CRE215 Kurdistan

Über die etwas andere Region im "nahen" Osten

Episode image forCRE215 Kurdistan Von Kurdistan hat jeder schon mal etwas gehört, aber die Region entzieht sich wegen oder auch trotz seiner speziellen geographischen Platzierung zwischen Ländern wie dem Iran, Irak, Syrien und der Türkei einer klaren Einordnung. Die lange und starke Tradition und Kultur und ein mutiges, selbstbewußtes und überdurchschnittlich demokratisches Auftreten heben die Kurden aus der Masse hervor. Trotzdem sind die Kurden das einzige große Volk im nahen Osten, das keinen eigenen (anerkannten) Staat hat. Dies scheint sich nun zu ändern. Ich spreche mit Enno Lenze, Verleger, Museumsbetreiber und Journalist aus eigenem Antrieb, der sich in den letzten Jahren zu einem engen Beobachter und Freund des kurdischen Volkes entwickelt hat und der die Frontgebiete im Kampf gegen den Islamischen Staat mehrfach selbst besucht hat. Wir sprechen über die Lehren und Verpflichtungen der Geschichte, Öffentlichkeit und Politik, die Geschichte und Kultur der Kurden, die kniffligen politischen Verwerfungen im Irak und dem nahen Osten und die jüngst erfolgte Abstimmung über die Unabhängigkeit Kurdistans,

Dauer: 4:01:36

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Shownotes:

22 Gedanken zu „CRE215 Kurdistan

  1. Toll, danke für diese sehr spannende Folge.

    Besonders froh bin ich, dass sich meine Befürchtung, es könnte eine Dopplung zu Holgis wrint-folge mit Enno sein, nicht bestätigt hat. Stattdessen haben Tims andere Art, Dingen auf den Grund zu gehen, und die aktuelle Situation viel neues hervorgebracht.

  2. Das Ganze heißt doch: Technik, Kultur, Gesellschaft

    Was soll das denn jetzt bitte?
    Ist “Gesellschaft” jetzt weltweit Thema, nicht mehr unsere hier im Lande?
    Bitte bei den Kernthemen belieben. Und was Wikipedia betrifft: Nur bei Naturwissenschaften zu gebrauchen. Politik? Da kann ich ja gleich die unsägliche “Welt” lesen. Genauso einseitig, nur andersrum.

    Trotzdem: Danke Tim, Deine Sendungen (Plural) sind eines der wenigen Refugien, wo das Internet noch Spaß macht und es regelmäßig interessante, neue Inhalte gibt.

    Matthias, regelmäßiger Hörer (einschließlich der schrägen FS).

    • Hmm irgendwie ging es um Technik
      Zum Beispiel erinnere ich mich an Schutzwesten gepanzerte Fahrzeuge und Militärmessen.
      Dann hab ich einiges über die Kultur der Menschen dort gehört.
      Und wann würde bitte gesagt wo die Grenzen unserer Gesellschaft sind? Selbst wenn man die Deutsche Gesellschaft dort hineininterpretiert ist der Kurdische Flüchtling der in seine Heimat zurückkehrt und seine Tochter Angela nennt ziemlich genau das was ich als Teil unserer Gesellschaft bezeichnen würde. Auch der Vergleich mit Elysium war super. Man kann ja auch mal von außen auf eine Gesellschaft blicken. Völlig unbegründete Kritik.

  3. Spannendes Interview. Enno scheint mir einfach zu weiten Teilen etwas zu wenig reflektierend zu sein, es ist alles immer “überraschend und viel besser als erwartet”. Bei vier Stunden Länge hätte ich mehr erhofft als etwas das ich nun abspeichern muss als “das ist sehr stark nur die subjektive Meinung einer einzelnen Person”.

    • Wenn ich was neutrales langweiliges hören will geh ich woanders hin. Das Format hier mit 4 Stunden Laufzeit lebt genau davon dass eine Person genau seine eigene Meinung äußert und eigene Eindrücke wieder gibt.

  4. Hallo Tim, wie immer sehr informativ und spannend, aber meiner Meinung nach wurden außer Kurdistan (von diesem ja nur bestimmte Aspekte) noch die Themenbereiche Journalismus (Schwerpunkt Krisengebiete) und Museumspädagogik behandelt. Ennos Herangehensweise an Themen, die ihn interessieren, wurde sehr ausführlich dargestellt und ich wünsche ihm dabei weiterhin viel Erfolg.

    Für jemanden, der sich ausschließlich für Kurdistan interessiert, war doch viel Geduld erforderlich und es blieben einige Bereiche ausgeklammert. Ich erinnere an Dein Interview mit Miriam zu Saudiarabien, da habt ihr Euch deutlich mehr am Thema orientiert.

    Ich bin gespannt auf Dein nächstes Thema!

    • Nun, die Gespräche laufen eben wie sie laufen und ich finde, ein natürlicher Fluss ist am Ende wertvoller als das verkrampfte Abhaken etwaiger Themenlisten. Davon abgesehen denke ich können auch “relevante” Informationen besser verstanden werden, wenn man zuvor den persönlichen Kontext ausreichend mitbekommen hat.

