CRE173 Rollenspiele

Gespielte Zauberwelten auf Papier und im Wald

Episode image forCRE173 Rollenspiele Rollenspiele sind eine beliebte Spielform der besonderen Art. In hohem Maße auf Fantasie und Kommunikation basierend faszinieren Rollenspiele eine große Zahl von Menschen weltweit. Im Gespräch mit Tim Pritlove erläutern die Rollenspieler Niels Kobschätzki und Sören Pusbatzkies woraus sich diese Faszination ableitet, welche Spielsysteme es gibt und wie man spielt.

Themen: Entwicklung der Rollenspiele aus Konfliktsimulationen; Die Fantasy-Welt von Tolkien; Pen & Paper Rollenspiele und woraus sie bestehen; Dungeons & Dragons; Das schwarze Auge; Charaktere; Wie man spielt; Erfahrungspunkte; Spielwürfel; Rollenspiele und Nerds; die Bedeutung des Kampfes im Rollenspiel; die Stimmung am Tisch; Rollenspieler-Conventions; die Nervosität der Geheimdienste; Regeln; Spieldauer; Computer-Rollenspiele; Charakterbogen; Tabletop; Multimediale Begleitung von Rollenspiel-Sessions; Live-Action-Rollenspiele als Erlebnisurlaub; Läden und Websites für Rollenspiele.

Dauer: 2:22:35

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31 Gedanken zu „CRE173 Rollenspiele

  1. Super Sendung, Danke!

    Eine Ergänzung: Es gibt auch ein Rollenspielsystem das ohne lästige und z.T. umstrittene Erfahrungspunktevergabe auskommt. Dort wird bei jeder Fähigkeit wenn sie angewendet wird und erfolgreich war, dies mit einem Strich markiert. Haben sich dort fünf Striche angesammelt, so kann der Spieler sofort diese eine Fähigkeit versuchen zu verbessern. Bzw. wenn die Fähigkeit entscheidend erfolgreich war (was 1/10 des Fähigkeitswertes ist), entspricht das fünf Strichen auf einmal. Das System arbeitet mit einem 100er System, was in der Sendung, glaube ich, nicht erwähnt wurde, das es das auch gibt, neben dem allseits dominanten Marktführern.

  2. Hab mir die Sendung noch nicht ganz angehört, weiß also nicht ob das noch erwähnt wird, aber hier gibt es eine tolle deutsche Dokumentation zu Rollenspiele: http://vimeo.com/16064142 Und zwar zu LARP, Pen & Paper bis MMORPG. Auch die Geschichte der Doku selbst ist interessant, weil so eine Doku niemand produzieren wollte.

  3. Warum nur Warhammer? Ich bin zwar kein Tabletopper aber es gibt da noch ne ganze Reihe anderer Tabletops außer dem Marktführer Games Workshop da draußen ;)

    @manka inwiefern sind die Striche keine Erfahrungspunkte? Sind es an sich nicht einfach nur XP, die spezifisch für Skills gegeben werden? Würfelt man bei dem System alles und andauernd, damit die Leute steigern können?
    Ich lasse z.B. ungern Proben für soziale Skills machen, sondern lasse ihren Wert in die Gesprächsführung des NSC einfließen. Wie kommt man an neue Skills, die man noch gar nicht besitzt?

  4. @Niels:

    Letztlich stellen die Striche schon so was wie Erfahrungspunkte dar, die jedoch für jede Fähigkeit erstmal nur vom Würfelwurf abhängen und weniger vom Ermessen des Spielleiters. Ich kann mich an viele Situationen erinnern, als wir früher Systeme wie Mers, Midgard usw. spielten, wo die Erfahrungspunktevergabe am Ende des Spieltages für Streitereien oder Unmut bei Einzelnen sorgte, was auf diesem Weg praktisch ausgeschlossen ist.

