritlove>Das ging ja nicht so weit dass dann wirklich so themenbereiche lokalisiert worden aber es war schon mal so weit dass die auswertung sagen konnte welche podcasts in dieser serie mit welchen anderen wohl in verbindung standen.

01:53:57.300 --> 01:54:05.695
<v Tim Pritlove>Also dass man darüber dann sozusagen automatisch oder so halb automatisch so ein index der vernetzung der gedanken

01:54:05.617 --> 01:54:11.295
<v Tim Pritlove>darlegen kann das hält bei deinem port lockt dann eigentlich noch sehr viel weitreichendere.

01:54:11.421 --> 01:54:18.301
<v Tim Pritlove>Was ja schon selber in diesem zeitlichen verlauf dargestellt so erst habe ich darüber geredet dann habe ich darüber gerade dieses thema wurde dann

01:54:18.116 --> 01:54:31.059
<v Tim Pritlove>immer irgendwie wichtiger und könnte ja dann im prinzip auch irgendwann dazu führen dass wenn man das jetzt noch etwas weiter präzisiert und dann wirklich auch so zeit links macht und sagte hier fängt dann dieses thema in diesem podcast auch an und da hört's irgendwie auf also

01:54:30.975 --> 01:54:36.461
<v Tim Pritlove>nicht nur die sendung selber so als abgeschlossenen bereich zu betrachten sondern eben vielleicht auch.

01:54:36.671 --> 01:54:40.643
<v Tim Pritlove>Kapitel bereiche oder entdeckt selber wann das thema sich innerhalb

01:54:40.631 --> 01:54:49.939
<v Tim Pritlove>einer sendung geändert hat und dann könnte man halt eben schnell auch zu so einem halber link modus kommen wo man sich wirklich sozusagen so aha dieser art gedanke

01:54:49.910 --> 01:54:58.869
<v Tim Pritlove>war vor drei wochen das erste mal da so spring doch mal dahin so dass man eben so auch so ein so ein thematisch gefühltes nachhören

01:54:58.821 --> 01:55:01.891
<v Tim Pritlove>darüber auch implementieren kann das natürlich dann.

01:55:03.003 --> 01:55:10.784
<v Tim Pritlove>Platz ja schon der kopf in dem moment wenn man darüber nachdenkt wie man auf einmal über sowas wenn man über gedanken nachdenken kann.

01:55:11.242 --> 01:55:19.173
<v Moritz Klenk>Also absolut stimmig völlig zu da platzt einem der kopf mehrfach ist er mir auch schon geplatzt also ich darüber nachgedacht hatte,

01:55:19.258 --> 01:55:28.229
<v Moritz Klenk>ich weiß nicht ob ich vorhin den namen erwähnt hatte wer das gemacht hat dieses topic modeling stefan priester wollte ich auf keinen fall den namen unterschlagen haben.

01:55:28.380 --> 01:55:39.820
<v Moritz Klenk>Stefan priester macht es den kann man sicherlich auch anschreiben und fragen was und wie er das gemacht hat das waren so seine ersten experimente damit aber schon sehr sehr brauchbar und in der tat diese durchsucht zeit

01:55:39.797 --> 01:55:41.317
<v Moritz Klenk>dieser referentin,

01:55:41.383 --> 01:55:53.821
<v Moritz Klenk>diese wechselseitige verknüpfbar von themen also nicht nur so im sinne von hörerinnen die dieses thema gut fanden mögen vielleicht auch xy was natürlich auch eine hilfreicher nebeneffekt sein kann,

01:56:02.312 --> 01:56:08.310
<v Moritz Klenk>dass das vergleichbar wird in einer art und weise einen zugang der eben auch früher.

01:56:08.460 --> 01:56:18.086
<v Moritz Klenk>Der schon quantitativ nicht möglich waren aber hier auch noch mal eine ganz neue qualitäts- ne mit reinbringt in dieses in diese fragen und,

01:56:18.117 --> 01:56:28.674
<v Moritz Klenk>jetzt noch so als kleiner rückschritt zu also nochmal zurück zu diesem dissertations- projekt weil dieses topic modeling ist ja offensichtlich schon die erste wissenschaftliche anschluss untersuchung

01:56:28.555 --> 01:56:38.229
<v Moritz Klenk>zu dieser wissenschaftlichen untersuchungen noch bevor jetzt das buch erscheint was nächstes jahr erscheint werbung hier schon mal aber.

01:56:37.984 --> 01:56:41.245
<v Tim Pritlove>Bist du auch der sd-karte eingeklebt.

01:56:40.951 --> 01:56:45.266
<v Moritz Klenk>Ja dass die leserinnen und leser dieses buches wissen natürlich wie man podcast bedient.

01:56:45.398 --> 01:56:49.286
<v Moritz Klenk>Die wissen wie man es findet aber,

01:56:49.382 --> 01:56:55.342
<v Moritz Klenk>aber also das ist schon die erste wissenschaftliche anschluss untersuchung die sich daraus ermöglicht

01:56:55.247 --> 01:57:00.577
<v Moritz Klenk>aus den aus den fragen und aber auch aus diesem zugang dieses transkribieren bei dem transkript

01:57:00.499 --> 01:57:12.612
<v Moritz Klenk>war mir tatsächlich wichtig nicht dass ich jetzt irgendwie formale vorgaben einer promotions ordnung erfülle und deswegen transkribieren ich das ich wollte erstmal schauen was ist eigentlich technisch möglich ich wollte das eben nicht menschlich transkribieren.

01:57:12.908 --> 01:57:22.239
<v Moritz Klenk>Man kann da irgendwie leute könnten das transkript verbessern will ich gar nicht ich wollte ich wollte tatsächlich den stand der der möglichkeiten jetzt

01:57:22.216 --> 01:57:30.958
<v Moritz Klenk>was ist verlässlich möglich ohne großen aufwand also deswegen google ist sein die beste adresse amazon wäre noch besser weil es soll besser sein und.

01:57:31.169 --> 01:57:32.839
<v Moritz Klenk>Aber damals gab es noch keine.

01:57:32.539 --> 01:57:36.349
<v Tim Pritlove>Viel in dem markt also ich denke da werden wir in den nächsten jahren große fortschritte.

01:57:36.049 --> 01:57:44.472
<v Moritz Klenk>Ja das finde ich großartig so aber zu dem zeitpunkt gab es einfach zwei adressen die ich hab verlässlich adressieren können und es war mit und google

01:57:44.377 --> 01:57:52.633
<v Moritz Klenk>und google hat die etwas besseren ergebnisse geliefert und sie hatten so ein ein programm wo man dreihundert dollar spielzeug,

01:57:52.681 --> 01:57:59.711
<v Moritz Klenk>bekommt wenn man sich anmeldet für diese cloud-plattform und diese dreihundert dollar habe ich leider eigentlich sprengen müssen

01:57:59.628 --> 01:58:05.114
<v Moritz Klenk>also ich hätte den geldhahn müssen musste ich aber nicht weil ich habe das alles über auf honig angereicht

01:58:05.030 --> 01:58:17.979
<v Moritz Klenk>und auch von nick hat das immer so im set von zwanzig folgen geschickt und das ging so schnell bei google rein dass die das vorher ausgespuckt hatten die ergebnisse bevor sie festgestellt haben dass sie schon gar kein geld mehr hatte.

01:58:21.429 --> 01:58:28.351
<v Moritz Klenk>Überraschenderweise genau dreihundert dollar verbraucht die ich nicht bezahlt habe also für die transaktion aller folgen

01:58:28.279 --> 01:58:36.067
<v Moritz Klenk>auf einen schlag war sehr sehr gut dass das so funktioniert hat aber eben es war also ein es ist es dokumentiert den stand der möglichkeiten.

01:58:36.193 --> 01:58:41.157
<v Moritz Klenk>Zu diesem zeitpunkt als ich dieses projekt gemacht habe und dieses experiment ich wollte also wissen,

01:58:41.222 --> 01:58:45.880
<v Moritz Klenk>ich da sprechen arbeite wissenschaftlich und das als methode hier entwickelt

01:58:45.766 --> 01:58:48.325
<v Moritz Klenk>was ist möglich an durchsucht barer

01:58:48.211 --> 01:59:05.481
<v Moritz Klenk>text produktion hier wie kann ich mit diesen audioaufnahmen wirklich weiterarbeiten und was ist realistisch machbar und dazu musste das eine technische lösung sein die das mit einem klick quasi mir transkribiert und einbindet und durch super macht und so weiter und das hatte ich darüber bekommen also diese diese

01:59:05.331 --> 01:59:12.902
<v Moritz Klenk>dieser stand der forschung und alles was ich jetzt so verbessern lässt am transkript und so weiter ist jetzt zumindest wissenschaftlich betrachten

01:59:12.777 --> 01:59:27.288
<v Moritz Klenk>nutzer und und aber auch selbst experimental toren aus der experimenta toren perspektive ist natürlich nochmal eine andere frage ich möchte vielleicht genauer in meinen texten arbeiten können aber für mich als als als experimental system als ein abgeschlossene,

01:59:27.300 --> 01:59:29.968
<v Moritz Klenk>experiment war wichtig den stand zu dokumentieren

01:59:29.957 --> 01:59:37.954
<v Moritz Klenk>der technischen möglichkeiten der transkriptionen der automatisierten transkriptionen von solchen audiofiles um zu schauen was geht eigentlich was kann ich da so an arbeit

01:59:37.876 --> 01:59:41.295
<v Moritz Klenk>damit erreichen und da ging schon ganz schön viel.

01:59:42.233 --> 01:59:49.551
<v Moritz Klenk>Und und dann schließen sich diese ganzen fragen an also was was arbeitet man damit weiter wie.

01:59:50.092 --> 01:59:55.644
<v Moritz Klenk>Kann man sich auch selber dann in zukunft in seinem material bewegen weil es fällt ja dann doch eine menge an material an

01:59:55.615 --> 02:00:06.941
<v Moritz Klenk>aber gleiches gilt ja auch für texte ja wenn man sich überlegt was der computer hier an an möglichkeiten eröffnet hat für wissenschaftlerinnen und wissenschaftler die texte geschrieben

02:00:06.894 --> 02:00:18.930
<v Moritz Klenk>früher schon geschrieben aber jetzt auf computern schreiben und dann digitalisiert wenn sie glück haben und der verlag ihnen pdf gibt es digitalisiert wieder vorliegen haben also die durchsucht des eigenen geschriebenen,

02:00:18.936 --> 02:00:26.681
<v Moritz Klenk>es ist ja ein weit verbreiteter irrtum anzunehmen dass die autorinnen und autoren genau wissen worüber sie geschrieben haben in dem moment wo man es geschrieben hat hat man es auch schon wieder vergessen,

02:00:26.748 --> 02:00:34.037
<v Moritz Klenk>keine ahnung was ich da geschrieben habe ich muss es auch wieder lesen oder eben ich öffne meinen computer und und und such,

02:00:34.049 --> 02:00:39.192
<v Moritz Klenk>mach einfach 'ne schlechte texture das mache ich bei geschriebenen wie bei gesprochenen texten heute.