  5. Ich habe den Podcast nicht zu Ende gehört, muss aber gleich einhaken. Es ist in der Türkei mittlerweile nicht verboten kurdisch zu sprechen und wenn ich mich nicht irre gibt es auch kurdisch Kurse in den entsprechenden Gebieten in der Türkei. Enno hat das zwar richtig formuliert: “Es war”. Aber trotzdem wurde suggeriert, dass es immer noch so wäre. Zumindest auf dem Papier ist die Sprache definitiv nicht verboten.

  6. Vielen Dank für diesen Podcast.
    Wenn Menschen in eine Region fahren um sich selber ein Bild zu machen, ist es in meinen Augen erheblich wertvoller mir dieses Bild anzusehen, als dem Anspruch gerecht zu werden es so objektiv wie möglich zu präsentieren.

    Vier Stunden hat es in Anspruch genommen. Ich habe mir die volle Länge auf einer Bahnfahrt zu Gemüte geführt und hätte nicht das Gefühl, das es zu langwierig wäre.

  7. Ich schließe mich ausdrücklich der Meinung von Enno an, dass es Themen gibt, die erst durch die vortragende Person spannend werden. Oder man hört sie eben, weil die Qualität des podcasts immer stimmt.

    CRE bietet hohe Qualität mit überraschenden Gesprächsverläufen und genau deswegen ist das Format für mich so wertvoll. Meist weiß ich gar nicht, dass mich ein Thema interessieren könnte, bis es als neue Folge bei CRE (oder bei Tims anderen podcasts) behandelt wird. Und dann bekommt man auch noch gratis oft interessante Biographien zu hören (Peter Glaser, Stefan Kröpelin…).

    Es ist auch nicht immer nötig, dass die kleinsten Details in starrer Reihenfolge abgehandelt werden (wie in den hervorragenden Folgen “Brot” und “Bier” zum Beispiel). Denn wenn mich das Thema packt, dann kann ich ja zunächst die zahlreichen Links, die Tim zusammenträgt, durchgehen und anschließend weitere Recherchen folgen lassen.
    Oder es sein lassen. Das ist doch das Angebot von CRE.
    Find ich gut.

    Ennos Biographie find ich spannend. Seite in die Bookmarks und Besuch des Museums wird geplant. :)
    Und die Region Kurdistan strahlte auf mich auch immer eine gewisse Faszination aus; ohne das ich mich je ernsthaft und tiefschürfend damit befasst hätte. Das werde ich ändern.
    Ich habe definitiv durch das Zuhören etwas gelernt und bin Euch beiden dafür sehr dankbar.

    Piet

    • Hallo Tim, Hallo Enno
      Ich will micht Piet voll anschließen. Die Sendung hat mich sehr beeindruckt. Und ich werde sie auch ein weiteres mal anhören.
      Bleib deiner Linie treu!
      Ede

  8. Eine tolle Folge. Ennos Biographie ist wirklich erstaunlich, er hat so sympathisch, farbig und kenntnisreich berichtet, dass es trotz der Länge der Folge nie langweilig wurde. Irgendwie schaffen Du und Deine Gesprächspartner es immer, selbst bei Themen, von denen ich nicht geglaubt hätte, dass sie mich interessieren, etwas Spannendes rauszuholen.

  9. Tolle Sendung!

    Hab eigentlich nur aus Langeweile auf dem Weg zur Arbeit reingehört, fand es dann aber doch spannender als erwartet und hab vieles dabei gelernt.

    Schöne Einblicke, vor allem auch in die übliche Berichterstattung.

  10. Einfach nur toll. Man muss sich halt auf das lange Format einstellen. Ich werde es mir bestimmt nochmals anhören, aber zusätzlich mit einer Landkarte.

  11. Hat spaß gemacht zuzuhören, aber teilweise fand ich, dass das Gespräch einen etwas zu starken Stammtisch Charakter bekam. Tut mir leid, dass ich gerade bei folgendem Punkt einhaken muss, aber der wurmt mich. Dass Deutschland Waffen aus dem WW2 an die Kurden geliefert hat halte ich für Quatsch, auch wenn ich nicht dabei war. Es wurden meines Wissens viele Waffen die fast baugleich zu WW2 Waffen sind geliefert (bspw mg3, p1), solche werden heute aber nicht selten auch bei westlichen Nationen verwendet, das ist also nicht unüblich. Weiterhin sind aus Altbeständen der syrischen Armee viele Waffen (von stg44 bis leFH 18) aus deutscher produktion, die zwar quasi unbenutzt und originalverpackt tatsächlich aus dem WW2 stammen mittlerweile im Umlauf und in verschiedenste Hände geraten, aber ich glaube nicht, dass Deutschland jetzt noch solche Museumsstücke geliefert hat, das ist nicht nachvollziehbar. Wenn ich falsch liege wäre ich für präzision der Information dankbar.

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