    Bei sozialen Fähigkeiten wird an sich auch gewürfelt, wobei da natürlich das Ausspielen der Situation wichtiger ist, und der Spielleiter in eigenem Ermessen entscheiden kann, auch dann einen Strich zu geben, wenn der Check kein Erfolg war. Man würfelt nicht unbedingt alles, nur das, was von den vorhandenen Fähigkeiten abgedeckt wird. Und Fähigkeiten gibt es in dem System nicht all zu viele, bzw. es wurde versucht möglichst viele Fähigkeiten unter einem Begriff zu vereinen. Im Zweifel, wenn keine Fähigkeit vorhanden ist um eine Probe zu machen, gibt es noch die drei Hauptattribute und drei Nebenattribute unter die ein Check möglich ist. Die Erfahrung zeigt aber, dass das nur selten nötig ist.

    Neben der Möglichkeit durch Würfeln zu steigern, kann der Charakter auch noch einen Lehrer aufsuchen und dort durch Zeit/Geld Fähigkeiten steigern oder neu lernen. Wenn ein Charakter oder NSC in einer Fähigkeit die Meisterschaft erreicht hat (Fähigkeitswert 90 oder höher) kann er ausserdem diese Fähigkeit selbst unterweisen.

    Hat sicher nicht nur Vorteile, ich hab mich allerdings mittlerweile schon sehr daran gewöhnt ohne die spielabendliche XP-Bescherung auszukommen ;)

  5. Wunderbar, habt ihr gut gemacht :)

    Was “religiöse” Rollenspiele angeht, sollte man vielleicht noch http://de.wikipedia.org/wiki/Engel_%28Rollenspiel%29 erwähnen,
    in dem man in einem postapokalyptischen Szenario nach der Wiederkunft
    der Religion Engel spielt. Das Spiel ist vorallem auch deshalb
    interessant, weil man es entweder mit D20 oder würfellos spielen
    kann. In letzterer Variante erhält man dann keine Ja/Nein Entscheidung, ob eine Probe gelungen ist, sondern man zieht eine Karte, die einem einen Hinweis gibt; die spezifische Ausgestaltung und Interpretation obliegt dem Spieler. Das System ist also eher auf Storytelling, als auf Würfelorgien ausgelegt.

    Generell ist es bei so einem vielschichtigen Thema immer so, dass man zwangsläufig die Perspektive des Befragten kennenlernt. Daher war es sehr gut, dass zwei Interviewpartner anwesend waren, die unterschiedliche Schwerpunkte haben.
    Wie genau so eine Runde aussieht – d. h. ob der Schwerpunkt auf der Story liegt, auf Kämpfen, auf Rätsel lösen, auf dem Erleben einer unbekannten Welt, oder dem Ausspielen sozialer Interaktion mit fiktiven Charakteren – hängt daher auch vom Alter der Spieler und der Zusammensetzung der Gruppe ab (und der Menge an Alkohol, die im Spiel ist ;) ). Es gibt Runden, in denen die Spieler mit großem Spaß die Geschichte vorantreiben, in anderen stellen die Spieler mit ihren Charakteren lieber Unsinn an und erfreuen sich der Rolle, oder züchten ihren Charakter zur Kampfmaschine hoch. Alles hat seine Berechtigung.
    Ein System wie das aktuelle DSA bietet zum Beispiel modulare Regeln an, sodass jeder sich das zusammensuchen kann, was ihm gefällt, von der hyperrealistischen Simulation bis zum Erzählspiel.
    In dem Zusammenhang kann man evtl. auch mal http://de.wikipedia.org/wiki/Rollenspieltheorie erwähnen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Persistente_Welt
    http://de.wikipedia.org/wiki/Multi_User_Dungeon
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chatrollenspiel

    Was gerade im Kontext mit Computerspielen noch hätte Erwähnung finden können, ist der Komplex Briefrollenspiel/Chatrollenspiel/MUD/Persistene Welten (insb. die letztgenannten spielen im Kontext des Erwähnten Neverwinter Nights eine große Rolle, weil das Spiel durch seine Modifizierbarkeit mit Vorliebe für solche Zwecke bis heute benutzt wurde/wird und (Ultima Online aber auch) seine Spieler hat)

    Allerdings war ich mir beim Hören stellenweise unsicher, ob jemand, der mit der Materie garnichts am Hut hat, den Erläuterungen folgen kann; durch die angestrebte Abstraktion hatte ich mitunter den Eindruck, dass zwar alles irgendwie richtig ist, was die beiden sagen, aber man zum Einstieg eher damit überfordert ist.