02:00:39.097 --> 02:00:46.824
<v Tim Pritlove>Also das ist auf jeden fall sehr schön zu sehen dass es

02:00:46.782 --> 02:00:53.981
<v Tim Pritlove>podcast sozusagen auch mal diese schwelle genommen haben und jetzt zumindest schon mal ein prototyp da ist für man kann auch,

02:00:54.023 --> 02:01:01.486
<v Tim Pritlove>doktor einfach machen indem man einfach nur schreibt und einfach nur redet und dann quasi google schreiben lässt

02:01:01.390 --> 02:01:06.546
<v Tim Pritlove>bemerkenswert jetzt hast du aber das haben wir ja schon erwähnt also du hast.

02:01:06.804 --> 02:01:18.684
<v Tim Pritlove>Dieses thema erarbeitet das den podcast dazu verwenden um dieses thema zu erarbeiten dann ist das sozusagen als solches akzeptiert worden doktor wird irgendwie demnächst verliehen nämlich mal an wenn das alles veröffentlicht ist.

02:01:19.538 --> 02:01:29.013
<v Tim Pritlove>Diese zusätzlichen kapitel die wir jetzt noch dazu geschrieben hast die waren ja dann aber dann quasi die meter erkenntnis aus dem podcast projekt selber.

02:01:32.541 --> 02:01:36.730
<v Tim Pritlove>Der interessante part finde ich ist ja jetzt sozusagen diese erkenntnislage über dieses.

02:01:36.982 --> 02:01:40.322
<v Tim Pritlove>Du es genannt hast sprechende denken und.

02:01:41.279 --> 02:01:42.919
<v Tim Pritlove>Das schreibende.

02:01:44.139 --> 02:01:56.397
<v Tim Pritlove>Wer sich schon mal so ein bisschen damit beschäftigt hat wie man so plant was man in so ein mikrofon spricht kennt das wahrscheinlich wenn man.

02:01:56.758 --> 02:02:05.771
<v Tim Pritlove>Es gibt ja nichts langweiligeres als deutsche wissenschaftler die vorträge erhalten weil sie dazu tendieren was aufzuschreiben und dann im schlimmsten fall,

02:02:05.861 --> 02:02:18.372
<v Tim Pritlove>es vorlesen oder im allerschlimmsten fall ist auf einem light packen und dann vorlesen das ist ja sozusagen dass das allerschlimmste aber der eigentliche schlimme teil dabei ist schon dass man schreibt weil.

02:02:19.772 --> 02:02:23.702
<v Tim Pritlove>Ich will jetzt gar nicht so auf diese leute los aber es ist generell so es gibt halt einfach,

02:02:23.792 --> 02:02:28.540
<v Tim Pritlove>eine art und weise zu schreiben fürs reden und zu schreiben fürs,

02:02:28.588 --> 02:02:30.744
<v Tim Pritlove>lesen,

02:02:30.787 --> 02:02:45.497
<v Tim Pritlove>das ist auch kein grund neue erkenntnis wenn man ja sowieso radio medien ausbildung macht und so weiter da gibt's ja doch noch anschläge literatur das kriegt er jeder sozusagen um die ohren geknallt dass es eben dieses schreiben fürs,

02:02:45.498 --> 02:02:50.064
<v Tim Pritlove>sprechen auch gibt und das ja so das was vom radio auch normalerweise zum einsatz kommt.

02:02:50.696 --> 02:03:00.057
<v Tim Pritlove>Weil ich auch finde also so ganz scheint es noch nicht den nagel auf den kopf getroffen zu haben weil die ansprache die man so aus dem radio kennt ist.

02:03:00.707 --> 02:03:10.404
<v Tim Pritlove>Mein geschmack der dann doch immer noch auf eine gewisse art und weise hölzern oder zu sehr geführt oder was du kannst doch nicht so gar nicht so genau konkretisieren was war denn jetzt sozusagen.

02:03:10.616 --> 02:03:18.030
<v Tim Pritlove>Deine erkenntnisse über diesen prozess was das das das gesprochene.

02:03:18.331 --> 02:03:25.968
<v Tim Pritlove>Also ein denkprozess in einem sprechproblemen abbildet was.

02:03:26.846 --> 02:03:36.719
<v Tim Pritlove>Was sind da so die faktoren die die da zum tragen kommen und inwiefern unterscheidet sich das eben in diesem denkprozess den man im text.

02:03:37.596 --> 02:03:38.557
<v Tim Pritlove>Darlegt.

02:03:38.420 --> 02:03:44.056
<v Moritz Klenk>Ja ich fange mal bei der bei dem,

02:03:44.086 --> 02:03:54.541
<v Moritz Klenk>bei dem beispiel an dass du gerade zum schluss nochmal genannt hast nämlich das schreiben und sprechen fürs radio und wie das dann klingt wie das wie das dann sich anhört wenn man radio hört

02:03:54.421 --> 02:04:03.158
<v Moritz Klenk>das ist auch eine erfahrung die ich oft gemacht habe bei radio wenn texte in einer form gesprochen werden die

02:04:03.032 --> 02:04:08.422
<v Moritz Klenk>geschrieben wurden aber im stil mündlich daherkommen sollen

02:04:08.410 --> 02:04:16.114
<v Moritz Klenk>also so in so einem mündlichen auch eben möglicherweise einen persönlich ansprechen sollen und sofort.

02:04:16.691 --> 02:04:25.043
<v Moritz Klenk>Dann hat man aber aufgrund der produktionsbedingungen im radio eben das heißt die schere bei r s und m und so fort

02:04:25.020 --> 02:04:29.827
<v Moritz Klenk>ein so hochverdichtetes text dass er einen ständig mit so einer,

02:04:29.887 --> 02:04:34.453
<v Moritz Klenk>extremen aufmerksamkeitsfokussierung gegenübertritt also der kommt

02:04:34.424 --> 02:04:39.507
<v Moritz Klenk>als wäre es das allerwichtigste hör mir zuhören niemandem sonst zu.

02:04:39.694 --> 02:04:45.354
<v Moritz Klenk>Am besten du hörst sofort auf auto zu fahren auch wenn du adio am besten beim autofahren hören willst.

02:04:45.510 --> 02:04:54.193
<v Moritz Klenk>Egal halt an hör mir zu so ist diese art und weise dieses sprechens die hat so eine extreme aufmerksamkeit gestus

02:04:54.116 --> 02:05:04.667
<v Moritz Klenk>eben weil sie so dicht weil sie so weil sie so wenig mündlich weil sie so wenig zögerlich ist weil sie weil sie oft befreit dass man dass man das so sehen und anders sehen kann

02:05:07.882 --> 02:05:18.121
<v Moritz Klenk>genau weiß ob man sich seiner sache so sicher ist radio moderatorinnen und radiomoderatoren ist diese unsicherheit zwar vertraut aber davon lassen sie einem nichts hören.

02:05:17.863 --> 02:05:22.887
<v Tim Pritlove>Ich würde sagen es hat einen mangel an redundanz wenn man so ein.

02:05:23.151 --> 02:05:30.614
<v Tim Pritlove>So ein qr-code auf dem plakat wo sich am anfang immer alle gefragt haben wer würde denn das benutzen ich glaube mittlerweile ist jedem klar wenn man so ein.

02:05:30.723 --> 02:05:33.793
<v Tim Pritlove>Code erzeugt dann kann man bei der erzeugung.

02:05:33.499 --> 02:05:34.875
<v Moritz Klenk>Die resonanz niveau.

02:05:34.575 --> 02:05:44.465
<v Tim Pritlove>Kann man es ganz genau wie viel wie fehler darf man sozusagen bei der wahrnehmung dieser information machen und dass man trotzdem noch irgendwie die eigentliche kerninformation mal rausbekommen

02:05:44.441 --> 02:05:50.156
<v Tim Pritlove>dieser redundanz leider der scheint in dem radio moment relativ weit links.

02:05:50.667 --> 02:05:57.120
<v Moritz Klenk>Ja also der soziologe niklas luhmann den ich ja vorhin schon mal kurz erwähnt hatte der wird auch nachgesagt,

02:05:57.132 --> 02:06:09.289
<v Moritz Klenk>ich habe es nicht selbst beim gelesen aber im nachsagen hören dass er mal gesagt hat eine gute vorlesung oder gute vorlesung vortrag hat siebzig prozent redundanz dreißig prozent neues.

02:06:09.860 --> 02:06:23.091
<v Moritz Klenk>Das gilt eigentlich für alle arten von texten wenn man sie denn so in irgendeiner form anschlussfähigen gestalten möchte außer die textform selber ist jetzt tatsächlich auf verdichtung hin.

02:06:23.272 --> 02:06:24.330
<v Moritz Klenk>Ausgerichtet

02:06:24.263 --> 02:06:36.648
<v Moritz Klenk>und und versucht deswegen etwas anderes und das muss man meines erachtens schon ernst nehmen oder ist dann eine konsequenz die sich daraus entwickeln lässt also aus dem sprechenden denken lernt man auch etwas über dieses schreiben

02:06:36.564 --> 02:06:41.497
<v Moritz Klenk>und den unterschied von sprechen und schreiben in dieser form also lassen sich jetzt nicht.

02:06:41.702 --> 02:06:51.569
<v Moritz Klenk>Wenn man sprechen das denken als eine eigene form der darstellung und wissenschaftlicher erkenntnisproblem begreift und entwickelt also in einem solchen.

02:06:51.701 --> 02:07:04.920
<v Moritz Klenk>Vielleicht auch in einer formatvielfalt es muss ja nicht immer nur ein selbstgespräche podcast sein oder so sondern man kann das ja auch anwenden in kontexten in seminaren in vorträgen wie du's gesagt hast nicht schreiben sondern sprechen was passiert eigentlich wenn ich

02:07:04.789 --> 02:07:14.445
<v Moritz Klenk>vorlesungen so konzipiere wenn ich wenn ich die sein im gespräch selbst zu konstruieren versuche das kann auch manchmal schiefgehen keine frage,

02:07:14.518 --> 02:07:17.107
<v Moritz Klenk>aber das gehört dann auch dazu

02:07:16.957 --> 02:07:33.992
<v Moritz Klenk>auch daraus entwickelt sich erst überhaupt so eine praxis dass das sprechen dann denkens mit aber wenn wenn also ein solches sprechendes denken entwickelt ist oder entwickelt werden kann in der ganzen vielfalt der der formen was bedeutet das dann für ein schreiben.

