CRE183 TETRA Bündelfunk

Eine neue Technologie wird zum potentiellen Sicherheitsrisiko

Episode image forCRE183 TETRA Bündelfunk Bündelfunk ist schon seit langem die Alternative zu normalen Sprechfunk. Zahlreiche Firmen wie Taxiunternehmen und Energieversorger setzen auf die flexible Technik, die es erlaubt, Sprechfunk effektiv auf großen Abstrahlbereichen einzusetzen. Nun ist seit einigen Jahren eine Migration zu digitalem Bündelfunk zu erleben, wobei sich Tetra als der dominierende Standard herausbildet. Im Gespräch mit Tim Pritlove stellt Harald Welte die Grundlagen des Bündelfunks und die Besonderheiten des digitalen Tetra-Bündelfunksystems vor.

Themen: Unterschied zwischen Sprechfunk und Bündelfunk; Entwicklung des Bündelfunks in Deutschland; Migration zum digitalen Bündelfunk; Funkverkehr abhören; Digitale Bündelfunkstandards in aller Welt; Frequenzausbreitung; Tetra Netztopologie; Switching and Management Infrastructure (SwMI) und Basisstationen; Protokollverlauf; Herstellerspezifische Erweiterungen; Authentifizierung; Rufmodi und Gruppenkommunikation; Endgerätemarkt und Anbieter; Datenübertragung über Tetra; Textnachrichten; Verschlüsselung; Rate-Compatible Punctured Convulotional Code und das Subnet Dependent Convergence Protocol; Mindestanforderungen für Tetra-Netze; Unverschlüsselte Tetra-Netze bei Verkehrsbetrieben und Energieversorgern und die potentiellen Sicherheitsschwankungen; Aufbau eigener Tetranetze; Automatisiertes Abhören und Analysieren von Sicherheitssystemen an Flughäfen und anderen kritischen Infrastrukturen.

Dauer: 2:20:21

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12 Gedanken zu „CRE183 TETRA Bündelfunk

  1. es gibt in Deutschland auch (wohl) unverschlüsselte TETRAPOL Netze (Flughafen Frankfurt, Busse in Berlin,usw…), welche sich mittels Soundkarte dekodierbar wären… ohne Funcube…

    • Kann ich bestätigen. Ich weiß nicht, welche Ballungsräume das betrifft, aber es gibt definitiv noch analogen Polizeifunk in Deutschland.

  2. Bundesweite, bis auf einige Ballungszentren, funken die BOS noch Analog – eine Umstellung auf Tetra ist noch lange nicht in Sicht. Es gibt kein flächendeckendes Netz in der BRD obwohl dieses schon zur WM 2006 fertig sein sollte. Im Ruhrgebiet nutzt die Feuerwehr Essen das Tetra Netz von Evonik um dort erste Erfahrungen mit Tetra zu sammeln, ich halte die Nutzung von privaten Netzen als BOS derzeit rechtlich noch für bedenklich.

    Die geplante Ende-zu-Ende Verschlüsselung für die BOS wird durch den Kostendruck zunehmend ausgehebelt, zumindest die “letzte Meile” wird nach aktuellem Stand nicht mehr verschlüsselt sein da die Dekodierung für die Leitstellen von einem Konzentrator erledigt werden soll, das dekodierte Datenpaket wird dann an die jeweilige Leitstelle unverschlüsselt weiter gegeben.

  3. In der Sendung wurde mehrfach angesprochen, dass die meisten Netze unverschlüsselt sind. Hier hätte mich noch interessiert, ob es bei TETRA möglich ist, trotz nicht genutzter Verschlüsselung auf der Air-Schnittstelle trotzdem die Ende-zu-Ende Verschlüsselung zu verwenden.

    • Also die Bundeswehr nutzt derzeit Tetrapol als Bündelfunksystem.
      Ich höre die Podcast sehr gern aber wenn man sich mit der Technik(Tetrapol) gut auskennt sind die wenigen aussagen leider nicht ganz richtig. Aber zum Glück drehte es sich ja um einen anderen Standard.

  4. Wo ihr so sehr (zu recht erschrocken) schmunzelt, bei der Fernsteuerung von Schaltanlagen über Datenfunk: Zu Ende gedacht wäre diese “spukhafte” Fernwirkung(Fernbedienung) ein potentieller Mord.
    In der Realität kann es aber so etwas nicht geben, da VDE-Vorschriften sichtbare Trennstrecken und die Sicherstellung von Spannungsfreiheit in dem zu wartenden Netzabschnitten erfordern. Es muss also jemand vor Ort sein, der sicher stellt, das seine Kollegin beim Arbeiten nicht drauf geht.

    Kein Sprite, ein realer Mensch, der dieses mechanische Kilovolt-Gestänge in die richtige Lage bringt, die dann spannungsfreien Teile erdet und zu guterletzt nach misst.

    Schöner Mythos, aber keine Angst vor High-Voltage-Rock’n Roll :)

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