    Alles in allem aber dennoch eine sehr schicke Sendung, mit Gästen, die mit Freude von ihrem Hobby erzählt haben :)

  6. Gerade zuende gehört und ich muss leider sagen, dass mich diese Ausgabe sehr schwer enttäuscht hat:

    Während die Themen Brettspiele, Arcade und PC-Spiele wirklich interessant und informativ abgehandelt wurden, hatte ich hier ständig den Eindruck, dass Tim sich über Rollenspieler lustig macht und das Thema in keiner Weise ernst nimmt. Jedes mal, wenn ein interessanter Punkt zur Sprache kam, der mehr Erläuterung verdient hätte, wurde das mit (in meinen Ohren) ziemlich abfälligem Gelächter und meist unpassenden Kommentaren abgebrochen. Generell wurden Gäste verdammt oft mitten in ihren Ausführungen unterbrochen.

    So hatten die beiden nie Gelegenheit, auf ein Thema in CRE-üblicher Tiefe einzugehen und die Dinge auch Nicht-Rollenspielern verständlich zu machen.

    Bereits in einigen vergangenen CREs spielte Tim ja oft den Unwissenden, was meistens auch ganz gut funktioniert hat. Diesmal fand ich es allerdings wirklich zu extrem und vor allem nicht glaubwürdig.

    Auch kam der eigentliche Kern der Pen&Paper-Rollenspiele eindeutig zu kurz, nämlich das kreative, gemeinsame konstruieren einer glaubhaften Umgebung durch Fantasie und Kommunikation. Stattdessen wurden Einzelheiten von Regensystemen auseinander genommen, die für den Überblick einfach unbedeutend sind. Wer erstmal wissen will, was Rollenspiel denn ist und was daran interessant ist, dem ist nicht mit der Seitenzahl der Würfel in einzelnen Systemen geholfen. Das ist so, als ob man jemandem, der keine Ahnung von Programmiersprachen hat, Zeigerarithmetik in C++ erklären würde.

    Hier hätte etwas weniger, oder sorgfältigere Moderation sehr geholfen. Beide Gäste schienen gut im Thema drin zu stecken. Leider kam davon wegen der ständigen Unterbrechungen nicht viel beim Hörer an.

    Sehr schade, dass ein so stark nachgefragtes Thema so stiefmütterlich abgehandelt wurde, besonders nachdem CRE in letzter Zeit insgesamt sehr an Qualität zugelegt hatte.

  7. In der Folge wird die Frage gestellt, warum Spielegeschäfte/Buchhandlungen/… das schwarze Auge nicht mehr verkaufen. Der Hauptgrund dürfte sein, dass DSA früher von Schmidt Spiele vertrieben wurde, von denen man überall Brettspiele&Co findet, aber dann wurde vor einigen Jahren der Verlag gewechselt und man hatte seitdem nicht mehr die große Verteilung in allen Geschäften, die man durch Schmidt Spiele gehabt hätte und ist deshalb heutzutage eher in Rollenspielläden zu finden.

  8. Also liebe Leute, die Beschreibung von Liverollenspiel ist für den Neuling nicht bes. erhellend und für den Experten sehr lückenhaft und pauschalisierend.

  9. Moin!

    Auch von meiner Seite kommt ein “Schade.” Wie immer natürlich nur einer der wenigen Schades in eine großen Lobhudelei-Wolke und daher wenig auffällig. Im Großen und Ganzen möchte ich mich Leon anschließen (fehlende Tiefe des Podcts, fehlender Kern des RPG).