02:07:34.101 --> 02:07:43.169
<v Moritz Klenk>Kann neue schreib räume entstehen neue formen des schreibens entstehen die zum beispiel die präzise anordnung von schrift zeichen,

02:07:43.259 --> 02:07:45.716
<v Moritz Klenk>auf dem hintergrund untergrund

02:07:45.680 --> 02:07:55.547
<v Moritz Klenk>von pixeln auf dem bildschirm und so weiter grafische anordnungen aber auch zum beispiel sehr präzise anordnungen von worten in bestimmten reihenfolge ohne,

02:07:55.548 --> 02:08:03.389
<v Moritz Klenk>information ohne stimme ernst nehmen wo es beispielsweise auf visuelle gleichzeitigkeiten ankommt.

02:08:03.630 --> 02:08:05.967
<v Moritz Klenk>Oder eben im hinblick auf

02:08:05.877 --> 02:08:19.283
<v Moritz Klenk>code also auf auf auf befehle die die dann sozusagen ausgeführt werden müssen in so bestimmten schlaufen und so weiter also also in solchen ganz anderen kontexten von schriftlichkeit nochmal zu denken

02:08:19.205 --> 02:08:24.079
<v Moritz Klenk>gibt es da nicht ganz neue methoden mittelweg einräume die sich öffnen,

02:08:24.157 --> 02:08:30.033
<v Moritz Klenk>weil sie jetzt befreit sind von all denen was ich im sprechen dann auch ballaststoffe nenne,

02:08:34.757 --> 02:08:39.257
<v Moritz Klenk>hier beispielsweise auch vorstellen als etwas was für sehr präzise kontexte

02:08:39.131 --> 02:08:53.649
<v Moritz Klenk>neue formen entwickelt gerade weil's jetzt ein sprechendes denken gibt das ist also es bricht so ein bisschen mit der vorstellung dass das sprechen etwas ist was vor der schrift da war und das hat mir schrift jetzt gehen wir einfach nur zurück zu dem was früher schon menschlich war.

02:08:54.100 --> 02:09:08.708
<v Moritz Klenk>Adorno hat das in einem kurzen tourismus in der minimal moralischer mal so genannt sagte also diese vorstellung dass die dass die sprache des menschen immer schon menschlich sein das sei es sozusagen eine lüge und man müsste die schrift sprache

02:09:08.618 --> 02:09:13.299
<v Moritz Klenk>also das schriftliche den distanz gewinn der wissenschaftliche distanz gewinn.

02:09:13.600 --> 02:09:19.854
<v Moritz Klenk>Durch das medium der schrift nun erstmal für dies für das sprechen für die mündliche sprache.

02:09:20.071 --> 02:09:24.583
<v Moritz Klenk>Aufheben also entwickeln darin quasi aufheben er hat dann geschrieben.

02:09:27.817 --> 02:09:36.661
<v Moritz Klenk>Dann lässt diese nicht durch regression auf die gesprochene sich widerrufen sondern nur in der konsequenz der strengsten sprachlichen objektivität

02:09:36.626 --> 02:09:43.536
<v Moritz Klenk>erst das sprechen dass die schrift in sich aufhebt befreit die menschliche rede von der lüge sie sei schon menschlich.

02:09:43.722 --> 02:09:51.240
<v Tim Pritlove>Das war jetzt aber ein gutes beispiel dafür dass die verdichtung des geschriebenen textes wieder der gesprochenen interpretation bedarf.

02:09:50.940 --> 02:09:55.164
<v Moritz Klenk>Deswegen redundanz erst die erst das sprechen dass die schrift,

02:09:59.610 --> 02:10:11.400
<v Moritz Klenk>die wortwahl die präzisen sprachlichen zeichen die verwendet werden können die entwickelt werden weil wir schrift hatten und das so haben schreiben können entwickeln können und so weiter erst.

02:10:11.683 --> 02:10:17.848
<v Moritz Klenk>Das sprechen dass die schrift in sich aufhebt befreit die menschliche rede schon immer menschlich zu sein.

02:10:18.047 --> 02:10:32.420
<v Moritz Klenk>Von dieser lüge immer schon menschlich zu sein also der der anspruch dass wir schon immer menschlich nur weil wir sprechen sei dieses sprechen schon ein menschliches das muss er sagen über reflexion gewinne der schriftlichkeit eine entwickelt werden

02:10:32.402 --> 02:10:36.686
<v Moritz Klenk>und umgekehrt gilt jetzt aber auch das gleiche für schrift.

02:10:37.047 --> 02:10:42.990
<v Moritz Klenk>Also wenn ein menschliches reden nun jetzt ein reden ist dass die schriftlichkeit schon in rechnung,

02:10:43.038 --> 02:10:48.596
<v Moritz Klenk>was also mit reflexion der wissenschaftlichen erkenntnisproblem beispielsweise.

02:10:48.723 --> 02:10:56.221
<v Moritz Klenk>Einen anderen politischen diskurs eine andere auseinandersetzung ermöglicht etwa ja also man kann anders miteinander sprechen.

02:10:57.153 --> 02:11:11.472
<v Moritz Klenk>Man kennt ja aus dem alltag sehr viele situationen indem man sehr wohl weiß dass nur weil wir miteinander sprechen ist es deswegen nicht schon menschlich sondern ganz im gegenteil aber möglicherweise bietet die schrift da ein ein variationsbezeichnung.

02:11:11.588 --> 02:11:19.585
<v Moritz Klenk>Für das sprechen der es einem erlaubt miteinander menschlicher zu sprechen als das vermeintlich schon menschliche sprechen,

02:11:19.681 --> 02:11:26.568
<v Moritz Klenk>immer schon ist also eine höfliche art und weise mag aber auch nicht nur höflich sein sondern eine sehr präzise

02:11:26.423 --> 02:11:36.242
<v Moritz Klenk>oder all diese debatten die wir führen bei antirassistischen antisexistisch und so weiter bemühungen sprache so zu verändern dass wir dass man nicht diskriminierend spricht

02:11:36.104 --> 02:11:44.943
<v Moritz Klenk>beispielsweise all solche formen sind diese reflexion gewinne die aufgehoben werden können ihn also aufbewahrt sozusagen

02:11:44.931 --> 02:11:49.186
<v Moritz Klenk>nutzbar gemacht werden fürs sprechen und umgekehrt aber jetzt auch also,

02:11:49.252 --> 02:11:53.464
<v Moritz Klenk>was heißt es wenn wir die erkenntnisse aus einem solchen entwickelten sprechen.

02:11:53.675 --> 02:12:08.006
<v Moritz Klenk>Jetzt nutzbar machen für ein schreiben und dann freiräume schaffen in denen plötzlich texten eine ganz andere funktion noch gewinnen kann als er sie zuvor hatte wenn er also nicht mehr diese ganzen ballaststoffe mit sich führen muss die man im sprechen auch haben kann.

02:12:08.253 --> 02:12:14.153
<v Moritz Klenk>Wenn man also für manches spricht für anderes schreibt ist das nicht so ein ein raum an freiheit,

02:12:14.220 --> 02:12:27.277
<v Moritz Klenk>für den text auch den noch anders zu entwickeln und was mich da interessiert sind natürlich unter anderem auch computerprogramme die geschrieben sind und so eine ganz andere art von schriftlichkeit aber auch eine ganz andere art von lesbarkeit fordern.

02:12:27.380 --> 02:12:32.007
<v Moritz Klenk>Die damit jetzt erstmal nichts zu tun hat aber in diesem zusammenhang kann man das stellen.

02:12:31.737 --> 02:12:37.564
<v Tim Pritlove>Verstehe ich dich jetzt richtig dass du das weiß ein bisschen komplex aber,

02:12:37.601 --> 02:12:51.073
<v Tim Pritlove>plädiert quasi oder du du zeigst auf oder denkst dass man sagen kann dass die präzision und klarheit von schrift und diese rolle die sie hat genau klar zu sein.

02:12:52.636 --> 02:12:53.813
<v Tim Pritlove>Dem.

02:12:54.462 --> 02:13:05.747
<v Tim Pritlove>Diesen mythos geschaffen hat das das das reden halt so die die menschliche lokale lockere art und weise ist obwohl es eben nicht stimmt wie man im alltag sehen kann.

02:13:06.342 --> 02:13:14.442
<v Tim Pritlove>Und das im umkehr schluss genauso sozusagen dass das das sprechen eben wiederum das schreiben.

02:13:14.617 --> 02:13:24.700
<v Tim Pritlove>Eigentlich auch in der hinsicht aufwertet zu etwas was es vielleicht nicht unbedingt immer erfüllt weil's auch nicht unbedingt immer so klar ist und weiß auch nicht unbedingt immer so präzise ist.

02:13:24.887 --> 02:13:31.622
<v Tim Pritlove>Und wie ich finde auch ein bisschen auch überhöht wird weil.

02:13:31.917 --> 02:13:35.191
<v Tim Pritlove>Es eigentlich dafür dass so klar ist.

02:13:35.709 --> 02:13:40.955
<v Tim Pritlove>Doch zu extrem viel missverständnissen führen wenn man sich die kommentar kultur zum beispiel zwischen blogs und podcast an.

02:13:41.099 --> 02:13:46.267
<v Tim Pritlove>Ort ja und wie viele missverständnisse blogs herbeirufen des markt

02:13:46.152 --> 02:14:03.122
<v Tim Pritlove>dem geschuldet sein dass die leute sich dann wenig zeit nehmen und einfach zack jetzt kann ich hier gleich kommentieren weil ich habe das mal quer gelesen oder ich habe mir mal gedacht gedacht was bastelt der titel vielleicht hier meint so aber eben auch so diese schwierigkeit dass das dass man eben das aus dem prozess den ich immer wieder festgestellt habe

02:14:02.972 --> 02:14:11.469
<v Tim Pritlove>wenn ich wenn ich was schreibe muss ich doppelt codieren ja ich muss einerseits meinen gedanken den ich jetzt in der regel.

02:14:11.830 --> 02:14:15.470
<v Tim Pritlove>Übers sprechen relativ einfach formulieren könnte.

02:14:15.753 --> 02:14:29.706
<v Tim Pritlove>So codieren dass er es erstmal korrekten satz ergibt der irgendwie mein mein formalien genügt so also rechtschreibung grammatik und dass auch das aussagt was ich gerne möchte aber ich muss trotzdem auch noch mit rein codieren.

02:14:30.253 --> 02:14:34.843
<v Tim Pritlove>Diese redundanz da ist ein coq code redundanz mit

02:14:34.742 --> 02:14:43.148
<v Tim Pritlove>ich muss missverständnisse vermeiden ich muss so schreiben ich muss so formulierungen finden muss es so drehen dass jetzt möglichst niemand missversteht

02:14:43.052 --> 02:14:45.648
<v Tim Pritlove>was jetzt aber dann am ende dann halt doch.

02:14:45.757 --> 02:14:53.273
<v Tim Pritlove>Das heißt man hat halt dieses problem also das ist so quasi so samoa moment so

02:14:53.154 --> 02:15:01.512
<v Tim Pritlove>modeliere quasi meinen gedanken in text aber wenn andere leute die dann für sich irgendwie dem modulieren verstehen sie am ende dann doch wieder was ganz

02:15:01.392 --> 02:15:11.746
<v Tim Pritlove>anderes weil es dann doch irgendwie nicht klar war was eigentlich hier unser unser code ist das man kann natürlich auch in der sprache missverstanden werden aber ich stelle einfach fest dass es eigentlich viel viel viel viel seltener also wenn man.