    Wobei ich nicht der Meinung bin, dass die beiden Gäste sehr gut besetzt waren. Sie steckten zwar tief im Spiel und ihren Spielrunden, haben sich offenbar wenig mit dem Rollenspiel als Ganzes beschäftigt oder sagen zumindest nichts in diese Richtung. Insbesondere neuere Entwicklungen und Trends fehlen, wie z.B. Indie-Spiele oder die Retro-Welle. Auch die Erwähnung von Vampire ist – gerade was die RPG Geschichte angeht – deutlich unter der Wichtigkeit des Spiels und des Einflusses auf die Szene. Hier gab es nämlich auch eine Szenenvermischung von Goth und RPG.

    Falls tatsächlich Einsteiger zuhören sollen: Die werden wahrscheinlich nicht wirklich was kapieren. Hier wäre es besser gewesen, an einem Beispiel (z.B. Shadowrun) mal das Ganze durchzugehen. So strukturiert wie es in anderen Podcts auch zugeht.

  10. Toller Beitrag, und das Tim sich über Rollenspieler lustig gemacht hätte, könnte Ich nicht feststellen. Allenfalls war er etwas flachsig, das ist für mich aber doch noch entscheidend was anderes. Womit Ich nicht so einverstanden war, war die doch relativ kategorische Trennung zwischen Rollenspiel und Tabletop. Ich habe früher recht viel das alte FASA Battletech gespielt. Im Grundausbau sicherlich eher Tabletop, allerdings baut es sich dann recht schnell zu einem Mix von Tabletop und Rollenspiel aus, was sich gegenseitig (Im Sinne von Spaß und Storyline) dann auch sehr befruchtet hat. Da währen für mich Computerrollenspiele deutlich weniger Rollenspiel (Ausnahme die ersten DSA Teile), auch wenn die sich aus irgendeinem Grund so nennen. Charakterverwaltung tritt vielfach vollständig in den Hintergrund. Questlines sind quasi linear (allenfalls kann man die Reihenfolge der Abarbeitung beeinflußen) etc…. Das es evtl. Risse im Plot gibt, weil irgendwelche Metadiskusionen über das Regelwerk gibt, kann Ich eigentlich auch nicht gelten lassen. Immerhin wird etwa bei den LRPGs vollkommen zurecht die etwas gelöstere Stimmung und Verhaltensweise zwischen dem Plot (Pause für NPCs, Zwangspausen wegen abhandengekommenen Schlüsselpersonen, was halt so passiert ;)), einen Bruch im Plot konnte Ich für mich dabei eher nicht feststellen, wenn danach wieder die Hexe gejagt werden sollte, wurde sie gejagt, brennen soll sie!

  11. Es gibt inzwischen auch eine nicht kleine Anzahl von Leuten, die den Tisch beim Rollenspiel durch ein Voice-Chat Programm wie Skype oder Teamspeak ausgetauscht haben und Pen & Paper & Würfel durch eine Software wie FantasyGrounds (kommerziell) oder MapTool (Open Source). Sozusagen eine ganz andere Art von Online-Rollenspiel. Die findet man z.B. bei http://www.drachenzwinge.de/

    Tim hat ja gefragt ob es Podcast-ähnliche Aufzeichnungen von Rollenspiel-Abenden gibt. Und tatsächlich gibt es so etwas für das Horror-Rollenspiel Cthulhu: http://www.orientexpresspodcast.de/doku.htm

  12. Gestern schon der Dankestweet, heute nochmals ein kombinierter Dankespost an alle beteiligten.
    Über 550 Stunden informatives, unterhaltsames, grenzwertiges und – am allerwichtigsten – kostenlos zur Verfügung gestelltes Audiomaterial habt ihr gemeinsam erzeugt und ich kann sagen, dass ich jede Episode der Podcasts, die diesen Kommentar als Feedback erhalten, gehört habe.(@Holgi: auch jeden BM bzw. jede LL mit dir)

    Was soll ich an dieser Stelle sagen? Es lässt sich einfach schwer in Worte fassen.
    Ihr seid in meinem Kopf – Ihr bereichert mein Leben und ich empfinde das für euch, was man auch für Freunde empfindet.
    Das erscheinen jeder neuen Episode zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht.