02:15:11.884 --> 02:15:19.383
<v Tim Pritlove>Sprache an sich beschäftigt und beherrscht und wenn man jetzt nicht aus so vollkommen des jungen kulturkreisen

02:15:19.215 --> 02:15:27.561
<v Tim Pritlove>kommt das mal eh die ganze zeit aneinander vorbei redet aber leute die sozusagen im wesentlichen unter derselben wolke sich bewegen wie ich,

02:15:27.628 --> 02:15:36.370
<v Tim Pritlove>dann doch schon einfacher die möglichkeit meine eigene das was ich eigentlich sagen möchte aus meiner sprache herauszuziehen.

02:15:37.128 --> 02:15:45.174
<v Tim Pritlove>Als beim text ist seine ich gebe mir extrem viel mühe und selbst wenn ich das tue dann ist es noch nicht mal sicher alles passiert.

02:15:45.342 --> 02:15:54.206
<v Tim Pritlove>Wie gesagt wenn man sich anschaut wieso das kommentar ergebnis am ende aussieht so bei blogs hauen sich alle irgendwie permanent in die fresse und,

02:15:54.290 --> 02:16:07.047
<v Tim Pritlove>ich will nicht sagen dass es jetzt nur blühende landschaften sind jetzt in podcast ist aber es ist schon spät schon in einer ganz anderen liga also das hat mir eigentlich immer gesagt okay da ist da ist dann sozusagen eigentlich auch ein

02:16:06.915 --> 02:16:13.230
<v Tim Pritlove>ein riesenvorteil im gesprochenen und ja jetzt ist natürlich die frage.

02:16:13.771 --> 02:16:20.044
<v Tim Pritlove>Kriegen wir unsere schriftliche kommunikation ist überhaupt noch zu retten und wie kriegen wir die sozusagen.

02:16:20.538 --> 02:16:26.510
<v Tim Pritlove>Mit mehreren und tanz angereichert um diese missverständnis ebene wegzubekommen.

02:16:26.547 --> 02:16:36.179
<v Moritz Klenk>Ja das ist dann das ist dann wirklich die frage also redundanz ist sicherlich ein wichtiger aspekt bei der bei bei diesem nachdenken darüber.

02:16:36.383 --> 02:16:49.831
<v Moritz Klenk>Aber nicht nur also weil beispielsweise die mündliche kommunikation ist voll von missverständnissen aber wenn man so will wir sind einfach bessere conceiler als so maschinen ja also wir sind einfach sehr viel fehler toleranter,

02:16:49.868 --> 02:16:53.029
<v Moritz Klenk>missverständnisse führen nicht immer zum programm abbruch.

02:16:53.040 --> 02:17:02.757
<v Tim Pritlove>Wir sind aber auch deshalb für toleranter weil einfach sehr viel mehr redundanz drin ist und zwar in form von betonung wie laut ich spreche wie ich sage wie schnell ich.

02:17:02.806 --> 02:17:08.051
<v Moritz Klenk>Ist aber nicht nur redundant also es ist einfach zum beispiel auch verschiedene und bild- und bedeutungslos ebenen also.

02:17:08.508 --> 02:17:20.081
<v Moritz Klenk>Anschaue dann steckt da vielleicht nicht diese freundlichkeit drin die ich in meiner stimme vermag zu also das ist dann nicht redundanz sondern das ist etwas neues etwas sagen es kommt informationsdichte ist er erhöht.

02:17:19.781 --> 02:17:32.508
<v Tim Pritlove>Bold und italic ja also ich ich ich kann halt durch so schreck schrift sagen ja in dem moment so ja das ist jetzt nicht so gemeint was ich in der stimme halt sofort intuitiv rüberbringen kann.

02:17:32.256 --> 02:17:32.989
<v Moritz Klenk>So

02:17:33.049 --> 02:17:47.399
<v Moritz Klenk>und die frage ist jetzt also wenn wir jetzt auf uns auf redundanz konzentrieren dann stellen wir zumindest mal fest dass ich sehr viele worte verwende und den podcast zu gestalten also dreitausendsechshundert zeiten das ist jetzt nicht wirklich eine praktikable buchlinge

02:17:47.327 --> 02:17:48.804
<v Moritz Klenk>ja

02:17:48.697 --> 02:18:03.299
<v Moritz Klenk>das kann man ja mal feststellen also das heißt wenn ich jetzt das als die erkenntnis meiner meiner wissenschaftliche arbeit begreife und dann nutzbar machen möchte für geschriebene texte dann würde ich einfach die aufblasen unnötig aufblasen es geht aber auch nicht um diesen aspekt.

02:18:03.666 --> 02:18:05.366
<v Moritz Klenk>Es geht nicht gar nicht um diesen aspekt

02:18:05.336 --> 02:18:14.162
<v Moritz Klenk>sondern vielleicht möglicherweise um ganz andere kriterien und da wird es interessant weil dann habe ich den eindruck beispielsweise dass das dieses sprechende denken

02:18:14.139 --> 02:18:25.226
<v Moritz Klenk>es ermöglicht über über fragen und aspekte von sprache und sprachlicher erkenntnis konstruktion nachzudenken die im schriftlichen anders aber auch erzeugt bar sind beispielsweise die brüchige zeit,

02:18:25.250 --> 02:18:28.867
<v Moritz Klenk>dieses zweifelnde momente der schleifen der schlaufe.

02:18:28.976 --> 02:18:44.484
<v Moritz Klenk>Aber auch dieses diese nicht ständig eine gewisse arrogante sicherheit über über den dingen schweben zu können und nur die ergebnisse produzieren zu können und das nur als wissenschaftliche texte begreifen lernen immer wieder in jedem wissenschaftlichen text diesen druck

02:18:44.322 --> 02:18:52.627
<v Moritz Klenk>des wissenschaftlichen schreibens zu reproduzieren erinnern in einer gewissen form auch immer wieder eine anmaßung die beispielsweise auch.

02:18:53.120 --> 02:19:06.201
<v Moritz Klenk>Einen größeren laienpublikum und publikum mehr und mehr stinkt ja also bei diesem wissenschaftlern die sind nicht nur unverständlich die glauben auch die ganze zeit die haben recht und ich verstehe das nicht das kann doch gar nicht sein das heißt nicht dass alles.

02:19:06.340 --> 02:19:09.224
<v Moritz Klenk>Allgemein verständlich formuliert sein muss

02:19:09.170 --> 02:19:20.960
<v Moritz Klenk>also dieser illusion ich bin kein anhänger dieser illusion ich weiß das gibt viele vertreterinnen und vertreter vieler fächer und disziplin die sagen wenn ich nicht klar und verständlich sagen kann dann ist es nicht richtig

02:19:20.894 --> 02:19:26.050
<v Moritz Klenk>das ist quatsch weil also viele theorien der physik oder der biologie oder chemie oder so

02:19:25.960 --> 02:19:37.178
<v Moritz Klenk>keinen plan würde ich nie nach also könnte ich vielleicht wenn ich mich irgendwie wenn ich studieren würde vielleicht wer weiß ja aber ich verstehe es nicht das heißt aber nicht dass sie falsch sind ich verstehe es halt nicht ja es ist halt sind halt komplizierte sache

02:19:37.077 --> 02:19:44.479
<v Moritz Klenk>müssen wir auch kompliziert also sie müssen hinreichend kompliziert aber so einfach wie möglich aber bitte nicht einfacher dargestellt werden.

02:19:44.630 --> 02:19:53.067
<v Moritz Klenk>Eben nicht einfacher und nur weil es kompliziert ist heißt es nicht kompliziert oder komplexe sogar heißt das halt nicht dass es falsch ist das heißt,

02:19:53.127 --> 02:20:03.972
<v Moritz Klenk>wenn wir aber die schriftliche sprache mit den erkenntnissen eines sprechenden denkens entwickeln wollen dann kann es aber trotzdem sein dass wir so lange unsicherheit momente wissenschaftliche zweifels,

02:20:04.040 --> 02:20:12.368
<v Moritz Klenk>der entstehung von wissenschaftlicher erkenntnisse selber auch schriftlich einbauen abbrüche in fragestellungen und so weiter ich bin

02:20:12.146 --> 02:20:27.739
<v Moritz Klenk>bin momentan an so einem kleinen schreibprojekt dran wo ich jetzt auf meiner forschungsreise beziehungsweise konferenz reise in los angeles war für zwei wochen und ich hatte mir vorgenommen hey tagebuch format das hat sich für mich bewährt ich schreibe also täglich

02:20:27.529 --> 02:20:36.007
<v Moritz Klenk>versuche ich das jetzt mal schreiben mir zu erschreiben was ich da mache und wie diese reise eigentlich als arbeitsinspektorat gilt oder wie sie mich ablenkt wie die

02:20:35.888 --> 02:20:44.108
<v Moritz Klenk>wie diese wissenschaftlichen alltag produziert und sofort und was ich jetzt in der schriftlichen kommunikation

02:20:44.053 --> 02:20:49.713
<v Moritz Klenk>machen kann ist ich habe nicht nur meine aufzeichnungen von den jeweiligen tagen sondern

02:20:49.618 --> 02:20:58.379
<v Moritz Klenk>ich setze das am besten natürlich gleich mit later dann sieht's auch ordentlich aus und ich kann abgefahrene layouts wählen ich habe so verschiedene spalten.

02:20:58.758 --> 02:21:09.110
<v Moritz Klenk>Spalten text spalten in denen ich schreiben kann ich habe beispielsweise eine eine spalte wo ich wo ich den den text des jeweiligen tages schreibe und dann habe ich einen so einen blog

02:21:09.046 --> 02:21:20.168
<v Moritz Klenk>indem ich beispielsweise zitate einfügen kann und dann habe ich so eine kommentarspalte und ich kann mich selbst kommentieren ich kann das in frage stellen ich kann sagen das ist doch unsinn an der stelle lässt sich das auch anders formulieren und ich kann,

02:21:20.199 --> 02:21:33.561
<v Moritz Klenk>diesen text selber in so eine dynamische interaktion treten und das selber wieder zur darstellung bringen das heißt ich kann diesen text in einer gewissen weise versuchen die anmaßung immer schon recht zu haben nur weil er als wissenschaftlicher,

02:21:33.569 --> 02:21:42.948
<v Moritz Klenk>zu nehmen diese anmaßung zu nehmen das heißt also genauso wie der menschlichen rede die lüge genommen werden muss immer schon menschlich zu sein nur weil sie redet.