    Ich könnte noch ewig weitermachen und selbst 500Stunden weiter lobhudeln aber ich denke, was ich sagen will ist angekommen.
    DANKE für eure Arbeit in 2010
    und das wichtigste – macht unbedingt weiter.

    Um wenigstens ein wenig zurückzugeben werde ich diesen Kommentar dazu nutzen, euch vielleicht den ein oder anderen neuen Hörer zu generieren, indem ich auf alle Podcasts, welche ich 2010 verfolgt habe hier kurz verweise.
    Ich hoffe, dass der ein oder andere hier noch eine Anregung bekommt.

    Die 500 Stunden setzen sich auf folgenden Podcasts zusammen und sind bis auf die Sendungen von Holgi ausschließlich Eigenproduktionen:

    http://alternativlos.org/
    http://blogs.hr-online.de/lateline/podcast/ (aber nur die Sendungen mit Holgi)
    http://cre.fm/
    http://elementarfragen.de/
    http://medienradio.org/
    http://mikrodilettanten.de/
    http://tim.geekheim.de/not-safe-for-work/
    http://wir.muessenreden.de/
    http://www.compyblog.de/categories/14-Podcast
    http://www.fritz.de/podcasts/sendungen/Blue_Moon.feed.podcast.xml (aber nur die Sendungen mit Holgi)
    http://www.geilablabern.de/ (Special Greetings – war mein erstes Podcastabo)
    http://www.halbwissen-podcast.de/
    http://www.kuechenradio.org/wp/

    Zwar könnte ich die Liste noch erweitern und Redaktionell erzeugte Podcasts oder Mitschnitte der öffentlich rechtlichen aufführen und würde dann bestimmt auf über 1000 Stunden kommen, aber dort steckt nicht das gleiche Herzblut drin, wie bei euch. Und von euch habe ich wirklich alles gehört.

    Das wars – machts gut,
    Witzman (man spricht es Witzmann

    http://www.witzman.de
    https://twitter.com/Witzman

  13. Ich kann die Kritik bezüglich mangelnder Ernsthaftigkeit nicht bestätigen. Der Podcast beschreibt das Phänomen RPG aus eher aus einer Spieler-Perspektive, andere Blickwinkel auf ein Phänomen sind natürlich immer möglich. Den nicht ganz bierernsten Ton finde ich eigentlich angemessen, schließlich handelt es sich um ein spaßgetriebenes Hobby.

    Ich glaube, dass es durchaus sehr unterschiedliche Kulturen in den verschiedenen Spielrunden gibt. Es gibt Runden in denen viel gewürfelt und das Regelsystem recht streng gehandhabt wird, ich möchte als SL lieber möglichst wenig würfeln und die Handlung eher direkt mit den Spielern weitertreiben.

    Vielleicht wäre es etwas illustrativer gewesen, die entscheidenden Schritte (Charaktererschaffung, Spielvorbereitung, die einzelnen Spielschritte selbst wie Interaktion zwischen SCs und NSCs, Kampf, episch erzählter Tod eines erfahrenen Charakters etc., XP Vergabe, Charakter-Steigerung) exemplarisch zu beschreiben, dann wäre wahrscheinlich auch die typische Interaktion zwischen den Spielern deutlicher geworden.

    Eine Folge zu Table-Tops wünsche ich mir auch, ich denke schon RPG und Table-Top hängt schon recht eng zusammen.