02:21:43.255 --> 02:21:51.733
<v Moritz Klenk>Weil man sie einfach auch entwickeln kann mit erkenntnissen die aus der schriftlichkeit beispielsweise stammen sehr präzise zu sein sehr genau zu achten dass es nicht

02:21:51.680 --> 02:21:55.020
<v Moritz Klenk>kriminalisiert nicht einfach zu sagen ja das ist doch so wie wir reden

02:21:54.870 --> 02:22:09.351
<v Moritz Klenk>ist mir doch egal ob da jetzt die männliche oder die weibliche form steht oder so sondern man kann ja auch das einfach entwickeln in dem menschlichen sprechenden lenken selbst entwickeln dass man da diskriminierungen oder unterscheidungen einführt die die möglicherweise.

02:22:09.592 --> 02:22:11.419
<v Moritz Klenk>Der realität besser entsprechend.

02:22:11.666 --> 02:22:22.939
<v Moritz Klenk>Etwa dass man das gleiche jetzt auch für die schriftlichkeit macht die also in rechnung stellt das erkenntnis nicht ein so eindimensionaler prozess ist der dann am ende ein so ein klares ergebnis

02:22:23.516 --> 02:22:36.422
<v Moritz Klenk>ausspuckt sondern dass es ein prozess ist der voller geprägt ist von zweifeln von abbrechen von widersprüchen und das nicht notwendigerweise einfach auflösen kann nur weil das jetzt der forschungsbericht ist heißt das nicht dass da jetzt schluss ist,

02:22:36.466 --> 02:22:39.240
<v Moritz Klenk>sondern im gegenteil es könnte halt jetzt erst richtig losgehen.

02:22:38.940 --> 02:22:47.227
<v Tim Pritlove>Wird gerade klar dass es gegebenenfalls auch eine herausforderung für die typografie ist dass man sozusagen.

02:22:47.390 --> 02:22:54.131
<v Tim Pritlove>Dass unsere bisherige schrift eigentlich nur dafür geeignet ist eben diese klaren wahrheiten auszusprechen.

02:22:55.333 --> 02:23:02.328
<v Tim Pritlove>Überhaupt keinerlei satz regeln existieren oder setz regeln existieren wie man wie man.

02:23:02.707 --> 02:23:09.659
<v Tim Pritlove>Pausen abbrüche wiederholungen und zwar prinzip schreitest du hast so eine art.

02:23:10.958 --> 02:23:15.590
<v Tim Pritlove>So ähnlich wie so eine musikalische notstation ja so repetition ja im prinzip

02:23:15.446 --> 02:23:27.560
<v Tim Pritlove>mit drin hat hat man da irgendwie so seine striche und doppelt punkte und irgendwie klar und es gibt irgendwie auch symbole für lange pausen also das einzige das einzige zeichen was das in sich hat im übrigen was ich auch,

02:23:27.597 --> 02:23:35.383
<v Tim Pritlove>genau aus diesem grunde auch sehr sehr gerne verwende bin ich schreibe ist der.

02:23:35.895 --> 02:23:44.643
<v Tim Pritlove>Desch der tisch und der graphisch heißt im deutschen gibt's ja noch diesen wunderbaren begriff des gedankenstrich ja also der gedanke

02:23:44.488 --> 02:23:54.829
<v Tim Pritlove>strich ist halt der längste strich von allen und ich bin mir mich zumindest immer typographisch schon unterschied zu machen ob ich jetzt einen bindestrich verwende.

02:23:55.166 --> 02:23:57.347
<v Tim Pritlove>Was halt nur zum binden oder

02:23:57.288 --> 02:24:06.913
<v Tim Pritlove>falle der satz trennung eben zum trennen gedacht ist ja oder eben in diesen normalen trennungsstrich oder eben so wirklich,

02:24:06.961 --> 02:24:19.809
<v Tim Pritlove>weil's nichts nichts atmet so sehr wie der gedankenstrich den eben auch reinzuwerfen einfach um auch so eine zeitliche rhythmus mit in den text einbauen zu können aber da hört's dann in gewisser hinsicht auch schon auf typographen.

02:24:19.509 --> 02:24:25.157
<v Moritz Klenk>Da hört's dann auf und interessanterweise ja auch über wirklich jahrzehnte und jahrhunderte.

02:24:25.338 --> 02:24:29.483
<v Moritz Klenk>Ist das der gesamte variations spektrum wissenschaftlicher texte

02:24:29.471 --> 02:24:33.064
<v Moritz Klenk>also wenn sie so ein gedankenstrich verwenden dann hat man ja schon mal glück.

02:24:33.443 --> 02:24:47.252
<v Moritz Klenk>Der ist ja gar nicht notwendig in einem drin und es wird einfach meistens fließtext manchmal tabellen manchmal grafiken was auch immer aber im wesentlichen wird da fließtext produziert der so konventionell vom satz her so schlicht,

02:24:47.259 --> 02:24:54.324
<v Moritz Klenk>uninspiriert so so unkreativ limitationen reproduziert dies nicht hat

02:24:54.230 --> 02:25:07.442
<v Moritz Klenk>dies nicht gibt die gab es noch nie das hat zwar immer schon abwechslungsreicher wenn man sich beispielsweise eine seite des talmuds anschaut also jüdischer religiöse texte dann hat man da beispielsweise einen heiligen text der in der mitte so als text.

02:25:07.713 --> 02:25:13.957
<v Moritz Klenk>Und außen herum so kommentare kommentare die diesen kleinen text

02:25:13.872 --> 02:25:28.709
<v Moritz Klenk>kommentieren und das wurde schon immer so gesetzt und da ist der eine kommentar von rabbiner sohn so und der andere kommentar von rabbiner sohn so und die sind immer in denselben anordnungen die sind immer so um diesen text herum gesetzt und außen rum in der marginal marginalien spalte

02:25:28.643 --> 02:25:35.908
<v Moritz Klenk>also am rand des textes findet man dann noch einzelne von vielleicht dem ein oder anderen rabbiner so.

02:25:36.035 --> 02:25:45.570
<v Moritz Klenk>Die später kamen in der texte zitate hinweise kritiken und so zu diesen text in der mitte das heißt man hat einen lebendigen text

02:25:45.450 --> 02:25:52.492
<v Moritz Klenk>der gesetzt ist in einer art und weise die so anspruchsvoll dass sie wirklich alles nur noch,

02:25:52.552 --> 02:25:57.990
<v Moritz Klenk>peinlich dastehen lässt was so an wissenschaftlicher prosa so produziert wird weil weil dort

02:25:57.871 --> 02:26:06.842
<v Moritz Klenk>auch grafisch variations reichtum für sich beansprucht wird der schon immer möglich war aber einfach nicht ausgeschöpft ist

02:26:06.752 --> 02:26:14.516
<v Moritz Klenk>und jetzt geht es mir aber nicht darum also nicht nur das kann auch eine möglichkeit sein aber es geht jetzt nicht nur darum

02:26:14.450 --> 02:26:23.506
<v Moritz Klenk>es geht jetzt nicht nur darum zu fragen wie kann man menschliches also mündliches sprechen wie kann man mündliches sprechen

02:26:23.398 --> 02:26:33.113
<v Moritz Klenk>typographisch reproduzieren zum beispiel das zögern die pausen und so weiter reproduzieren es geht ja nicht nur darum wie kann ich das da gibt's ja zum beispiel.

02:26:33.175 --> 02:26:45.950
<v Moritz Klenk>Transkriptionen regeln also die kennt man eben aus der linguistik aus der konversation analyse beispielsweise wenn dann pausen transkribiert werden und ein punkt ist eine mikropause und drei punkte ein bisschen länger und dann wenn's

02:26:45.818 --> 02:26:50.000
<v Moritz Klenk>größer wird gibt man in klammern diese kunden an und so weiter kann man ja machen alles

02:26:49.903 --> 02:27:03.268
<v Moritz Klenk>na und man setzt das natürlich in so einer mono in so einer space von damit jedes jeder buchstabe gleich lang ist und man das auch so anordnen kann im text das gäbe es alles aber es gibt ja auch noch darüber hinaus die möglichkeit

02:27:03.213 --> 02:27:10.557
<v Moritz Klenk>text jetzt als eigene darstellungsform ernst zu nehmen und zu sagen was ist denn möglich was im menschlichen sprechen zu einem ich sage

02:27:10.544 --> 02:27:19.715
<v Moritz Klenk>fälschlicherweise menschlich aber im mündlichen sprechen nicht möglich ist also solche anordnungen die auf gleichzeitigkeit der des visuellen,

02:27:19.732 --> 02:27:29.449
<v Moritz Klenk>setzen was ja beim sprechen nur mit unverständlichkeit verkauft werden kann also wenn zwei leute gleichzeitig sprechen versteht man halt beide nicht mehr

02:27:29.360 --> 02:27:43.684
<v Moritz Klenk>beim text ist das anders ich kann mit dem auge hin und her springen ich kann aber die gleichzeitigkeit auch als information ernst nehmen da steht das auf gleicher höhe auf der seite und der satz ist noch eine frage also gedruckter text ist eine frage aber.

02:27:43.702 --> 02:27:50.781
<v Moritz Klenk>Text auf bildschirm ist er nochmal eine völlig andere und dann und dann haben wir noch gar nicht angefangen darüber zu sprechen was so

02:27:50.716 --> 02:28:05.461
<v Moritz Klenk>intermediales möglich ist wenn wir text ton bild und so weiter kombinieren also da werden dinge möglich ja über die lohnt sich auch unter der maßgabe oder unter diese frage des sprechenden denkens nochmal neu nachzudenken.

02:28:06.363 --> 02:28:17.563
<v Tim Pritlove>Es fällt mir auch irgendwie gerade ein es gibt ernst jan der hat auch so seine gedichte auch so grafisch teilweise notiert.

02:28:17.263 --> 02:28:24.690
<v Moritz Klenk>Oder eugen gomringer zum beispiel die erfinder der konkreten poesie beispielsweise wenn dann.

02:28:25.226 --> 02:28:37.640
<v Moritz Klenk>So texte das grafisch darstellen was was sie aussagen sollen genau also es gab all es gibt diese möglichkeiten aber wissenschaftlich ist man dann relativ

02:28:37.604 --> 02:28:42.075
<v Moritz Klenk>sollen wir mal konservativ vielleicht.

02:28:41.804 --> 02:28:47.224
<v Tim Pritlove>Das.

02:28:48.300 --> 02:28:54.490
<v Tim Pritlove>Nochmal so aufs sprechende denken als solches so zum schluss zu kommen.

02:28:55.079 --> 02:29:04.279
<v Tim Pritlove>Was dir da auch in dem prozess vielleicht noch aufgefallen ist oder wie man das so charakterisieren kann.

02:29:05.360 --> 02:29:09.699
<v Tim Pritlove>Wenn man so viel redet in mikrofone wie ich es auch tue.

02:29:10.420 --> 02:29:17.859
<v Tim Pritlove>Habe ich auch oft gemerkt dass eben dieses erkenntnis hafte dieses.

02:29:18.862 --> 02:29:27.010
<v Tim Pritlove>Genau in dem moment in dem ich mich jetzt gerade befinde so dieses ich weiß eigentlich noch nicht mal welche frage ich stellen soll ja also dass man dass man sich heran

02:29:26.915 --> 02:29:41.739
<v Tim Pritlove>tastet an an an das was man eigentlich meint es ist ja so so echtzeit ausgrabung vorgänge im im eigenen hirn wo man irgendwie versucht zu verstehen wie bin ich denn jetzt eigentlich gerade verschaltet.

02:29:42.118 --> 02:29:47.002
<v Tim Pritlove>Dieser prozess bei dir im pott log.

02:29:47.904 --> 02:30:01.827
<v Tim Pritlove>Ich bin mir jetzt nicht ganz so sicher ob das sozusagen nur deine methode ist oder das letzten endes vielleicht auch in diesem moment gerade genauso mache war es eben oft so ein so ein ein vor und zurück sein also ein interaktives suchen.

02:30:02.272 --> 02:30:08.936
<v Tim Pritlove>Nach dem richtigen begriff wo man immer wieder so an so einem punkt kommt und dann sagst du jetzt.

02:30:09.279 --> 02:30:13.953
<v Tim Pritlove>Rolle ich das alles wieder nochmal zurück irgendwie löschen delite lite.

02:30:17.728 --> 02:30:31.038
<v Tim Pritlove>Was kann man davon trainieren was was ist daran sozusagen eine technik die man sich die man vielleicht generell aufstellen kann die man sich erarbeiten kann und was es halt einfach nur so wie es.

02:30:31.819 --> 02:30:37.617
<v Tim Pritlove>Kommt hast du da irgendwelche allgemeinen dinge ableiten können wie man sich dem nähern kann.

02:30:37.335 --> 02:30:51.521
<v Moritz Klenk>Im besten fall keine allgemein sondern sehr konkrete dinge die man die man versuchen kann also wenn man wenn man das jetzt auf so haut tut tipps runterbrechen will dann würde ich sagen kann man.

02:30:51.667 --> 02:30:54.197
<v Moritz Klenk>Kann man einfach sagen einfach machen.

02:30:54.743 --> 02:30:58.913
<v Moritz Klenk>Wieder neu anfangen wie neu hat das reinhard götz genannt.

02:30:59.292 --> 02:31:07.403
<v Moritz Klenk>Immer wieder neu anfangen wie neu das ist das motto einfach machen ich verbinde das in meinen überlegungen in

02:31:07.357 --> 02:31:18.791
<v Moritz Klenk>im pott log schon aber auch dann jetzt so im anschluss daran eben mit diesem begriff des experimentelle oder des experimental systems du hast jetzt gerade ausgrabungen im eigenen gehirn genannt

02:31:18.671 --> 02:31:24.944
<v Moritz Klenk>aber bei ausgrabungen im eigenen gehirn geht man davon aus dass da was drin ist es im besten fall auch.

02:31:24.662 --> 02:31:25.945
<v Tim Pritlove>Ich hoffe.

02:31:25.696 --> 02:31:28.646
<v Moritz Klenk>Keine keine frage aber

02:31:28.580 --> 02:31:36.416
<v Moritz Klenk>also aber dass da sagen dass da schon die gedanken vorhanden sind sie müssen nur noch hervorgelockt werden oder man stellt sich ausgrabung ja so vor

02:31:36.344 --> 02:31:47.430
<v Moritz Klenk>erstmal schaufel und dann das fein werkzeug also so ein pinsel zum beispiel da wird dann noch so rum gepinselt und man am schluss ist ein ganz schöner gedanke da der war halt die ganze zeit schon da der muss sein oder so

02:31:47.275 --> 02:31:50.898
<v Moritz Klenk>der veredelte diamant der so raus geschliffen wird

02:31:50.813 --> 02:32:00.050
<v Moritz Klenk>beispielsweise die unterscheidung von rohdiamant und soweit meines erachtens die das bessere bild oder die bessere metapher ist eigentlich die des bastler

02:31:59.960 --> 02:32:01.852
<v Moritz Klenk>ich schließe da an an

02:32:01.799 --> 02:32:10.451
<v Moritz Klenk>claude stroos überlegung zum wilden denken der das wilde denken das basteln wir denken von dem ingenieur unterscheidet.

02:32:10.566 --> 02:32:14.826
<v Moritz Klenk>Was verrücktes meistens sind es ja oft auch ingenieure die basteln.

02:32:15.217 --> 02:32:27.289
<v Moritz Klenk>Und so eine ganz große leidenschaft dafür haben und ich habe den eindruck dass wenn man wenn man sich damit beschäftigt dann ist was es zu erlernen und sich immer wieder anzutrainieren gilt ist sozusagen,

02:32:27.356 --> 02:32:35.250
<v Moritz Klenk>der habitus einer bastler ich vergleiche das mit der situation des schiffbruch auf offener see,

02:32:35.311 --> 02:32:39.458
<v Moritz Klenk>weil das stellt die dramatik der notwendigkeit dieser situation gut da.

02:32:39.830 --> 02:32:43.464
<v Moritz Klenk>Das heißt unter chaotischen bedingungen

02:32:43.393 --> 02:32:47.671
<v Moritz Klenk>prekären anstellungsverhältnissen in der wissenschaft beispielsweise sind so fragen mit denen ich

02:32:47.486 --> 02:33:00.380
<v Moritz Klenk>mich beschäftigen muss oder aber auch prekären situationen des beruflichen alltags im weiteren es kann ja alle möglichen menschen treffen in allen möglichen situationen man ist immer schon eigentlich in der situation des schiffbrüchigen

02:33:00.350 --> 02:33:08.270
<v Moritz Klenk>auf hoher see treibend um sich herum nur trümmerteile und diese trümmerteile aus denen muss man sich jetzt ein floß basteln.

02:33:08.410 --> 02:33:16.412
<v Moritz Klenk>Ungefähr so ist dieses sprechende denken zu begreifen als eine übung immer wieder neu anfangen wie neu es gibt gar keine alternative als schiffbrüchige auf hoher see.

02:33:16.521 --> 02:33:21.659
<v Moritz Klenk>Keine alternative untergehen oder ich mache halt was draus und dieses ich mache halt was draus

02:33:21.490 --> 02:33:37.030
<v Moritz Klenk>das ist der zugang zu erlernen gilt das ist so diese diese neugier und dieses experimentelle dieser modus des experimentelle um den es geht beim sprechenden denken und wenn man sich dann mit dem sprechen und auf dieses sprechen einlässt merkt man manche dinge fügen sich zueinander

02:33:36.922 --> 02:33:52.528
<v Moritz Klenk>dieses teil passt zu jenem wenn ich's da anschraubt dann kann ich mich da mal schon mal besser drauf stellen und dann kann ich dieses dort anschrauben und so weiter und manchmal entwickelt sich auch so eine art spielerische leidenschaft dafür die die die dann so eine

02:33:52.360 --> 02:34:01.282
<v Moritz Klenk>stabilisierung zumindest für einen kurzen moment ermöglicht aber was jede bass darin auch weiß und jede experimentelle forscherin auch weiß ist.

02:34:01.590 --> 02:34:10.512
<v Moritz Klenk>Ständig scheitert's ständig bricht alles wieder auseinander ständig steht man wieder da oder schwimmt treibt wieder in seinen trümmerteilen da muss man mit anfangen

02:34:10.452 --> 02:34:21.322
<v Moritz Klenk>immer wieder anfangen wie neu und dann und dann immer wieder dieses als auch eine so ein kontinuierliche übung zu begreifen das macht ein in einer gewissen weise würde ich sagen auch

02:34:21.972 --> 02:34:31.587
<v Moritz Klenk>auch so ein bisschen bescheidener gegenüber diesen gefahren der anmaßung des wissenschaftlichen schreibens das dann immer auftritt mit dem hier ist mein schiff,

02:34:31.599 --> 02:34:38.033
<v Moritz Klenk>findet das bitte gut schau wie beeindruckend das ist mein ergebnis von wegen

02:34:38.017 --> 02:34:55.959
<v Moritz Klenk>die stehen auch nur da und basteln auf offener see schwimmen können nicht mal richtig schwimmen ja und am schluss steht halt da ein schiff aber wie's dahin kam sagt halt keiner was ja und am anfang ist es schmutzig und möglicherweise halt sehr gefährlich und ständig ist man verzweifelt aber das ist auch okay also sagen erkenntnisprozess sind riskante

02:34:55.773 --> 02:35:03.782
<v Moritz Klenk>prozesse man scheitert ständig und wenn man nicht scheitern kann dann gewinnt man keine erkenntnis sondern reproduziert ganz sicher nur etwas was schon längst bekannt war.

02:35:03.921 --> 02:35:12.201
<v Moritz Klenk>Wenn man nicht scheitern kann reproduziert man nur was schon bekannt war nur wenn man scheitern kann und immer wieder scheitert

02:35:12.178 --> 02:35:13.987
<v Moritz Klenk>hat man die chance.

02:35:14.280 --> 02:35:28.595
<v Moritz Klenk>Sich in der annahme nicht ganz täuschen zu müssen dass man möglicherweise auf der richtigen spur ist und zwar in dieser ganzen vorläufigkeit und vorsichtig formuliert also dieser dieses verdächtige wenn man scheitern kann dann

02:35:28.480 --> 02:35:33.731
<v Moritz Klenk>macht man zumindest schon mal dinge vielleicht ein bisschen richtiger als wenn man das gefühl hat da kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

02:35:34.015 --> 02:35:48.550
<v Tim Pritlove>An der stelle immer wieder grüße an christoph schlingensief der mit seinem großartigen scheitern als chance finde ich fast alles dazu gesagt hat in das in drei worten das ist schon bemerkenswert künstlerische leistung gewesen.

02:35:49.176 --> 02:35:55.479
<v Tim Pritlove>Ja das ist diese.

02:35:56.519 --> 02:36:06.350
<v Tim Pritlove>Da ist ja auch noch so was psychologisches drin so dieses nicht selbst also diese selbstüberzeugung selbstbewusstsein ja vom.

02:36:06.578 --> 02:36:12.604
<v Tim Pritlove>Selbstbewusstsein zum sendungsbezogen sein so dieses sendungsbezogen hat auch immer so ein bisschen sowas mit.

02:36:12.906 --> 02:36:25.537
<v Tim Pritlove>Mut zu tun so ja ich trau mich das jetzt und sitzt aber dann vielleicht auch voraus dass man da irgendwie so 'ne gefahr drin sieht auf der anderen seite ist mal ganz oft angehen lässt und sagt,

02:36:25.590 --> 02:36:31.232
<v Tim Pritlove>ja so selbstzweifel an an an dem eigenen gedanken sind auch angebracht so.