  14. Na gut Tim, du bist fürs erste vom Haken. ;)

    Ich persönlich hätte auch ein etwas anderes Vorgehen bevorzugt. Zum Beispiel hätte man sich über Rollenspieltheorie mit den sozialen Grundlagen, der Grundkonstruktion sowie den drei Spielstilen Gamismus, Simulationismus und Narrativismus auseinandersetzen und einen Großteil von dem was Rollenspiel ausmacht damit erschlagen können. Auch eine stringenteres Entlanghangeln an der historischen Entwicklung von Rollenspielen, vom ersten Dungeons & Dragons bis zu den Indiespielen hätte vielleicht einen besseren Überblick gebracht. Eine historische Einordnung gab es ja auch, aber in der Sendung wurde insgesamt eher eine Innenperspektive dargestellt, das dann allerdings auch ein bisschen unsortiert. Grundsätzlich sind die wichtigsten Sachen aber genannt worden.

    Ich warte dann mal auf die CRE-Folge zum Spielmechanik-Hacking. :D

    Wer derweil noch viel mehr Rollenspiel-Podcast hören will, sollte sich mal hier umsehen:

    http://analogspieler.de

    Und das schon wesentlich länger vorhandene englische Pendant gibt es hier:

    http://rpgpodcasts.com/

    Übrigens, wer sich für die erwähnte Rollenspieltheorie interessiert, dem kann ich folgende Ausgabe des PiCasts (ca. 25 min) empfehlen:

    http://pihalbe.org/audio/picast-%E2%80%94-folge-12-%E2%80%94-rollenspieltheorie-672

    Rollenspieltheorie ermöglicht auf einer Metaebene (no pun intended) ein gutes, abstraktes Verständnis von dem, was Rollenspiel eigentlich zu einer besonderen Erfahrung macht. Und damit sich keiner wundert, der längliche Disclaimer am Anfang, dass Rollenspieltheorie nicht böse ist, ist notwendig, weil das Thema schon viele flame wars durch hat. Nicht abschrecken lassen.

  15. Für mich als Einsteiger – ich bin erst seit knapp 3 Wochen dabei – war dieser Podcast halbwegs verständlich bzw. nicht viel unverständlicher als manche andere Dinge im Alltag auch, egal ob es ein Fremdwort ist oder eine mir unbekannte Abkürzung. Lustige, unterhaltsame Arbeit Leute – und das soll es ja auch sein, sonst könnt ihr zu ARTE wechseln. Genauso interessant aber nicht so lebendig :)

    Gruß
    Andreas

  16. Servus!

    Gerade mit der Folge durch, die ich zwar ganz gut, aber längst nicht so fundiert wie die Brettspiele-Folge fand (damit bin ich hier eingestiegen und habe mich seither auch durch gesellschaftliche und technische Themen gelauscht).

    Ich sollte vielleicht vorweg nehmen, dass ich selber einen Brett- und Rollenspiel-Podcast erstelle (PiCast) und ich freu mich, dass ich an dieser Stelle schon verlinkt wurde. :-)

    Erstmal ein paar technische Details:

    * GURPS (Steve Jackson Games) ist seit ein paar Jahren in der 4ten Edition, eine fünfte ist afaik noch nicht geplant.
    * Shadowrun 4.01D ist kein Patch. Es ist die Übersetzung der englischen 4ten Edition mit eingewirkten bis dato bekannten Errata. Es gibt keine deutsche 4.0.
    * Zu den großen Foren ist sicherlich noch das Tanelorn erwähnenswert (das ehemalige Große Fantasy Forum). → http://tanelorn.net/

    Alles in allem muss ich mich leider Dom und Leon anschließen. Die Betrachtung ist sehr einseitig und zu viel auf Details einzelner Spiele fokussiert. Dass das Rollenspiel eine Vielzahl an Facetten bietet, wird kaum aufgegriffen. Mit alternativen Rollenspielen und aktuellen Trends haben die Interviewpartner sich anscheinend nicht auseinander gesetzt.