02:36:31.558 --> 02:36:33.769
<v Tim Pritlove>Fußball nicht angewandt auch völlig in,

02:36:33.830 --> 02:36:47.476
<v Tim Pritlove>also gehört eigentlich dazu man kann eigentlich gar keinen klaren gedanken fassen wenn man nicht bereit ist vorher einfach auch ein bisschen durch den nebel zu gehen weil nur dann ist die richtung auch nicht von vorneherein vorgegeben ja,

02:36:47.488 --> 02:36:55.997
<v Tim Pritlove>keinen klar genormten kompass der einfach immer in die richtige richtung zeigt sondern dann schafft man im prinzip auch raum für.

02:36:56.302 --> 02:37:10.100
<v Tim Pritlove>Überraschendes und unerwartetes und dann eben auch für diese glückstreffer für diese momente wo man irgendwie einfach so in irgendetwas hinein rennt von dem man vorher noch nicht mal ansatzweise gedacht hat dass man überhaupt da,

02:37:10.106 --> 02:37:13.812
<v Tim Pritlove>landen würde und ich finde das macht dann auch gespräche interessant.

02:37:15.964 --> 02:37:21.630
<v Tim Pritlove>Weil sie eben kein klares ziel haben so wie unser gespräch heute auch kein klares hat hier keine.

02:37:22.076 --> 02:37:33.084
<v Tim Pritlove>Umfangreiche outline oder so wo ich irgendwie hin wollte und gerade bei gibt es immer so ein bisschen die vermutung hier mit einem großartigen plan daherkommen würde so nee gibt's nicht weil.

02:37:33.397 --> 02:37:35.391
<v Tim Pritlove>Der plan selber ist der feind,

02:37:35.417 --> 02:37:44.346
<v Tim Pritlove>in dem moment wo man sich eine online auf den tisch legt und sagst du das ist jetzt das was ich besprechen will macht man nichts anderes als irgendwelche.

02:37:45.703 --> 02:37:57.991
<v Tim Pritlove>Wegpunkte festzulegen und die dann abzuhaken aber man kann halt auf auf auf auf keinen sturm und kein gewitter mehr reagieren sondern im zweifelsfall rennt man dann halt einfach direkt ins verderben

02:37:57.883 --> 02:38:04.230
<v Tim Pritlove>und diese dynamische anpassung ist dann halt auch das was einfach diesen gedanken raum auch überhaupt erst

02:38:04.086 --> 02:38:13.087
<v Tim Pritlove>ermöglicht sozusagen dass dass dass man an der stelle auch überhaupt auf punkte kommen kann ja von dem man eben voll gar nicht hat wissen können.

02:38:13.250 --> 02:38:15.106
<v Tim Pritlove>Dass sie sich überhaupt anbieten können.

02:38:15.784 --> 02:38:27.160
<v Moritz Klenk>Karl-heinz stille hat das mal in einem band zu zu zum gespräch in diesen berühmten politik und hermeneutik kolumbien

02:38:27.130 --> 02:38:31.577
<v Moritz Klenk>so berühmte serie von konferenzen also tagung,

02:38:31.612 --> 02:38:35.050
<v Moritz Klenk>workshops würde man heute wahrscheinlich eher sagen aber egal.

02:38:35.309 --> 02:38:39.183
<v Moritz Klenk>Hat das mal in einem text zum gespräch die freie fortführung genannt

02:38:39.107 --> 02:38:52.602
<v Moritz Klenk>also das gespräch zeichnet sich wenn's ein gelingendes ein echtes gespräch ist und nicht sozusagen ein gefaktes interview oder der plan ist nicht nur einfach der feind sondern der plan ist der feind des bastler oder der bastler rin.

02:38:52.795 --> 02:39:02.295
<v Moritz Klenk>Wenn du einen plan brauchst bevor du anfangen kannst zu basteln dann wird das nichts dann gehst du einfach unter der plan ist aber nicht der feind beispielsweise des berechnender strategen.

02:39:02.493 --> 02:39:08.989
<v Moritz Klenk>Und und das muss ein auch manchmal misstrauisch machen können ja also misstrauisch gegenüber plänen.

02:39:09.253 --> 02:39:15.377
<v Moritz Klenk>Bei berechnende strategen sind möglicherweise nicht im immer die diejenigen denen man so.

02:39:15.546 --> 02:39:28.477
<v Moritz Klenk>Offenen zugang zur welt oder so unterstellt sondern die haben ein klares ziel eine mission vernichte den feind und so weiter dann steht meistens im plan die freie fortführung dagegen ist so ein freies moment im gespräch selbst.

02:39:28.706 --> 02:39:35.080
<v Moritz Klenk>Da kann nicht vorher gesagt werden wo das hinführen soll sonst ist es kein gespräch sonst ist es nicht das zugleich,

02:39:35.129 --> 02:39:40.830
<v Moritz Klenk>darüber aber genau die möglichkeit dass das gespräch sich seine eigene situation schafft.

02:39:41.475 --> 02:39:51.479
<v Moritz Klenk>Im unterschied beispielsweise zuvor strukturierten wissenschaftlichen diskursen wo immer schon feststeht auf welche referenz theorien auf welche methoden auf welche klassiker sich

02:39:51.330 --> 02:40:00.968
<v Moritz Klenk>irgendwie bezogen werden muss oder in einem politischen kontexten auf welche politischen streitkräften auf welche positionen was immer schon gilt die voranarbeiten und sofort.

02:40:01.106 --> 02:40:08.160
<v Moritz Klenk>Das gespräch hat weil es gekennzeichnet ist durch dieses charakteristik rum der freien fortführung.

02:40:08.424 --> 02:40:16.572
<v Moritz Klenk>Hat das gespräch auch zugleich die möglichkeit gewisse kontexte andere kontexte in frage zu stellen zu suspendieren.

02:40:16.850 --> 02:40:22.066
<v Moritz Klenk>Also man suspendiert dadurch bedingungen

02:40:22.023 --> 02:40:33.897
<v Moritz Klenk>grenzen und so weiter und es entstehen freiräume die anders möglich sind die möglich nur werden weil sie im gespräch unter bedingungen dass der freien fortführung

02:40:33.886 --> 02:40:36.067
<v Moritz Klenk>haben entstehen können.

02:40:36.252 --> 02:40:44.858
<v Moritz Klenk>Also so ein ein raum der freiheit das gespräch schafft sich seine eigene situation und macht sich in gewisser weise temporär für die dauer des gesprächs.

02:40:45.272 --> 02:40:49.485
<v Moritz Klenk>Aber dann aufgezeichnet selbstverständlich darüber hinaus unabhängig,

02:40:49.580 --> 02:40:53.415
<v Moritz Klenk>von bestimmten dingen also sozusagen im gespräch können wir das mal annehmen.

02:40:53.643 --> 02:40:56.262
<v Moritz Klenk>Unter uns sozusagen in diesem gespräch.

02:40:56.401 --> 02:41:07.530
<v Moritz Klenk>Wir schaffen uns einen kontext der gilt der ist nur sich selbst verpflichtet und es gibt erstmal die möglichkeit vielleicht auch von so vermeintlichen denkunmöglich seiten einmal abzusehen,

02:41:07.555 --> 02:41:17.180
<v Moritz Klenk>paul feierabend gibt's dieses in der wieder den methoden zwang dieses berühmte buch zur methoden kritik in der wissenschaft,

02:41:17.270 --> 02:41:28.358
<v Moritz Klenk>gibt es so eine fußnote wo er über einen physiknobelpreisträger spricht und der wurde gefragt wie er denn zu der erkenntnis kam für dir jetzt den nobelpreis bekommen hat.

02:41:28.573 --> 02:41:37.095
<v Moritz Klenk>Und dann sagte der ja die bücher in denen steht dass das nicht geht hatte ich entweder nicht gelesen oder nicht verstanden dann habe ich's gemacht und es ging.

02:41:38.140 --> 02:41:47.376
<v Moritz Klenk>Und und das bezeichnet sehr gut was in dieser freien fortführung auch gemeint sein kann in dieser suspendierung der vermeintlichen denkunmöglich zeiten.

02:41:47.622 --> 02:42:01.948
<v Moritz Klenk>Entsteht im gespräch dann etwas worauf man vielleicht nie gekommen wäre weil man einfach sich auch nicht zugetraut hätte also dieses basteln der moment ist dann der einzige umgang sich da so freiräume zu schaffen.

02:42:02.357 --> 02:42:11.695
<v Tim Pritlove>Na das ist ja auch so ein bisschen die treibende der treibende faktor so in der hacker kultur auch immer schon so ein bisschen gewesen so dieses

02:42:11.683 --> 02:42:24.747
<v Tim Pritlove>mir doch egal was hier irgendein manuel behauptet oder so dass das nicht geht oder dass irgendwas unmöglich ist oder nur ein mit dem und dem aufwand zu schaffen ist generiere das jetzt einfach mal.

02:42:25.023 --> 02:42:27.950
<v Tim Pritlove>Und oft sind die lösungen.

02:42:28.509 --> 02:42:37.438
<v Tim Pritlove>Die dann trotz alledem gefunden werden auch vor allem davon geprägt dass man auch ein ganz anderer auffassung des systems hat.

02:42:38.075 --> 02:42:46.733
<v Tim Pritlove>Muss man sich also einfach überhaupt gar nicht schon darauf einlässt was die angeblich wissende seite meint ja.

02:42:46.987 --> 02:42:49.378
<v Tim Pritlove>Teilweise auch die hersteller von irgendwelchen.

02:42:49.679 --> 02:43:04.497
<v Tim Pritlove>Computern oder so ja oder betriebssystem die sagen ja das funktioniert ja so und so und das sind die grenzen so und halt so die hecke rin daher und sagt halt so nee mir doch erstmal egal ich schaue mir das jetzt mal von unten an und zwar nicht wie es gedacht ist was ihr meint wie es ist.

02:43:04.936 --> 02:43:13.461
<v Tim Pritlove>Sondern wie es geworden ist weil es ist ja auch voll mit euren fehlern euren fehler annahmen euren dingen dir übersehen habt

02:43:13.420 --> 02:43:19.320
<v Tim Pritlove>sachen die er selber nicht gut einschätzen könnt etcetera p p die letzten endes eine ganz andere realität darstell

02:43:19.189 --> 02:43:27.342
<v Tim Pritlove>und die wird dann halt aufgedröselt und man man man versteht es halt sozusagen aus der unmittelbaren betrachtung heraus und blickt

02:43:27.188 --> 02:43:37.840
<v Tim Pritlove>dann einfach anders auf die struktur und dann ist natürlich auch zwangsläufig dass man ganz andere werkzeuge und herangehensweisen entwickelt um eben dann mit diesem system umzugehen und stellt sich dann raus so.

02:43:38.106 --> 02:43:48.500
<v Tim Pritlove>Geht doch irgendwie beziehungsweise guck mal was hier noch geht das überhaupt noch gar keine haufen zeige hat man einfach eine andere gedanken struktur ermöglicht hat so.

02:43:49.072 --> 02:43:52.683
<v Tim Pritlove>Und dieser prozess.

02:43:53.429 --> 02:43:57.682
<v Tim Pritlove>Ist ja auch so ein also gerade so

02:43:57.640 --> 02:44:11.498
<v Tim Pritlove>mythos hacker kultur auch nicht zu selber über überhöhen aber ist ja oft auch dass man dann auch mit sich alleine ist und und und dem system also gerade so programmierer und so klar man kann sich auch absprechen und,

02:44:11.546 --> 02:44:21.881
<v Tim Pritlove>sehr wohl können auch gerade dialoge was bringen ist also der klassiker wenn man irgendwie auch mit dem eigenen code nicht mehr weiterkommt dann geht man einfach zu irgendjemand der davon gar nichts weiß.

02:44:22.182 --> 02:44:31.718
<v Tim Pritlove>Erklärt am sozusagen was gerade die situation ist die person weiß danach immer noch nicht wovon man spricht aber in dem moment wo man darüber spricht.

02:44:32.433 --> 02:44:37.655
<v Tim Pritlove>Wo jemand das problem was man hat gerade erklärt dann.

02:44:38.719 --> 02:44:47.563
<v Tim Pritlove>Versteht man auf einmal selbst was eigentlich gerade schief läuft ganz interessanter prozess in gewisser hinsicht auch eine besondere form des,

02:44:47.637 --> 02:44:55.166
<v Tim Pritlove>sprechenden denken wir jetzt auch gerade in diesem moment gerade erst wieder klar geworden ist dass man dadurch.

02:44:55.268 --> 02:44:58.050
<v Tim Pritlove>Auch einfach seinen hirn quasi neu,

02:44:58.075 --> 02:45:12.303
<v Tim Pritlove>formatiert so man nimmt irgendwie die daten mal kurz weg man man man schafft irgendwie erstmal so ein so ein so eine neue basis schiebt wieder alles drauf es sortiert sich alles wieder so ein bisschen anders ein und siehe da ah ja okay ja ist ja klar logisch irgendwie deswegen geht es nicht.

02:45:13.049 --> 02:45:18.732
<v Tim Pritlove>Aber erst in dem moment wo man's ausspricht wo man wahrscheinlich auch.

02:45:19.287 --> 02:45:27.687
<v Tim Pritlove>Immer ein interessanter physiologischer vorgang an der stelle auch was was eigentlich passiert also das bedeutet dass es dass ich spreche.

02:45:28.540 --> 02:45:36.081
<v Tim Pritlove>Lese ich meine informationen neu aus ändert sich mein hirn in dem moment wo ich es auslese.

02:45:37.181 --> 02:45:50.472
<v Tim Pritlove>Ja also ist das umsonst quantenfeld in gewisser hinsicht dass ich das hier sozusagen auf einmal dadurch dass ich dass ich meine mir gegebene informationslage einfach mal abrufe als sie automatisch dadurch auch wieder ändere.

02:45:50.803 --> 02:45:56.050
<v Moritz Klenk>Ja also von gehirn weiß ich so wenig ja da ich bin halt kein.

02:45:55.750 --> 02:45:58.378
<v Tim Pritlove>Frage ging auch mehr in den raum als.

02:45:58.129 --> 02:45:59.402
<v Moritz Klenk>Das mögen neurowissenschaft.

02:45:59.152 --> 02:46:00.742
<v Tim Pritlove>Ja ja.

02:46:00.442 --> 02:46:08.692
<v Moritz Klenk>Können sie sagen dann so sachen wie weiß ich nicht dass sie eben bestimmte wiederholungen führen zu prägungen warnung und so weiter,

02:46:08.699 --> 02:46:13.969
<v Moritz Klenk>aber was mich interessiert ist tatsächlich ich glaube diese überraschung

02:46:13.830 --> 02:46:28.066
<v Moritz Klenk>an diesem phänomen selber zeigt eigentlich nur dass wir manchmal von von vermeintlichen dingen ausgehen von dingen ausgehen die so so vielleicht nicht tragen zum beispiel eben dass das schon da ist es muss nur noch freigelegt werden,

02:46:28.090 --> 02:46:36.904
<v Moritz Klenk>ist vielleicht so eines ihm sprechen selber erschaffe ich überhaupt erst eine darstellung deren fehler ich dann.

02:46:37.200 --> 02:46:43.923
<v Moritz Klenk>Als gesprochene darstellung erkennen kann das heißt wenn du vorhin sagst ich erkläre das jemanden und.

02:46:44.237 --> 02:46:56.163
<v Moritz Klenk>Und und plötzlich stelle ich fest weil ich das jemanden erklären muss stelle ich fest das sind down das sind doch fehler also ich erkenne den fehler plötzlich selbst der fehler war mir vorher vermeintlich vielleicht einfach gar nicht da,

02:46:56.164 --> 02:47:03.200
<v Moritz Klenk>der war gar nicht da weil es gab diese darstellung nicht die fehlerhaft war also zwar hat auch das nicht funktioniert was ich machen wollte.

02:47:03.466 --> 02:47:07.486
<v Moritz Klenk>Aber wenn ich von einem fehler sprechen möchte oder ein irrtum auf dem

02:47:07.348 --> 02:47:20.069
<v Moritz Klenk>vor annahmen die auf denen dann andere dinge gebaut wurden dann setzt das voraus dass es diese vornamen und darstellungen schon gab die gab es aber nicht und er ist indem ich sie in diese startstellung hineinbringen.

02:47:20.344 --> 02:47:31.232
<v Moritz Klenk>Wird das zu etwas was ich wiederum modifizieren kann was wiederum fehler anfällig ist oder nicht was ich befragen kann daraufhin ob es ob es funktioniert oder nicht.

02:47:31.636 --> 02:47:37.988
<v Moritz Klenk>Und das macht einen entscheidenden unterschied das ist jetzt nicht nur sozusagen eine erkenntnistheoretische spitzfindig zeit

02:47:37.873 --> 02:47:44.813
<v Moritz Klenk>im sinne von ja ob ob das jetzt vorher so da war oder nicht ob das sprachlich dargestellt ist oder nicht das ist doch egal

02:47:44.621 --> 02:48:00.881
<v Moritz Klenk>klar war vorher war ich auf irgendwelche annahmen eine route meine mein mein mein tun auf und die stellten sich als falsch heraus und diese annahme hatte ich gar nicht explizit formuliert aber irgendwie habe ich sie halt mitgeschleift die kamen von irgendwoher und so weiter aber eben es macht einen unterschied

02:48:00.720 --> 02:48:04.938
<v Moritz Klenk>man hat diese annahme nicht mitgeschleift wenn man sie vorher nicht hatte

02:48:04.842 --> 02:48:13.903
<v Moritz Klenk>wenn sie nur im prinzip wann dann ist da dann sind da dinge passiert und im gehirn passieren auch ganz viele dinge aber eben nicht darstellungen die fehlerhaftigkeit sind

02:48:13.766 --> 02:48:18.163
<v Moritz Klenk>die fehlerhaft sind sondern erst in dem dass ich sie darstelle.

02:48:18.309 --> 02:48:25.700
<v Moritz Klenk>Bringe ich sie in ein zusammenhang indem ich sie daraufhin befragen kann ob sie fehlerhaft sind oder nicht ob sie funktionieren oder nicht ob das weiterhilft oder nicht,

02:48:25.723 --> 02:48:35.650
<v Moritz Klenk>und das ist das was ein gespräch unter anderem leistet ist genau diese darstellung das heißt nicht dass das denken etwas ist was von der darstellung in seiner durchführung.

02:48:35.921 --> 02:48:37.122
<v Moritz Klenk>Unterschieden ist,

02:48:37.200 --> 02:48:50.397
<v Moritz Klenk>es passiert nicht ein denken und dann sprechen so wie wir das lernt ja so im sinne von erst denken dann sprechen kriegt er als kind sogar gesagt ja ist halt falsch man müsste sagen ja das sprechen ist das denken.

02:48:50.506 --> 02:48:56.418
<v Moritz Klenk>Nicht erst denken dann sprechen.

02:48:56.982 --> 02:48:57.818
<v Tim Pritlove>Tschau.

02:48:58.948 --> 02:49:11.884
<v Tim Pritlove>Was soll man denn noch groß hinzufügen jetzt an dieser stelle also man könnte jetzt noch wahrscheinlich ein paar stunden weiter philosophieren aber das kreis ist so für meinen geschmack ganz gut ein also ich habe.

02:49:12.311 --> 02:49:12.967
<v Tim Pritlove>Hallo.

02:49:13.340 --> 02:49:27.213
<v Tim Pritlove>Zu den eindruck so generell mein es wird immer so viel debattiert gerade in der zeit so ja wir müssen nicht mehr mit fehlerkultur arbeiten müssen irgendwie so dass die.

02:49:27.359 --> 02:49:32.033
<v Tim Pritlove>Wir können uns nicht weiter so in so einer perfektion orientieren und.

02:49:32.580 --> 02:49:42.002
<v Tim Pritlove>Das drückt sich glaube ich so in diesem diskurs den man mit sich selber führen kann auch ganz gut aus man muss sozusagen seine eigene.

02:49:42.586 --> 02:49:44.333
<v Tim Pritlove>Seine eigenen fehler.

02:49:44.870 --> 02:49:54.129
<v Tim Pritlove>Iterativ permanent korrigieren und es geht zeigt sich stellt sich raus geht ganz gut indem man einfach mal mit sich selber redet.

02:49:55.204 --> 02:50:04.410
<v Tim Pritlove>Auch mit anderen aber aber was aber es funktioniert eben auch mit einem selbst und kanada ganz interessant diskurs gehen.

02:50:06.712 --> 02:50:08.273
<v Tim Pritlove>Ja moritz.

02:50:07.999 --> 02:50:11.429
<v Moritz Klenk>Schön trotzdem dass wir nicht ganz alleine waren sondern zu zweit.

02:50:12.072 --> 02:50:18.496
<v Tim Pritlove>Ja und was weiß ich wie viele millionen hörer und hörerinnen das jetzt hier auch noch mit,

02:50:18.550 --> 02:50:23.543
<v Tim Pritlove>eis haben was was man ja nicht podcast werden ja auch noch in fünfhundert jahren gehört also die.

02:50:24.192 --> 02:50:27.089
<v Tim Pritlove>Es geht immer es geht immer so weiter.

02:50:26.860 --> 02:50:31.560
<v Moritz Klenk>Bis dahin gibt's eine lebendige tradition an selbstgespräche podcast.

02:50:29.961 --> 02:50:40.212
<v Tim Pritlove>Ja ich sollte vielleicht sowas auch mal machen aber das was sollte man sich nicht vornehmen sowas sollte man einfach nur tun vielen dank moritz.

02:50:41.330 --> 02:50:53.126
<v Tim Pritlove>Und vielen dank fürs zuhören bei das war's jetzt hier zum jahresende hätte ich fast gesagt zum ende des jahrzehnts von mir aber natürlich nicht zum ende des podcast.

02:50:53.806 --> 02:50:55.560
<v Tim Pritlove>Tschüss und bis bald.