    Wäre ihnen die Vielfalt bewusst, hätten sie sicher auch nicht von der Möglichkeit eines universellen Charakterbogens gesprochen (Blankopapier ist da das einzig plausible). Von den Möglichkeiten, keinen Spielleiter zu haben, mehrere Charaktere zu kontrollieren und ähnlichem möchte ich bei der Vielfalt noch nicht einmal reden. Aber dass Aber dass es Spiele mit extrem++ unterschiedlichem Fokus gibt, sollte doch Erwähnung finden. Es ist nicht alles Bier&Brezel-Rollenspiel oder Haudrauf, es gibt Rollenspiele, die sich allein mit Zwischenmenschlichem befassen, Fernsehserien (als Klasse, nicht einzelne Instanzen) emulieren, usw. usf.

    Leider wird auch das Fundament des Rollenspiels nicht wirklich klar und verständlich erklärt. Wie gesagt: zu schnell zu viele Details zu einzelnen Ausformungen. Das hat Tim bei vorherigen Sendungen (soweit ich das beurteilen kann) viel besser im Griff gehabt.

    Trotzdem schön, dass Ihr Euch des Themas mal angenommen hat, das damit vielleicht auch wieder ein paar “Außenseiter” interessieren kann.

    Nun noch ein paar Links, wenn es gestattet ist:

    Unter AnalogSpieler.de → http://analogspieler.de/ (danke Avi, für die Erwähnung), versuche ich möglichst viele Podcasts zum Thema analoges Spielen zu sammeln. Der Schwerpunkt liegt derzeit ganz klar auf den Rollenspielen, die mit doch einigen Sendungen vertreten sind. Wer Interesse hat, einfach mal stöbern.

    *** Falls hier Leute mit Drupal-Erfahrung rumlaufen, die mir Tipps für die Seite (etwa Audio-Feed-Einbindung) geben können, bin ich sehr dankbar! ***

    RSp-Blogs.de → http://rsp-blogs.de/ ist ein Metablog nur für Rollenspiele. Nicht besonders Einsteigerfreundlich, aber für den Interessierten sicherlich eine reichhaltige Fundgrube.

    Und nun will ich zum Schluss auch noch auf meinen Versuch einer Erklärung von Rollenspiel verweisen:

    * für Neulinge → http://pihalbe.org/audio/picast-%E2%80%94-folge-%CF%80-%E2%80%94-rollenspiel-f%C3%BCr-nicht-rollenspieler-611
    * für Rollenspieler → http://pihalbe.org/audio/picast-%E2%80%94-folge-1-%E2%80%94-rollenspiel-587

    Hoffe, das ist dienlich und nicht störend.

    Dann also bis demnächst; bin gespannt, was als nächstes auf dem CRE-Teller landet. :-)

  17. Super Sendung… lausche erst seit einem Jahr dem ccc aber diese Sendung war eine der Besten überhaupt….
    großes lob und respekt an Tim…
    war sowas von lustig …. gringel mich jetz noch
    bitte mehr von solchen sendungen…

  18. Ich bin für diese Sendung anderer Meinung als die meisten Kommentatoren vor mir. Jetzt gehöre ich zu den Leuten, die sich nie melden, wenn sie was toll finden, und erst auftauchen, wenn sie was zu meckern haben. Sorry.

    Also vorab: Ich bin großer Fan des von CRE, einige Sendungen sind mir sehr präsent im Gedächtnis, auch wegen guter Gästewahl, Tim, z.B. Steuern (kompliziertes hervorragend erklärt zur Not mit gutem Humor), App-Programmierung fürs iPhone und die Geschichte des CCC (mit ansonsten nur schwer erlangbaren Innenansichten), Geheimdienste (spannend wie eine BBC-Doku) und Kaffee (was für eine Frauenstimme!) Und ich bin langjähriger Rollenspieler.

    In meinen Augen entscheidet sich CRE, vereinfacht gesagt, bei komplexen Themen: Wird es eine vertiefende Sendung für Wissende ohne Rücksicht auf die Unwissenden und mit den einen oder anderen interessanten Anekdoten und Fakten für die Ahnenenden. Oder wird es eine Sendung für die Unwissenden, in der ihnen Profis versuchen, das Thema zu erklären und sie schlauer zu machen.

    Ich meine, “Rollenspiele” im CRE hätte eine tolle Sendung für die Unwissenden und Wenig-Ahnenden werden können. Diese Sendung war aber unbefriedigend für alle Zielgruppen, die Unwissenden wurden verwirrt, die Wissenden erfuhren nichts neues und die Ahnenden waren je nach Wissensstand verwirrt oder unbefriedigt.

    Die beiden Gäste waren zwar kundig (so sehr man das bei diesem ausuferndem Thema sein kann) und sympathisch – also gut ausgesucht, aber nach anfänglichen, recht erfolgreichen Bemühens, nur allgemein verständliche Begriffe zu benutzen, war der Anfang vom Ende der Verständlichkeit erreicht, als die Gäste einen Überblick über die Grundlagen und Spielarten der Rollenspiele zu geben begannen. Du hast Dich unermüdlich bemüht, Tim, die beiden immer wieder wegzuholen von der Fachsprachenfront, aber (vielleicht der Aufregung wegen) gelang es nicht. Wer Nicht-Rollenspielern das Rollenspiel erklären will und stattdessen den Unterschied zwischen D12 und W12 erklärt, verwirrt die Unwissenden und langweilt die Wissenden.

    Niels und Sören, Ihr hättet z.B. eine kurze Beispielrunde mit Tim vorspielen können, über die Effekte für Spieler wie Realitätsbereicherung und -verlust und ihren Hang zu unverständlichem Fachsprech analysieren können, mehr von Euren intensivsten und lehrreichsten Spielmomenten berichten können. Aber so ist die Chance vertan gewesen, rollenspielfernen Menschen die Faszination des Spiels zu erklären und dank allgemeinverständlicherer Sprache als Rollenspieler zugänglich zu wirken.

  19. Leider muss ich Mike zustimmen, ich kenne mich mit Rollenspielen noch garnicht aus und dachte, dass ich eine CRE-typische Einführung in der Thema bekomme – leider habe nach der ersten Stunde gedacht “was bringt mir das, was die da erzählen?”
    Viele Fachinformationen, aber keine gute Einführung – es hat mich zwar angefixt mich weiter mit dem Thema zu beschäftigen, aber normalerweise bin ich nach dem hören eines CREs so im Stoff drin, dass ich weiterführende Informationen will – hier brauche ich weitere einführende Erläuterungen – Schade!

  20. Hallo!

    Zuerst das Wichtige: Der CRE ist beispiellos gut. Unbestritten und unangefochten. Die beste Folge in meinen Augen ist die über den c64. Perfektes Zusammenspiel der Teilnehmer, Information, Anekdoten, sehr tief, dennoch verständlich… Einfach die beste Folge.

    So, nun zum weniger Wichtigen (und zu einem kleinen Erratum):
    Zum Beginn der Sendung wurde behauptet, dass die Pen&Paper-Rollenspiele, mit seinem ersten kommerziellen Vertreter im modernen Sinn, D&D, sehr vom “Herrn der Ringe” beeinflußt wurden;
    Das stimmt so aber nicht.
    Wenn man sich die erste D&D-Edition und auch die Abenteuermodule ansieht, “fühlt” man praktisch die Pulp-Kurzgeschichten, die ab den 30er und 40er Jahre Verbreitung fanden, die viel einfacher aufgebaut sind, als Tolkien. (Viele dieser Geschichten kann man bei Wikisource übrigens im Original nachlesen).
    Das ist so auch in der englische Wikipedia ( http://en.wikipedia.org/wiki/Dungeons_%26_Dragons#Sources_and_influences ) festgehalten.

    Kein großes Ding. Weiter so!

  21. Pingback: CRE199 NetHack | CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft

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